Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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MITTWOCHskino

BRASIL PLURAL – BRASILIANISCHES FILMFESTIVAL

Zum zweiten Mal präsentiert das Kommunale Kino das Filmfestival BRASIL PLURAL. Das Festival, das auch in weiteren 15 europäischen Städten (u.a. Berlin, Paris, Wien, Zürich) zu sehen ist, bietet eine Auswahl der besten neuen Kurzfilmproduktionen Brasiliens sowie Dokumentarfilme und Spielfilme zu dem aktuellen Themenschwerpunkt »Kulturelle Vielfalt, Viele Religionen, Ein Glaube.« Brasilien ist ein Land, das vom Zusammenleben verschiedenster Kulturen und Menschen unterschiedlicher Hautfarben und von einem einzigen vielfältigen Glauben geprägt ist. Brasil Plural VIII bringt diese Komplexität der brasilianischen Identität auf die Leinwand.

Wir bedanken uns bei den Initiatoren Ralf Tambke und Marcia Paraiso in Brasilien sowie Casa do Brasil e.V. in München.

Das gesamte Programm finden Sie in der Festivalbroschüre Brasil Plural VIII oder unter www.brasilplural.org

Kurzfilm-Programm 1 · Kurzfilm-Programm 2 · SCHWARZER ATLANTIK AUF DER ROUTE DER AFRO-GOTTHEITEN · STARKER HEILIGER · HOCH LEBE SÃO JOÃO · FÜNFZIG STUFEN ZUR GERECHTIGKEIT · GLAUBE

 

REVOLUTIONÄRE UTOPIEN IN LATEINAMERIKA

UNSER AMERICA · TESTAMENTO

 

CinE latino

EL ABRAZO PARTIDO

 


 

Kurzfilm-Programm 1

(ca. 125 Minuten)

In beiden Kurzfilmprogrammen wird der brasilianische Alltag durch fiktionale Kurzfilme und Dokumentarfilme festgehalten - sie handeln vom Alter, von Ganoven und vom Glück.

 

 

 

DAS ALTER DES MANNES (A IDADE DO HOMEM) Afonso Nunes, 2004, 15 Min.
MEISTER HUMBERTO (MESTRE HUMBERTO) Rodrigo Savastano, 2005, 20 Min.
VRRUUMM!!! Konzept und Animation: Paula Dager, 2003, 5 Min.
ÜBERWACHUNGS-TAGEBUCH (DIÁRIO VIGIADO) Luís Augusto Jungman, 14 Min.
DIE STUNDE DES HAHNS (A HORA DO GALO) Marcos França, 2004, 16 Min.
ALTER (VÉIO) Adelina Pontual, 2005, 20 Min.
KONTENSPERRE (TRAVA CONTAS) Paulo F. Camacho, 2004, 16 Min.
HEUTE KOMMT DAS GLÜCK (HOJE TEM FELICIDADE) Lisiane Cohen, 2005, 14 Min.

| Do 03.11., 21.00 |


 

Kurzfilm-Programm 2

(ca. 117 Minuten)

 

 

UNTER DER HAUT (SUBCUTÂNEO) Ricardo Costa, 2003, 17 Min.
ZIRKULIERENDES KAPITAL (CAPITAL CIRCULANTE) Ricardo Mehedff, 2004, 10 Min.
INTIMITÄT (INTIMIDADE) Camila Gonzatto, 2004, 12 Min.
SANTA HELENA IN DIE GESPENSTER AUS DEM KRUG (SANTA HELENA EM OS PHANTASMAS DA BOTIJA) Petrônio Lorena, Tiago Scorza, 2004, 18 Min.
EINSAMKEIT DER SCHWEREN TAGE (SOLIDÃO DOS DIAS DIFÍCEIS) Eduardo Ramos, Sandra Kraucher, 2003, 17 Min.
KINO HOLIÚDY – DER KÜNSTLER GEGEN DEN BÖSEN KERL (CINE HOLIÚDY – O ARTISTA CONTRA O CABRA DO MAL) Halder Gomes, 2004, 15 Min.
DER KUCHEN UND DER KÄSE (O BOLO E O QUEIJO) Marcos Felipe Delfino, Daniel Mattos, 2004, 15 Min.
JORJÃO Paulo Tiefenthaler, 2004, 18 Min.

| Fr 04.11., 19.30, anschließend Empfang des Deutsch-Brasilianischen Kulturvereins DONA FLOR in der Galerie


 

SCHWARZER ATLANTIK AUF DER ROUTE DER AFRO-GOTTHEITEN

ATLÂNTICO NEGRO – NA ROTA DOS ORIXÁS

Regie: Renato Barbieri, 1998 | OmeU | 54 Min. |

 

 

Der in Maranhão, Bahia und Benin gedrehte Dokumentarfilm macht auf der Suche nach den afrikanischen Ursprüngen der brasilianischen Kultur eine Reise durch Raum und Zeit. Ausgehend von den ältesten afro-brasilianischen Traditionen auf dem Gebiet der Religion, nämlich dem Candomblé und dem Tambor de Mina, führt der Film die Zuschauer auch nach Benin, dem Ursprungsland der Orixás und Voduns, und zu den Wurzeln der Jeje-Nago-Kultur.

| Do 03.11., 19.30 |


 

STARKER HEILIGER

SANTO FORTE

Regie: Eduardo Coutinho, 1999 | OmeU | 80 Min.

Santo forte

 

 

Zwischen einer Messe des Papstes unter freiem Himmel im Flamengo-Park und den Weihnachtsfeierlichkeiten am Ende des Jahres versucht der Dokumentarfilm einen Blick in das Innere von Katholiken, Anhängern afrikanischer Kulte und evangelischer Sekten zu werfen, die alle in einem Slum von Rio leben und, jeder auf seine Weise, an die unmittelbare Verbindung mit dem Übernatürlichen in Form von Heiligen, Gottheiten, Führerwesen oder dem Heiligen Geist glauben.

| Sa 05.11., 19.30 |


 

HOCH LEBE SÃO JOÃO

VIVA SÃO JOÃO

Regie: Andrucha Waddington, 2002 | OmeU | 90 Min.

 

 

 

Während einer Tournee des Sängers Gilberto Gil zum Besuch der Juni-Feiern im Nordosten und Südosten des Landes werden 2001 verschiedene lokale Persönlichkeiten, Sänger und Festteilnehmer über die Geschichte der Johannisfeste und ihre Bedeutung für die örtliche Lebensgemeinschaft interviewt.

| Sa 05.11., 21.30 |


 

FÜNFZIG STUFEN ZUR GERECHTIGKEIT

O PAGADOR DE PROMESSAS

Regie: Anselmo Duarte, 1962 | OmeU | 95 Min.

 

 

Ein einfacher Mann vom Land hat bei einer afrikanischen Kultfeier ein Gelübde getan, stößt aber am Ende, nachdem er mit einem schweren Kreuz auf dem Rücken bereits einen weiten Weg zurückgelegt hat, auf die Unnachgiebigkeit der Kirche. Dieser Klassiker des brasilianischen Cinema Novo gewann in Cannes die Goldene Palme und wurde außerdem für den Oscar nominiert.

| So 06.11., 19.30 |


 

GLAUBE

Regie: Ricardo Dias, 1999 | OmeU | 91 Min.

 

 

 

Ein Dokumentarfilm über Religion und Glauben im heutigen Brasilien. Es geht um die Macht des Glaubens, um die großen religiösen Feste, um prägende Riten der verschiedenen Religionen, Sekten und Kulte, um Seelenhirten und Gläubige.

| So 06.11., 17.30 |


 

REVOLUTIONÄRE UTOPIEN IN LATEINAMERIKA

UNSER AMERICA

Regie: Kristina Konrad | Kamera: Filip Zumbrunn |
| Schweiz 2005 | OmU | 84 Min. |

 

 

UNSER AMERICA ist eine Spurensuche in Nicaragua, eine Reise durch die Gegenwart der Vergangenheit – 25 Jahre nach einer Revolution, die niemand für möglich hielt. Eine persönliche Annäherung einer Europäerin an ein kleines lateinamerikanisches Land, das sich damals von einer 45-jährigen Diktatur befreite, das Unmögliche versuchte und vom großen Nachbarn USA unerbittlich bekämpft wurde.

Die Filmemacherin Kristina Konrad kehrt in das nun neoliberale, von Krieg und Korruption verwundete Nicaragua zurück, dorthin wo sie vor 20 Jahren eine der letzten sozialen Utopien miterlebte, die Tausende aus aller Welt angezogen hatte. Im Zentrum stehen Frauen, die damals zu den Waffen griffen und ihr täglicher Überlebenskampf heute: Was ist geblieben vom großen Traum von Unabhängigkeit und Gerechtigkeit?

| Mi 23.11., 19.30 | So 27.11., 17.30 |


 

TESTAMENTO

Regie: Uli Stelzner, Thomas Walther | mit Alfonso Bauer Paíz, Francisco Bauer Paíz, Abigail Bauer Carillo, Marco Antonio Villamar u.a.
| Deutschland 2003 | OmU | 95 Min. |

 

 

 

Dieser emotionale und bewegende Film zeichnet anhand des ruhelosen Lebens des guatemaltekischen Rechtsanwalts und Freimaurers Alfonso Bauer Paíz die Stationen der linken lateinamerikanischen Geschichte nach. Er war als junger Mann Minister im Guatemala des legendären Präsidenten Guzman, wohnte mit Ché in Mexiko zusammen, arbeitete in der Regierung Allende und in der Fidel Castros, bevor er in seiner Heimat im Untergrund militanten Widerstand leistete und heute, 83-jährig, linker Abgeordneter des Parlaments von Guatemala ist. Aufgrund des hohen Respekts, den Bauer Paíz genießt, war es dem Filmteam möglich, auch in der Freimaurerloge zu drehen.

Der Film zeichnet das Vermächtnis eines außergewöhnlichen Mannes und bringt Geschichte und Gegenwart Lateinamerikas zum Atmen. »Dieser Film gleicht so sehr dem Leben, dass er in seinem Betrachter weiterlebt.« (Eduardo Galeano, uruguayischer Schriftsteller).

Testamento war einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme in Guatemala.

| Mi 30.11., 19.30 | So 04.12., 19.30 |


 

CinE latino

EL ABRAZO PARTIDO

Regie: Daniel Burman | Buch: Marcello Birmajer, D. Burman | Kamera: Ramiro Civita | mit Daniel Hendler, Adriana Aizemberg, Jorge d’Elia, Sergio Boris u.a.
| Argentinien 2004 | OmU | 100 Min. |

 

 

Das ist Ariels Welt: eine kleine, leicht heruntergekommene Ladenpassage der Innenstadt von Buenos Aires, wo man den ganzen Tag über die italienischen Ladenbesitzer hört, wo Koreaner Feng-Shui-Artikel feilbieten, und der alte Schreibwarenhändler Osvaldo mal wieder nichts verkauft. Hier betreibt Ariels Mutter einen kleinen Laden für Damenunterwäsche. Es ist eine kleine, überschaubare Welt, die freilich keine große Zukunft bietet. Kein Wunder also, dass viele junge Leute ihre europäischen ›Wurzeln‹ suchen – in der Hoffnung auf einen der begehrten ausländischen Pässe, den Schlüssel zu einer verheißungsvollen Welt. Ariel hingegen will mehr als nur einen Pass aus Polen, von wo aus seine Großeltern auf der Flucht vor dem Holocaust nach Argentinien kamen. Er ist auf der Suche nach Antworten. Darauf, warum sein Vater kurz nach seiner Geburt die Familie verließ, um in einen Krieg für Israel zu ziehen. Warum er nie zurückkehrte. Und dann, eines Tages, kommt der Vater unverhofft zurück, mit seiner Geschichte, seiner Darstellung der Geschehnisse... EL ABRAZO PARTIDO erzählt mit wunderbarem Sinn für Humor und schelmischem Witz eine kraftvolle Familiengeschichte, die zu einem der Publikumslieblinge der Berlinale 2004 zählte und als Bester Ausländischer Film für den Oscar 2005 nominiert wurde.

| Mi 02.11., 19.30 | Mi 09.11., 19.30 | Mi 16.11., 19.30 | Fr 18.11., 21.45 | So 20.11., 17.30 |

 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 31.10.2005 © vivasoft1997-2005 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de