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KINO EXTREM:

Sex im Jet Set: Just Jaeckin

> Nach Russ Meyer im Juli wendet sich KINO EXTREM im Oktober einem weiteren Pionier des erotischen Kinos zu: Wie Russ Meyer verdiente sich der 1940 geborene Just Jaeckin seine ersten Sporen als Fotograph, er stieg bis zum Art Director der französischen Hochglanzpostille »Marie Claire« auf. Und diese Schule sieht man seinen Filmen an: Würde man nicht ab und zu nackte Körper sehen, könnte man EMANUELA oder DIE GESCHICHTE DER O. durchaus mit einer Reisereportage oder einem Werbefilm für extravagante Innenausstattungen verwechseln. Der erotische Film spielt bei Jaeckin in einer durchgestylten Konsumwelt, die mit ihrem Kitsch und ihrer Keimfreiheit Sexfilme für ein breites (bürgerliches) Publikum anschlussfähig machte und eine unzählige Folge von Fortsetzungs- und Nachahmerprodukten in die Kinos spülte. Um die Geschichte der O. wurde ein Riesenwirbel gemacht, der schließlich in einer hohen Sonderbesteuerung für pornographische Filme endete – so hoch, dass die Produktion von geschleckten Hochglanz-Erotika sich wirtschaftlich nicht mehr lohnte und die Geschichte des französischen Edelpornos so schnell beendet war, wie sie begonnen hatte.

 

 

EMANUELA · DIE GESCHICHTE DER O.

 


 

EMANUELA

EMMANUELLE

Regie: Just Jaeckin | Buch Jean-Louis Richard nach dem Roman von Emmanuelle Arsan | Musik: Pierre Bachelet | mit Sylvia Kristel, Alain Cluny, Marika Green, Jeanne Colletin, Christine Boisson
| F 1973 | DF | 93 Min.

 

 

Vor mehr als zwanzig Jahren ein Riesenhit: In Frankreich zunächst verboten, lief der Film über 8 Jahre ununterbrochen in Paris und hatte allein dort über 3 Millionen Zuschauer. Mit seinem »kunstgewerblichen Ästhetizismus und pseudo-philosophischen Sprüchen« (filmdienst), traff EMANUELLE den Nerv der Zeit und wurde Ausgangspunkt für zig Fortsetzungen und Variationen. Die Geschichte ist schnell erzählt: Diplomatenfrau zieht zu ihrem Mann nach Bangkok (»ein Film für die Reiseseite« schrieb seinerzeit frauen+film treffend...) und erlebt dort allerlei erotische Abenteuer...

| Fr 21.10., 22.00 im Double-Feature mit DIE GESCHICHTE DER O. | Sa 22.10., 22.30 |

 


 

DIE GESCHICHTE DER O.

HISTOIRE D’ O.

Regie: Just Jaeckin | Buch: Sebastian Japrisat nach dem Roman von Pauline Reage | Kamera: Robert Fraisse | Musik: Pierre Bachelet | mit Corinne Clery, Alain Noury, Udo Kier, Christiane Minazolli, Martine Kelly
| D/F 1975 | DF | 104 Min.

 

 

Der gleichnamige Roman war seinerzeit ein Skandal, eine Geschichte über (Selbst)erniedrigung und Qualen, der aber durchaus – wie man so schön sagt - »philosophische« Elemente zugestanden wurden. Der Film selbst »ist feige, denn er tut so, als gehe er weit, versteckt aber die qualvollen physischen Bilder seiner Vorlage in erlesener Fotografie.« (Dieter Zimmer in DIE ZEIT). Mit seinen luxuriösen Dekors, der geschmäcklerischen Ausleuchtung ist die GESCHICHTE DER O. – eine Modefotografin, die allerlei »Prüfungen« über sich ergehen lässt – der Höhepunkt des Schaffens von Jaeckin.

| Fr 21.10., 22.00 im Double-Feature mit EMANUELA | So 23.10., 21.30 |

 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 28.09.2005 © vivasoft1997-2005 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de