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ELFRIEDE Jelinek

Elfriede Jelinek ist – nicht erst seit der Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis – mit ihren provokanten Texten eine der bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen. Wir nähern uns ihr auf drei unterschiedliche Weisen: In der Dokumentation ELFRIEDE UND ELFRIEDE folgen wir der Jelinek und ihrer Dichterkollegin/ Freundin Elfriede Gerstl durch Wien. DIE KLAVIERSPIELERIN ist die bislang einzige Kinoadaption eines Jelinek-Romans. Und mit CARNIVAL OF SOULS zeigen wir einen der Lieblingsfilme der Nobelpreisträgerin, die in einem Text zu diesem Film schrieb: »Film ist überhaupt: Gespenstersehen«.

 

ELFRIEDE & ELFRIEDE · DIE KLAVIERSPIELERIN · CARNIVAL OF SOULS TANZ DER TOTEN SEELEN

 

 

ELFRIEDE & ELFRIEDE

Regie und Buch: Hanna Laura Klar
| Deutschland 2004 | 80 Min. |

 

Sie kennen sich schon ewig. Elfriede Jelinek ist die bekanntere der beiden, die große Autorin mit ihrem analytischen Verstand und ihrem gesellschaftlichen Engagement gegen das ganze »Politikergesocks«. Die andere Elfriede bleibt da eher zart mit ihrer Lyrik, wiewohl ihre Gedichte eine gewisse Schärfe nicht vermissen lassen, wenn auch eher in Ironie gepackt. Wenn die beiden Elfrieden in ihrem Wiener Kaffeehaus sitzen und den kleinen Braunen trinken, sprechen sie meist über Kleider, sie sprechen von der Mode, die Elfriede Gerstl gerade mal wieder gesammelt hat. Kleider aus den 30er bis 70er Jahren, auch Taschen, Knöpfe, Bänder, die sie über die Jahre in ihren kleinen Laden beim Naschmarkt geschleppt hat. Elfriede Jelinek ist nicht nur die beste Freundin, sie ist auch die beste und die liebste Kundin.

| So 04.09., 19.30 | Do 08.09., 21.30 | Fr 09.09., 19.30 | Sa 10.09., 17.30 |

 


 

DIE KLAVIERSPIELERIN

Regie und Buch: Michael Haneke, nach dem Roman von Elfriede Jelinek | Kamera: C. Berger | mit I. Huppert, B. Magimel, A. Girardot, A. Sigalevitch, S. Lothar, U. Samel u.a.
| Österreich/ Frankreich 2001 | OmU | 129 Min. |

 

Erika Kohut (Isabelle Huppert) gibt Klavierunterricht am Konservatorium in Wien. Sie ist Anfang vierzig. Sie lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter (Annie Girardot) zusammen. Manchmal flieht sie. Dann besucht sie Pornokinos oder Peepshows. Sexualität erlebt sie als Voyeurin. Ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages einer ihrer Studenten sich in den Kopf setzt, sie zu verführen.

| Sa 03.09., 19.30 | So 04.09., 17.30 | Sa 10.09., 19.30 | Di 13.09., 21.30 |

 


 

CARNIVAL OF SOULS TANZ DER TOTEN SEELEN

Regie: Harold Harvey | Buch: John Clifford | Musik: Gene Moore | mit Candace Hilligoss, Sidney Berger, Frances Feist, Harold Harvey, Stanley Leavitt | USA 1962 | OF | 80 min |

 

Ein junge Frau überlebt als einzige einen schweren Autounfall und verlässt den Ort des Unglücks, um eine Stelle als Kirchenorganistin anzutreten. Immer öfter begegnet sie Geistern, denen sie kaum zu fliehen vermag. Am Ende stellt sich heraus, dass sie selbst ein Geist ist, und wir sehen sie in der Schlusseinstellung des Films mit den anderen Verunglückten leblos im Auto sitzen. Der Film verzaubert mit seiner irrealen Atmosphäre und schier unerträglichen Leichtigkeit, unterlegt von Orgelmusik. Elfriede Jelinek: »Die große Kunst dieses Films ist es, eine Lebende als Tote und wiederum als Lebendigere als alle Lebenden zu zeigen.«

| Di 06.09., 22.30 | Sa 10.09., 22.00 | Mi 14.09., 21.30 |

 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 30.08.2005 © vivasoft1997-2005 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de