Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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BOLLYWOOD – INDISCHE KINOTRÄUME

»Fast alle westlichen Filmprofessionellen wissen, dass es sich bei indischen Kommerzproduktionen um unerträglichen Kitsch handelt – auch wenn sie nie im Leben einen jener Filme gesehen haben, in denen angeblich nur gesungen und getanzt wird. Dem indischen Filmvertrieb kann diese Ignoranz egal sein. Den Schaden hat das westliche Publikum, dem seit Jahrzehnten viele herrliche Filme vorenthalten werden.« (Dorothee Wenner, Berlinale)

In den cinematografischen Farb- und Bewegungsspielen, der Theatralität und Metaphorik zeigt sich ein populäres Kino, das zwischen Tradition und Moderne oszilliert und diesen Konflikt auch ins Politische wendet. Geschichten werden inszeniert, die Geschlechter-Stereotype sowohl bedienen als auch per Zitation und ironischer Brechung in Frage stellen. Wir freuen uns sehr, Filme des südindischen Regisseurs Mani Ratnam zu zeigen, die viele Kontroversen in Indien ausgelöst haben; insbesondere wurde BOMBAY zum Begriff in Indien.

In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Indischen Gesellschaft e. V.

 

Bombay · Sometimes Happy, Sometimes Sad · Landeskunde einmal anders · Indische Party · Indisches Kochseminar · Veer und Zaara – Die Legende einer Liebe · Dil se – Von ganzem Herzen

 

 

BOMBAY

| Indien 1995 | OmeU | 134 Min. |
Regie: Mani Ratnam | Musik: A. R. Rahman | mit Arwind Swamy, Manisha Koirala, Kitty, Radhabai, Nasser u.a.

Bollywood

 

Mit BOMBAY hat Mani Ratnam nicht nur in Indien Aufsehen erregt; auch im Westen hat sein Film große Beachtung gefunden und für Diskussionen gesorgt. Darin werden politische Themen auf eine Weise in den kommerziellen Unterhaltungsfilm eingebaut, die selbst für indische Verhältnisse einmalig ist. Der historische Hintergrund: Am 6. Dezember 1992 stürmten fanatische Hindus eine Moschee in Ayodhya. Die darauf folgenden Unruhen gipfelten im Januar 1993 in den so genannten Bombay Riots. Der Film nähert sich dem Thema mittels einer konstruierten Personenkonstellation, die – wiewohl wenig realistisch – ein präzises Bild Indiens zur Zeit des erwachenden Hindu-Fundamentalismus wiedergibt: Shakar, ein Hindu, verliebt sich in Shela. Da Shela moslemischen Glaubens ist, können die beiden wegen des gesellschaftlichen Drucks nicht in einem Dorf leben und ziehen daher nach Bombay...

| Mi 21.09., 19.30 | Fr 23.09., 19.30 |

 


 

SOMETIMES HAPPY, SOMETIMES SAD

KABHI KHUSHI KABHIE GHAM

Regie & Buch Yash Johar | Kamera: Kiran Deohans | Musik: Jatin-Lalit, Sandes Shandilya | mit Amitabh Bachchan, Jaya Bachchan, Shahrukh Khan, Kajol, u.a.
| Indien 2001 | OmU | 210 Min. |

 

Rahul verliebt sich in die peppige Anjali, was seinem Vater, dem unangefochtenen Familienpatriarchen Yash, gar nicht gefällt, möchte er den Sohn doch mit der standesgemäßen Naina verheiraten. Nach einem heftigen Wortwechsel gehen Vater und Sohn im Streit auseinander, sehr zum Betrüben des Rests der Familie.

Mit seinen stimmungsvollen und ausgefeilten Tanznummern und den hitträchtigen Songs gehört KABHI KHUSHI KABHIE GHAM unbestritten zu Bollywoods Spitzenklasse und wurde dementsprechend mit Kritikerpreisen überhäuft.

»Alle, die sich von kulturellen Ressentiments nicht die Sicht verstellen lassen, werden in Karan Johars fantastisch-epischem Melodram schwelgen und sich filmischen Gefühlsdarstellungen einer Kraft und Eindeutigkeit hingeben, wie man sie im europäischen Kino gar nicht mehr, im amerikanischen allenfalls noch in synthetischer Form findet« (filmdienst)

 

| Mi 28.09., 19.00 | Sa 01.10., 19.00 anschließend Indische Party in der Galerie

 


 

DAS INDISCHE BOLLYWOOD-KINO: LANDESKUNDE EINMAL ANDERS

Indien ist das Land mit der größten Filmproduktion der Welt.

 

Außer dem Hindi-Mainstreamkino gibt es Filme in sämtlichen Regionalsprachen, und auch eine rege Kunst- und Autorenfilmszene. Alle Filme spiegeln auf ihre Weise Aspekte der indischen Kultur, Geschichte und Religion. Auch bestimmte Landschaften, Paläste und Tempel tauchen immer wieder auf. Einen hohen Stellenwert haben auch Lieder und Tänze, vom klassischen Gesang bis zum Pop-Song. Im Seminar werden Ausschnitte aus den verschiedensten Filmen gezeigt. Dazu gibt es Informationen über die kulturellen, sozialen und religiösen Hintergründe. Das Seminar möchte auf unterhaltsame Weise einen Einblick in die indische Kultur und die indische Filmwelt geben.

| Sa 01.10., 10.00 bis 17.00 Uhr | Leiter: Dr. Peter Vonessen (Indologe); Teilnahmegebühr: 18 Euro, Ort: Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Anmeldung unter 70 90 33

 


 

INDISCHE PARTY

 

Bhangra, Hindi-Remix und Bollywood-Hits
Visuals, Food, Drinks

| Sa., 01.10. ab 22.30 | Ort: Galerie im Alten Wiehrebahnhof

 


 

INDISCHES KOCHSEMINAR

Vorgestellt und zubereitet werden typisch indische Gerichte – sowohl Fleisch, Gemüse und Linsen – mit entsprechenden Gewürzen, denen die Inder eine heilsame Wirkung nachsagen. Auch werden Einblicke in die indischen Ess- und Lebensgewohnheiten gegeben. Bringen Sie bitte ein Geschirrtuch und mehrere Behälter für Reste mit.

| Sa 08. 10.; 13.00 bis 17.00 Uhr |

Seminarleiter: Prodosh Brahma

Teilnahmegebühr: 25 Euro, zzgl. Lebensmittelkosten. Ort: Faulerstr. 8, 79098 Freiburg. Anmeldung unter 70 90 33 |

 


 

VEER UND ZAARA – DIE LEGENDE EINER LIEBE

Regie: Yash Chopra | Buch: Aditya Chopra | Musik: The Late Madan Mohan | Kamera: Anil Mehta I.S.C. | mit Shah Rukh Khan, Preity Zinta, Rani Mukerji u.a.
| Indien 2004 | OmU | 192 Min. |

 

Die ganze Kunst des Bollywood-Kinos: VEER UND ZAARA – DIE LEGENDE EINER LIEBE ist die dramatische und mutige Liebesgeschichte eines indischen Idealisten und einer willensstarken Pakistanerin, grenzüberschreitend und unvergänglich.

Eine große Besonderheit von VEER UND ZAARA ist der Soundtrack. Yash Chopra griff für sein Liebesepos auf die Musik des verstorbenen Komponisten Madan Mohan zurück. 30 Jahre nach seinem Tod wurden neun seiner bisher unveröffentlichten Lieder erstmals aufgenommen und verhalfen dem Film zu seiner zeitlosen und eindringlichen Atmosphäre.

„ (...) eine herzergreifende Liebesgeschichte, ein mitreißendes Plädoyer für die romantische Liebe, die nicht nur die Grenzen zwischen den Ländern und Religionen einreißen sollte, sondern auch die zwischen sozialen Schichten.“ (taz)

| Mi 05.10., 19.30 | Fr 07.10., 19.30 |

 


 

DIL SE – VON GANZEM HERZEN

Regie & Buch: Mani Ratnam | Kamera: Santosh Sivan | Musik: A. R. Rahman | mit Shah Rukh Khan, Manisha Koirala, Preity Zinta u.a.
| Indien 1998 | OmU | 163 Min. |

 

Journalist Amar (Shah Rukh Khan) begibt sich ins nördliche Indien, um als neutraler Beobachter über eine terroristische Gruppierung aus den Krisengebieten zu berichten. Dabei begegnet er der scheuen Meghna, deren geheimnisvolle Aura ihn nicht mehr loslässt. Doch noch bevor er ihr Rätsel lösen kann, ist sie verschwunden und Armar findet sich bald zwischen allen Fronten wieder, sowohl politisch als auch privat. Als Meghna plötzlich wieder in sein Leben tritt, ist er nur langsam bereit zu erkennen, was Liebe im Zeichen des Terrorismus bedeutet.

DIL SE präsentiert eine weitere Schattierung des so genannten Bollywood-Kinos, mit einem ehrlichen Blick auf ›ethnische‹ und politische Konflikte, die Indien seit Jahrzehnten erschüttern. Mani Ratnams viel gefeierter Film ist ein wundervolles Liebesdrama und ein atemberaubender Politthriller zugleich.

| Mi 12.10., 19.30 | Sa 15.10., 19.30 |

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 30.08.2005 © vivasoft1997-2005 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de