Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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DAS FESTIVAL DES RAUMS

ZWANZIGNULLFÜNF

Zwanzig Null Fünf

 

Freiburg und die Region feiern im Juni das »Festival des Raums. Zwanzignullfünf.« Zusammen mit der Architektenkammer begleiten auch wir diesen Sommer der Architektur auf verschiedenen Ebenen: Eine Filmreihe, eine Ausstellung und ein Vortrag zu dem Filmarchitekten Ken Adam, ein Abend zu Bruce Goff mit einem Film, der unter die kino avantgarde zählt, zwei Dienstagabende gestaltet der Arbeitskreis Architektinnen das Programm, einen Programmpunkt steuern die Landschaftsarchitekten bei, ganz am Rande hat auch KINO EXTREM mit dem Thema zu tun und schließlich bietet auf dem monatlichen Programmplatz »Stummfilm mit Musikbegleitung« METROPOLIS schon alleine ein Fest des Raums. Wir wünschen einen er-bau-lichen Juni im Kommunalen Kino.

 

Ken Adam – Filmarchitekt

Ken Adam

> Zwei Oskars wurden ihm verliehen, sechsmal war er nominiert, über achtzig Filme hat er gedreht: Ken Adam ist ein Star, dessen Name wenige, dessen Werke aber alle kennen. Er ist einer der stilbildenden, für viele sogar der wichtigste Filmdesigner des 20. Jahrhunderts. Mit den von ihm entworfenen imaginären Räumen hat er die Wahrnehmung mehrerer Generationen von Kinogängern geprägt; so hat er mit seinen Sets den Mythos von James Bond mitbegründet und Klassikern der Filmgeschichte wie z.B. Dr. Seltsam oder Wie ich lernte die Bombe zu lieben das Gesicht gegeben.
Geboren 1921 als Klaus Hugo Adam, wuchs er im großbürgerlichen Berlin auf. 1934 musste er mit seiner Familie nach London emigrieren. Im Weltkrieg wurde er zum Jagdflieger der Royal Air Force ausgebildet, er nahm an vielen gefährlichen Kampfeinsätzen teil. Nach dem Krieg machte er zunächst in England, dann in Hollywood als Filmdesigner Karriere – und mehr als das: Er begründete den Status seiner Zunft neu. Sein Werk gilt vielen auch heute noch als uneinholbares Vorbild. Ken Adam machte nicht nur Filmgeschichte, sondern leistete auch einen wichtigen Beitrag zur Geschichte des Designs im 20. Jahrhundert.
Den besten Eindruck von seinem Werk erhält man durch die Entwürfe und Skizzen, die Ken Adam zu all seinen Filmen angefertigt hat. In einer kleinen Ausstellung in unserer Galerie können wir eine ganze Anzahl davon präsentieren. Die Reproduktionen gehen auf das im Nicolai-Verlag erschienene Buch „ James Bond/ Berlin/ Hollywood – Die Welten des Ken Adam“ zurück. Für die Unterstützung bei dem gesamten Projekt danken wir Hans von Trotha vom Nicolai-Verlag in Berlin, Hans-Peter Reichmann vom Deutschen Filmmuseum in Frankfurt und natürlich Ken Adam selbst.

Ausstellungeröffnung: Di. 07.06, 20.05, Werkeinführung: Jürgen Berger/ Mannheim




 

DER SPION, DER MICH LIEBTE

THE SPY WHO LOVED ME

| Großbritannien 1977 | DF | 125 Min. |
Regie: Lewis Gilbert | Buch: Christopher Wood, Richard Maibaum, nach dem Roman von Ian Fleming | Kamera: Claude Renoir | mit Roger Morre, Barbara Bach, Curd Jürgens, Richard Kiel, Caroline Munro u.a.

  Spion  
 

 

DER SPION, DER MICH LIEBTE war bis dato der teuerste und erfolgreichste Bond-Film. 007 tut sich mit einer russischen Agentin zusammen, um den Erzschurken Stromberg das Handwerk zu legen. Der lebt in einer gigantischen Unterwasser-Station und lässt seinen Supertanker US-amerikanische und russische Atom-U-Boote schlucken, mit denen er die Welt zu zerstören hofft.
Regisseur Lewis Gilbert entfesselte eine unglaubliche Materialschlacht, die selbst das in dieser Hinsicht verwöhnte Bond-Publikum verblüffte. Gedreht wurde in Ägypten, Japan, der Schweiz, auf Malta, Sardinien, den Bahamas und wie immer in den Pinewood Studios in England, wo Designer Ken Adam seine gewaltigen Sets errichtete – damals die größten aller Zeiten.

| Di 07.06., 21:05 | Sa 11.06., 17:15 | Di 14.06., 15:00 |

 



 
 

DR. SELTSAM

ODER WIE ICH LERNTE DIE BOMBE ZU LIEBEN
DR STRANGELOVE OR HOW I LEARNED TO STOP WORRYING AND LOVE THE BOMB

| Großbritannien 1964 | DF | 102 Min. |
Regie: Stanley Kubrick | Buch: St. Kubrick, Terry Southern, Peter George, nach dem Roman »Red Alert“ von P. George | Kamera: Melvin Pink | mit Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden

     
 

 

Als die Kuba-Krise im Jahre 1962 die Welt beinahe an den Rand eines erneuten Weltkriegs manövrierte, begann Stanley Kubrick, geprägt von den Gefühlen und Erlebnissen dieser düsteren Tage, seine respektlose Anti-Kriegs-Satire DR. SELTSAM zu drehen. Sterling Hayden verkörpert den verrückten General Jack D. Ripper, der von den Gedanken besessen ist, die Russen würden zum alles entscheidenden Vernichtungsschlag gegen die USA ausholen. Um dem zuvorzukommen bricht der fanatische Militarist mit seinen Piloten in Richtung Osten auf, um die Sowjetunion mit Atomwaffen zu Klump zu bomben. Da das Funkgerät ausgefallen ist, kann ihn niemand zurückpfeifen und so nimmt die Katastrophe ungehindert ihren Lauf.
Einer der bekanntesten Räume, die Ken Adam je entworfen hat, ist der »War Room“, das Lagebesprechungszimmer tief unterhalb des Pentagon, der zentrale Set für DR. SELTSAM. Es ist ein kalter, klaustrophobischer Raum, in seiner grotesken Überzeichnung alptraumhaft und doch so real, dass mancher nach ihm suchte: »Ich weiss aus verlässlicher Quelle“, berichtet Ken Adam, »dass Ronald Reagan bei seinem Einzug ins Weiße Haus von seinem Stabschef verlangte, in den War Room geführt zu werden. Man fragte ihn: Welcher War Room? Und er antwortete: Na, der aus DR. SELTSAM.

| Do 16.06., 22:00 | Sa 18.06., 22:00 | So 19.06., 21:00 |

Abschluss der Ken-Adam-Reihe mit GOLDFINGER, s. Juli-Programm


 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 25.05.2005 © vivasoft1997-2005 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de