Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
Urachstr. 40
79102 Freiburg
Tel. 0761 - 709033

kino@freiburger-medienforum.de

Impressum

 

Mittwochskino

FernWeh | Immer noch brandet die Ferne... Filme über das Reisen


> Warum der Urlaub als die schönste Zeit des Jahres gilt, welche Motive zu den Zeitreisen mit Rückfahrschein bewegen, welche gesellschaftlichen Visionen über die Fremde mit dem Tourismus verknüpft sind, diese Fragen haben viele Gesellschaftskritiker beschäftigt. Auch boten die verschiedenen Reiseformen von Ballermann bis Backpacker immer wieder Anlass für eine kritische Perspektive auf die eigene fernreisende Gesellschaft – und auf die Touristenrolle. Hingegen erscheint der Blick auf die DienstleisterInnen und Bereisten im Tourismus eher pauschal – ob sie nun als die glücklichen Armen, die edlen Wilden oder ausgebeuteten Hilflosen betrachtet werden – nur in Ausnahmen kommen sie selber zu Wort. Über ihre Motive, im Tourismus zu arbeiten oder ihre Strategien im Umgang mit Tourismus wissen die Reisenden meist wenig. FernWeh - Forum Tourismus & Kritik möchte mit der Wahl der Filme einen Einblick von verschiedenen Perspektiven gewähren.

 

FERNWEH · DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT · BEZNESS · LES VACANCES MALGRE TOUT · ATASH

 


 

Premiere:

FernWeh – Forum Tourismus & Kritik

präsentiert zwei Kurzfilme in Koproduktion

 

 

 

WHEN I GROW UP I WANT TO BE A TOURIST


| Gambia 2005 | engl. OF |5 Min. |
Ein Kurzspielfilm von Monika Funke, Lena Piotrowski und Eva Kondzielnik

SURVIVE BERLIN

| D 2005 | 17 min. |
Satire von Thomas Keller u. Phillip Jansen

Die Kurzfilme sind im Rahmen eines Kurzfilm-Ideenwettbewerbs endstanden, der von FernWeh im Sommer 2003 ausgeschrieben wurde. Die beiden erstprämierten Einsendungen sind diesen Mai fertiggestellt worden und werden nun erstmals gezeigt. SURVIVE BERLIN spielt auf satirische Weise mit dem Exotikklischee und lässt die eigentlich sehr kontrollierte Reise hier und da außer Kontrolle geraten. WHEN I GROW UP I WANT TO BE A TOURIST ist eine Momentaufnahme eines touristischen Ortes in Gambia. Angekratzt wird die vermeintliche Selbstverständlichkeit des touristischen Daseins.
Die Regisseure und Drehbuchautoren beider Kurzfilme werden anwesend sein. Zudem wird FernWeh Einblicke in das „Making of the Film“ in Gambia geben – präsentiert werden Ausschnitte aus Kommentaren und Erzählungen der einheimischen Arbeitskräfte aus Gambia.

| Mi 08.06., 19:30 in Anwesenheit der FilmemacherInnen, mit Beiprogramm und Empfang in der Galerie|

 

 


 

DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT

LES VACANCES DE MONSIEUR HULOT

| Frankreich 1953 | DF | 89 Min. |
Regie: Jacques Tati |

Hulot

 

Hulot, ein Junggeselle, fährt mit seinem altersschwachen Auto zur Erholung in ein Seebad der Bretagne. Eine Fülle grotesker Erlebnisse erwartet ihn, und oftmals ist er selber der Anlass dazu. Das kleine Hotel und der Strand bieten die Szenerie. Feriengäste, mit den Augen des Humoristen gesehen, sind die Darsteller ihrer selbst mit dem lärmenden Gehabe des Kleinbürgers, der Erholung sucht und statt dessen die rastlose Betriebsamkeit des Badeortes mitbewirkt. Hulot teilt sich ausschließlich über Gesten und Mimik mit.

| Mi 15.06., 19:30 |

 

 



BEZNESS

 

| Tunesien/ F 1992 | OmU | 100 Min.|
Regie: Nouri Bouzid |

 

 

Der Französische Fotograf Fred kommt nach Tunis, um eine Reportage über Bezness zu machen. Mit dieser Verballhornung von Business bezeichnen sich junge Gigolos, die sich bei europäischen TouristInnen ihr Geld als Liebhaber auf Zeit verdienen. Hinter dem touristischen Geschäft, das der junge Rufo scheinbar ohne Skrupel ausübt, verbirgt er doch seine Zerrissenheit. Die Doppelmoral zeigt sich erst im Verhältnis zur Familie und seiner Verlobten: mit einer rigiden und repressiven Moral verbietet er ihr das, was er für sich selbst an Freizügigkeit beansprucht. Bezness ist das Portrait der jungen Generation Tunesiens die zwischen den Werten der westlichen Konsumgesellschaft und den islamisch-arabischen Traditionen hin und hergerissen
werden.

| Mi 22.06., 19:30 |

 

 


 

LES VACANCES MALGRE TOUT

FerIEN TROTZ ALLEDEM

| Frankreich 2001 | OmeU | 68 Min. |
Regie: Malek Bensmail |

Vacances

 

Rückkehr in die Heimat? Im Jahr 1957 emigrierte ein junger Elektriker von Algerien nach Frankreich, wo seine fünf Kinder als französische Bürger geboren wurden und aufgewachsen sind. Derweil baute der Bruder Ali, der selber in Algerien geblieben ist, im Heimatdorf ein Haus für die Familie. Nun beschließt die Familie in Frankreich, dort erstmals Ferien zu machen. Die Reise ist wenig erholsam und das Zusammentreffen nicht so einfach. Es löst Unverständnis, hitzige Debatten und starke Emotionen auf beiden Seiten aus... so sehr, dass sich die Familie fragt, ob es noch möglich ist, in die fremde Heimat zurückzukehren.

| Mi 29.06., 19:30 |

 

 



Palästina

ATASH

DURST

| Palästina/ Israel 2004 | OmU | 110 Min. |
Regie und Buch: Tawfik Abu Wael | Kamera: Asaf Sudri | Schnitt: Galit Shaked-Shaul | mit Roba Blal, Hussein Yassin Mahajne, Amal Bweerat, Jamila Abu Hussin u.a.

Atash

 

Eine fünfköpfige palästinensische Familie lebt abgeschieden außerhalb eines nahe gelegenen Dorfes. Vor elf Jahren haben sie sich von der Gemeinschaft zurückgezogen, weil eine ihrer Töchter eine Liebschaft begann. Inzwischen beharrt allerdings nur noch der strenge Vater darauf, weiter in der Ödnis zu leben, während die anderen Familienmitglieder sich zunehmend auflehnen.
Der Regisseur nennt Bertolucci, Bergman und Tarkowskij als Vorbilder, deren Poesie sein Film anstrebte. Antonioni könnte man noch hinzufügen, und dennoch wirkt sein Film nicht wie für Europäer gemacht. Es sind vor allem seine Landsleute mit ihren oft noch quasi archaischen Wertmaßstäben, denen er mittels der ebenso sanften wie eindringlichen Inszenierung einen poetischen Spiegel vorhält.
ATASH hat mehrere internationale Preise erhalten, u.a. Preis der internationalen Filmkritik Cannes 2004; Bester Film beim Filmfestival in Jerusalem 2004.

| Mi 01.06., 19:30 | Do 02.06., 21:30 | So 05.06., 17:30 |

 

 

 


 

schreib mir mal! e-mail ans Kommunale Kino
kino@freiburger-medienforum.de
Startseite Kommnunales Kino Freiburg

Zurück zur
Startseite


Zuletzt bearbeitet am 25.05.2005 © vivasoft1997-2005 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de