Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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MITTWOCHSKINO

CineLatino - Festival des lateinamerikanischen Films

Lakonische und präzise Beobachtungen der Gegenwart, wenig zimperlich und einfallsreich in Szene gesetzt: Zum 12. Mal findet Ende April CineLatino, das bundesweit wichtigste Festival für den lateinamerikanischen Film, in Tübingen, Stuttgart, Heidelberg, Frankfurt und bei uns im Kommunalen Kino Freiburg (20. bis 27. April) statt. Im Fokus steht dieses Jahr Argentinien, eines der cineastisch wegweisenden Filmländer Lateinamerikas. Weitere herausragende und preisgekrönte Spielfilme, Dokumentar- und Kurzfilme aus Brasilien, Mexiko und Venezuela runden das Programm ab. www.filmtage-tuebingen.de

Wir danken dem Festivalteam CineLatino in Tübingen!

 

CineLatino
VOCES INOCENTES· RELATOS DESDE EL ENCIERRO· ADÁN Y EVA, TODAVIA· HABANA· Brasil Plural· MADAME SATÁ· LA NIÑA SANTA· EL INMORTAL· TRÓPICO DE CANCER· FAMILIA RODANTE· UNA DE DOS· TOUKI BOUKI

Cinema Africa
DIE REISE DER HYÄNE

 


 

 

 
 

VOCES INOCENTES

UNSCHULDIGE STIMMEN

| Mexiko 2004 | Regie: Luis Mandoki | OmU | 110 Min. |

 

El Salvador, Mitte der 80er Jahre. Chava ist 11 und wohnt in dem umkämpften Dorf Cuscatazingo. Nachdem sowohl sein Vater als auch sein Onkel in den Bürgerkrieg gezogen sind, wird Chava zum Familienoberhaupt. Da die Regierung nicht davor zurückschreckt, schon zwölfjährige Jungen zum Militärdienst einzuziehen, steht das Ende seiner Kindheit möglicherweise unmittelbar vor. Doch schon jetzt ist sein Alltag vom Kampf ums Überleben geprägt und sein Dorf ein Ort zwischen Spielplatz und Schlachtfeld. Während er sich vorsichtig in seine Klassenkameradin verliebt, rückt der Krieg immer näher.

Voces inocentes wurde auf der Berlinale 2005 mit dem Gläsernen Bären als bester Film im Wettbewerb 14plus ausgezeichnet.

| Mi 20.04., 19:30 |

 


 

 

RELATOS DESDE EL ENCIERRO

GESCHICHTEN AUS DER GEFANGENSCHAFT

| Mexiko 2004 | Regie: Guadalupe Miranda | OmeU | 78 Min.

 

In diesem einfühlsamen Dokumentarfilm berichten Frauen aus dem Bundesgefängnis Puente Grande in Jalisco, Mexiko, von ihrem Leben und ihren Verbrechen und erzählen uns von ihren Emotionen und Erfahrungen der Gefängniswelt. Sie vertrauen uns ihre ganz persönlichen Reflexionen über die menschliche Würde, das Überleben und das Konzept der Freiheit an.

RELATOS DESDE EL ENCIERRO erhielt den Preis für den Besten Dokumentarfilm in Biarritz 2004.

| Do 21.04., 19:30 |

 


 

ADÁN Y EVA, TODAVIA

ADAM UND EVA, IMMER NOCH

| Mexiko 2004 | Regie: Iván Ávila | OmeU | 97 Min. |

 

 

 ADÁN Y EVA, TODAVIA

 

Angenommen, Adam und Eva hätten vor der Vertreibung aus dem Paradies noch einen Apfel vom Baum der Unsterblichkeit gegessen: Wie könnte ihr Leben in der Gegenwart aussehen? Regisseur Iván Ávila verpflanzt das erste Paar der Menschheitsgeschichte ins heutige Mexiko Stadt. Der Alltag der beiden ist geprägt von Überdruss und Langeweile. Alles haben sie schon gesehen, alles haben sie schon ausprobiert, satt sind sie, gelangweilt. Sie schlagen sich die Zeit mit provokativen Sex-Spielchen tot ...

ADÁN Y EVA, TODAVIA wurde 2005 in 7 Kategorien für den Ariel, den mexikanischen Oscar, nominiert.

| Do. 21.04., 21:30 |

 


 

 

 

 

HABANA

HAVANA

| Venezuela 2004 | Regie: Alberto Arvelo | OmU | 78 Min. |

 Habana Havana

 

Salvador, ein Mann aus der Provinz, kommt nach Havanna, um seiner einzigen Tochter, die bald ihren neunten Geburtstag feiert, ein Paar Schuhe zu kaufen. Er zieht sein bestes Hemd an, setzt den Panamahut auf und macht sich auf den Weg.

Am Ende seiner Suche gönnt er sich einen guten Rum und ahnt nicht, was in dieser Nacht noch passieren wird. Havanna zeigt sich durch seinen ruhigen Blick von innen und außen. Zufall und Schicksal, Gewalt und Zärtlichkeit mischen sich zu kraftvoller Poesie.

| Fr 22.04., 19:30 | So 24.04., 21:30 |

 


 

 

 

Brasil Plural

| Kurzfilmprogramm in Zusammenarbeit mit Brasil Plural | OmU | Gesamtlänge ca. 100 Min. |

 

A LATA (BLECHBÜCHSEN) Leopoldo Nunes, São Paulo, 2003, 15 Min., OmU
Immer mehr Leute suchen nach alternativen Überlebensstrategien – leere Büchsen sammeln zum Beispiel.

NADA A DECLARAR (NICHTS ZU DEKLARIEREN) Gustavo Acioli, Ro de Janeiro, 2003, 9 Min., OmU
Portrait der brasilisanischen Elite, gezeichnet von einem Künstler in schwieriger Lage.

A HISTÓRIA DA ETERNIDADE (GESCHICHTEN DER EWIGKEIT)
Mit poetisch-metaphorischer Sprache soll eine Art falscher Ablaufplan den Zuschauer auf eine Reise ins Innere der menschlichen Instinkte führen.

Camilo Cavalcante, Pernambuco, 2003, 10 Min., OmU

CARRO FORTE (GELDTRANSPORTER) Mário Diamante, Rio de Janeiro, 2003, 12 Min., OmU
Vier Leben, verdichtet auf 4 Quadratmeter. Vier Menschen transportieren mitsamt ihren Träumen und Sehnsüchten so viel Geld, wie sie es in ihrem ganzen Leben nicht verdienen können.

JONAS Allan Sieber, Rio de Janeiro, 2003, 15 Min., OmU
Nur von einem uralten Foto kennt Jonas seine Großmutter. In dieser schrecklichen Nacht hätte er sie allerdings mehr denn je gebraucht.

O ENCONTRO (DIE BEGEGNUNG) Marcos Jorge, Paraná, 2002, 12 Min., OmU
Die Begegnung ist eine Beziehungskomödie, aber darüber hinaus auch ein Film über das Kino. Gesprochen wird im Film „Cinemanisch“, eine Phantasiesprache aus Wörtern und Namen der Filmgeschichte. Ein wahrer Leckerbissen für Filmliebhaber.

ALMAS EM CHAMAS (ENTFLAMMTE SEELEN)
Ein Feuerwehrmann wird in eine flammende Liebesgeschichte verwickelt, als er eine heißblütige Frau aus einem brennenden Gebäude rettet. Hitze und Rauch bringen sie in eine Stimmung voller Sex und Leidenschaft, unwiderstehlich, aber mit schrecklichen Folgen. Wer mit dem Feuer spielt...

Arnaldo Galvão, São Paulo, 2000, 11 Min., OmU

| Fr 22.04., 21:30 |

 


 

 

MADAME SATÁ

| Brasilien 2002 | Regie: Karim Aïnouz | OmU | 105 Min. |

 

MADAME SATÁ

 

 

Die Geschichte des Tansvestiten João Francisco dos Santos (1900 – 1976), alias Madame Satã, ist ein Mythos in Brasilien. MADAME SATÃ ist in den 30er Jahren in Rio de Janeiro angesiedelt, in dem Bohème-Viertel Lapa. Als schwarzer Mann, Travestiekünstler, stolzer Gangster, zum Gefängnis Verurteilter und Adoptivvater, verbrachte Dos Santos den größten Teil seines Lebens in den Straßen von Rio. Der Film gibt einen intimen Einblick in sein Leben und das seiner engen Freunde. Anhand der Person Dos Santos’, dessen Familiengeschichte von Sklaverei bestimmt war, untersucht der Film auch die pulsierende urbane afro-brasilianische Kultur, die in Rio de Janeiro nach der Abschaffung der Sklaverei (1888) entstanden war. Eine Kultur, erwachsen aus dem Widerstand gegen eine Gesellschaft, die nun keine Schwarzen mehr brauchte.

 

„Ein großartiges Portrait! Ramos´ Darstellung brennt sich noch lange in das Gedächtnis des Zuschauers ein!“ (New York Times)

In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Brasilianischen Kulturverein DONA FLOR

| Sa 23.04., 19:30 |

 


 

 

LA NIÑA SANTA

DAS HEILIGE MÄDCHEN

| Argentinien/ Spanien/ Italien 2004 | Regie & Buch: Lucrecia Martel | OmeU | 106 Min. |

LA NIÑA SANTA

 

 

Winter in La Cienaga. Nach den Chorproben treffen sich die Mädchen in der Kirche und sprechen über Glaube und Berufung. Amalia und Josefina sind 16 Jahre. Sie flüstern heimlich über das Küssen. Josefina stammt aus einer konservativen Familie. In ihrer Nähe wohnt Amalia mit ihrer geschiedenen Mutter Helena im heruntergekommenen Hotel Termas, das der Familie gehört. Dort trifft Amalia auf Dr. Jano, der zu einem Kongress in die Stadt gekommen ist. Amalia erkennt jetzt ihre Berufung: Sie muss Dr. Jano vor der Sünde bewahren. Und bald zappelt Dr. Jano in einem Netz aus guten Absichten. Und die Welt des respektierten Landarztes steht kurz vor dem Kollaps....

| So 24.04., 19:30 | Mo 25.04., 21:30 |

 


 

 

EL INMORTAL

DER UNSTERBLICHE

| Nicaragua/ Mexiko/ Spanien 2005 | Regie & Buch: Mercedes M. Rodríguez | OmU | 78 Min. |

Am 3. April 1983, um sechs Uhr früh, veränderte sich das Leben der Familie Rivera schlagartig. Sie frühstücken gerade, als plötzlich Schüsse fielen. Das war an sich nichts Ungewöhnliches, denn ihr Haus lag mitten im Zentrum des Kampfes zwischen den Contras und den Sandinisten.

 

Aber diesmal schlugen die Kugeln ganz in der Nähe ein. Und dann waren auch die Contras auch schon da und verschleppten fünf von sechs Kindern und den Vater...

Nach Kriegsende kamen alle wieder zusammen, aber die sozialen Bindungen hatten sich inzwischen so weit aufgelöst, dass sie nicht mehr zueinander fanden. Ein Film, der mit außergewöhnlichen Mitteln das tragische Schicksal dieser Familie als die Tragödie des ganzen Landes beschreibt.

| Mo 25.04., 19:30 |

 


 

 

TRÓPICO DE CANCER

NÖRDLICHER WENDEKREIS

| Mexiko 2004 | Regie & Drehbuch: Eugenio Polgovsky Ezcurra | OmeU | 54 Min. |

 

Ein stiller Bericht über das Leben einiger Familien in der Wüste von San Luis Potosí in Mexiko. Neben dem Highway 57, der wichtigsten Handelsroute Mexikos mit ihren schweren Trucks, leben Menschen zwischen Kakteen wie in prähistorischen Zeiten. Sie jagen mit selbstgebauten Fallen und Waffen Vögel, Nagetiere, Schlangen und Schildkröten. Was ihnen der Hunger nicht abverlangt, verkaufen sie am Straßenrand an wohlhabende Autofahrer.

TRÓPICO DE CANCER wurde als bester Dokumentarfilm auf dem Morelia Filmfestival in Mexiko ausgezeichnet.

| Di 26.04., 19:30 |

 


 

 

FAMILIA RODANTE

DIE ROLLENDE FAMILIE

| Argentinien 2003 | Regie: Pablo Trapero | OmU | 103 Min. |

 

FAMILIA RODANTE

 
 

 

Der 31-jährige Regisseur Pablo Trapero wird heute bereits mit dem legendären italienischen Regisseur Roberto Rossellini verglichen. Seine Filme MUNDO GRÚA und EL BONAERENSE – naturalistisch, aber poetisch – sind vielleicht die kraftvollsten des neuen argentinischen Kinos.

Eine Großfamilie bricht im selbst ausgebauten Campingmobil auf eine weit entfernte Hochzeit am Lande auf, von Buenos Aires in eine entlegene argentinische Provinz. Die Reise ist eine Belastungsprobe für den sozialen Zusammenhalt, denn bald schon brechen alte und neue Konflikte aus, bahnen sich Leidenschaften den Weg... Ein heiterer Roadmovie von lakonischer Sozialkritik!

| Di 26.04., 21:00 |

 


 

 

UNA DE DOS

ENTWEDER ODER

| Argentinien 2004 | Regie: Alejo Taube | OmeU | 88 Min. |

UNA DE DOS

 

 

Argentinien im Dezember 2001: In der Stadt Estación Cortez hält der Zug schon lange nicht mehr. Nur 80 km von Buenos Aires entfernt, in einem Land, das mit der Wirtschaftskrise unterzugehen droht, versuchen die Bewohner, ihr Leben wie eh und je weiterzuführen. Juan Martín, genannt der Blonde, versucht irgendwie mit „Gelegenheitsjobs“ zu überleben...

Der Dokumentarfilm UNA DE DOS wurde auf dem Festival „Internacional de Cine Independiente“ in Buenos Aires als bester Film prämiert, so wie auch auf dem Festival in Nantes und dem Filmfestival in Thessaloniki.

| Mi 27.04., 21:30 |

 


 

 

Mittwochskino: Cinema Africa

DIE REISE DER HYÄNE

Regie und Buch: Dijbril Diop Mambéty | Kamera Pap Samba Sow, Georges Bracher | Musik: Joséphine Baker, Mado Robin, Aminata Fall | mit Al Demba, Dieynaba Dieng, Assae Faya u.a.
| Senegal 1973 | OmU | 95 Min. |

 

Mory und Anta träumen davon, nach Paris ins «verheißene Land» zu gehen, das Josephine Baker besungen hat. Er ist Viehhirte, doch seine Herden wurden zum Schlachthof geführt. Seitdem treibt sich Mory mit dem Motorrad, das er zum Andenken an seine Zebus mit zwei Hörnern verziert hat, in der Stadt herum. Anta ist eine junge Studentin, die ebenfalls am Rande der Gesellschaft lebt. Liebe ist der einzige Reichtum der beiden, und so entschließen sie sich, alles zu unternehmen, um das nötige Geld für ihre Reise zusammenzubringen. Ein witziger Film über die romantische und aufregende Jugend in Senegal, vor allem aber auch eine politisch und sozial weitsichtige Reflexion über das Exil.

| Mi 06.04., 19:30 | Mi 12.04., 19:30 |

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 24.03.2005 © vivasoft1997-2005 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de