Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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MITTWOCHSKINO

CINEMA AFRICA

AUSSTELLUNG UND VORTRAG:

AFRICOME PIT-FALLS

Installation von Emeka Udemba

23. 03. - 07. 04. 2005

Eröffnung 23. 03. 2005, 19 Uhr
Galerie im Alten Wiehrebahnhof

Die Mixed-Media-Installation PIT-FALLS mobilisiert die Fantasie des Betrachters. In Udembas eigenwilliger Anordnung von Alltagsgegenständen, Objekten, Bildern, Fotos und Video entstehen Zeichenfallen zwischen den Insignien der westlichen Zivilisation. Der Betrachter fühlt sich unweigerlich ertappt.

Emeka Udemba, 1968 in Nigeria geboren, studierte freie Kunst in Lagos und lebt in Kirchzarten. Zurzeit beteiligt an Ausstellungen in Bamako und Nantes; im April leitet er einen Workshop im Goethe-Institut/Lagos über Kunst im städtischen Raum.

anschließend 20 Uhr, Kino:

GLEICHZEITIG IN AFRIKA

Vortrag mit Videobeispielen von Christian Hanussek

Viele KünstlerInnen in Afrika haben sich in unabhängigen Gruppen und Initiativen organisiert. Sie arbeiten in Millionenstädten oder winzigen Dörfern. In Ermangelung abgegrenzter Kunst-Orte gehen sie mit ihren Projekten in den öffentlichen Raum und thematisieren politische und soziale Realitäten.

Wie stark beziehen sich die afrikanischen KünstlerInnen auf den Westen und wie werden sie in der Kunstszene wahrgenommen? Viele emigrieren und leben in der Diaspora - der positiv besetzte Begriff postuliert eine mögliche Überwindung der Dichotomie westlicher und "anderer" Kultur. Die Rolle dieser KünstlerInnen ist aber komplex und gerade auch sie reproduzieren oft Klischees von Ethnizität.

Christian Hanussek lebt als bildender Künstler in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen über zeitgenössische Kunst aus Afrika. Er betreut eine Veranstaltungsreihe, die aktuelle afrikanische Kunst in Deutschland präsentiert (Africome, Bundeszentrale für politische Bildung).

In Kooperation mit Südwind Freiburg e.V.

 

Als Ergänzung zu dieser Doppelveranstaltung zeigen wir im Mittwochskino Filme, die das Verhältnis zwischen Afrika und den westlichen Ländern thematisieren.

BEFREIEN SIE AFRIKA · ICH UND MEIN WEISSER · FAAT KINÉ · FERIEN IN DER HEIMAT

 

BEFREIEN SIE AFRIKA

| Deutschland 1999 | 83 Min. |
Regie: Martin Baer

 

Ein Film über den deutschen "Mythos Afrika": 500 Ausschnitte aus Spielfilmen, Reportagen, Dokumentationen, Comics, Werbespots, Musikvideos und Computerspielen illustrieren die deutschen Afrika-Imaginationen vom Zweiten Weltkrieg bis heute: darunter bisher unveröffentlichtes Material aus ost- und westdeutschen Archiven. Kriegsveteranen, Legionäre und Offiziere erzählen von ihrem (deutschen) Traum von Afrika. Eine filmische Collage über deutsche Militärpolitik in Afrika und über die Wechselwirkung von Politik und Populärmythen.

"Der Film ist eine komische, traurige und politische Reise in ein selten durch Klarheit, immer durch Klischees und Selbstherrlichkeit bestimmtes Bewusstsein."

| Mi 02.03., 19.30 |

 


 

ICH UND MEIN WEISSER

MOI ET MON BLANC

| Burkina Faso 2003 | OmU | 90 Min. |
Regie und Buch: S. Pierre Yameogo | Schnitt: M. Pinto | Kamera: J. Hassler | mit S. Bayala, P.-L. Rajot, A. Roussel u.a. |

Ich und mein Weißer

 

Mamadi ist ein junger Mann aus Burkina Faso. Er studiert in Paris und gehört zu den besten an der Uni. Als das Stipendium von zu Hause ausbleibt, muss er sich mit Schwarzarbeit in einem Parking das Leben finanzieren. Hier lernt er die "Unterwelt" kennen und den Franzosen Franck, mit dem er nach einem großen Geldfund nach Afrika abhaut.

"Es gibt eine sehr schöne Karikatur: ein Schwarzer und ein Weißer stehen sich gegenüber. Der Weiße sagt da zum Schwarzen: "Du schwarz!". Worauf der Schwarze antwortet: "Ich weiß." Ich und mein WeiSSer ist eine stimmige Komödie, die in Paris beginnt und in Ouagadougou endet. Der Burkinabe Pierre Yameogo zeichnet darin Konturen von zwei Welten nach, in denen jede seiner beiden Figuren einmal in die Minderheit versetzt ist. So witzig der Titel, der nicht zuletzt an Jean Rouchs Moi un noir aus den 50er Jahren erinnert, so unterhaltsam die Handlung des Films. Es ist ein lockerer Tonfall, den Yameogo ganz bewusst eingeschlagen hat. Er spielt mit Elementen des Alltags hier und dort und lässt uns schmunzeln über das eigenartige Paar, das da eher zufällig eine Freundschaft entwickelt." (Walter Ruggle). Publikumspreis beim Festival Panafricain de Ouagadougou (FESPACO).

| Mi 09.03., Sa 12.03., 19.30 |

 


 

FAAT KINÉ

| Senegal 2001 | OmU | 120 Min. |
Regie: Ousmane Sembene | mit V. Seye, M. N. Diop, T. Ndiaye

FAAT KINÉ

 

Mit feinem Gespür für Blicke, Mimik und Gesten porträtiert der senegalesische Altmeister des afrikanischen Films drei Frauen-Generationen einer gut situierten Großfamilie. Mit Humor und harscher Kritik an der patriarchalischen Gesellschaft unterstreicht er seine Überzeugung, dass es die Frauen sind, die Afrika voranbringen werden.

Die Titelheldin ist schön, wohlhabend, hat Erfolg und wird als Chefin einer Tankstelle in Dakar von den Männern umschwärmt. Doch seit die Väter ihrer beiden fast erwachsenen Kinder abgehauen sind, will Kiné von der Liebe nichts mehr wissen. Dennoch klopft das Glück fast penetrant an ihre Tür ...

FAAT KINÉ ist der zweite Film einer Trilogie mit dem Titel "Héroisme au quotidien" (alltägliches Heldentum), die Ousmane Sembene den afrikanischen Frauen gewidmet hat.

| Mi 16.03. 19.30 | Do 17.03. 21.30 |

 


 

FERIEN IN DER HEIMAT

VACANCES AU PAYS

| Kamerun 2000 | OmU | 75 Min. |

Ferien in der Heimat

 

Regie: Jean-Marie Téno

Vacances au pays ist eine tagebuchartig gestaltete Reise, auf der sich der Filmemacher Jean-Marie Téno nach Jahren der Abwesenheit zurück in seine Heimat Kamerun begibt, auf die Suche nach dem Fantasma der Modernität, von dem sein Volk besessen ist. Mit spitzer Zunge, Ironie und einer gewissen Traurigkeit auch hinterfragt Téno den Entwicklungsbegriff, der in Afrika mit einer "tropischen Modernität" in Verbindung gebracht wird. Alles, was aus Europa oder Nordamerika kommt, ist modern - alles, was heimisch ist und gleichzeitig ›archaisch‹, muss verschwinden. Vacances au pays ist eine persönliche und ausgesprochen anregende Reflexion über den Drang zur Modernität und über ein problematisches Entwicklungsmodell.

| Do., 24.03., 19.30 | Mi., 30.03., 19.30 |

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 26.02.2005 © vivasoft1997-2005 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de