Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
Urachstr. 40
79102 Freiburg
Tel. 0761 - 709033

kino@freiburger-medienforum.de

 

kino avantgarde

MAKABERE GESCHICHTEN & MENSCHLICHE ABGRÜNDE

Zwei ganz unterschiedliche Filme diesmal in unserem Programm in der Rubrik "kino avantgarde". Ungewöhnlich für die Reihe insofern, dass beide eine "Geschichte" im ganz klassischen narrativen Kontext erzählen. Unterschiedlich die beiden Filme jeweils von ihrer formalen und ästhetischen Arbeitsweise her. Was sie verbindet: Beide erzählen äußerst makabere Geschichten von menschlichen Abgründen.

Wir freuen uns ganz besonders, dass Uli Urech anwesend sein wird, um seinen erst vor kurzem in einem Basler Spital uraufgeführten Film HUNDEÖL in Freiburg vorzustellen.

| Die Ausstellung Gary Goldberg aus unserem Februarprogramm läuft noch bis zum 10.03. in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof, zu den Caféöffnungszeiten |

 

SISI AUF SCHLOSS GÖDÖLLÖ · HUNDEÖL

 


 

SISI AUF SCHLOSS GÖDÖLLÖ

| Österreich/Deutschland 1994 | 40 Min. |
Regie und Buch: Christian Frosch | Kamera: Johannes Hammel | Schnitt und Musik: Michael Palm | mit Ursula Ofner

 

Christian Frosch zerlegt in seinem SISI-Film nicht nur lustvoll Kaiserin und Heimatkino, sondern weiß außerdem mit farblicher, musikalischer und mimischer Gestaltung zu überraschen. Ursula Ofner gibt, in wundervoller Selbstüberhöhung, die dekadente Regentin. Eine symmetrische, selbstironische Heimatoperette, die man nach einer Dürer-Madonna farbabgestimmt und nach allerlei Körpersäften choreografiert hat.

 


 

 

HUNDEÖL

| Schweiz 2005 | 27 Min. |
Regie, Kamera und Schnitt: Uri Urech | mit Paul Blair, Uri Urech

Hundeöl  
 

HUNDEÖL basiert auf eine Kurzgeschichte von Ambrose Biere, einem der Großmeister des rabenschwarzen Humors und Horrors.

Was der Schweizer Regisseur und Videokünstler Uri Urech aus der Vorlage gemacht hat, dürfte durchaus als Beispiel einer gelungenen Übertragung einer Literatur-Vorlage in das Medium Film gelten. Die Geschichte ist haarsträubend und unglaublich. So absurd und brutal, dass man schon fast wieder denken möchte, nur die Realität kann solche Monstrositäten hervorbringen. Urechs Film überträgt die Geschichte in den Monolog einer verzweifelten Seele, visualisiert sie in dunklen alptraumhaften Bildern. Ein "Fake"-Dokumentar-Film? Inszenierte Wirklichkeit?. Ein Tanz über dem Abgrund, obwohl niemand innerhalb des Geschehens Böses möchte, vielmehr ist die Sehnsucht nach der Perfektion der eigenen Arbeit die treibende Feder, die Ereignisse ins Rollen bringt. Bleibt nur die Frage offen, wofür überhaupt HUNDEÖL gut sein soll bzw. ob dieses Produkt jemals offiziell hergestellt wurde. HUNDEÖL ist Öl gewonnen aus Hunden.

| Di., 15.03., 19.30 zu Gast: Uri Urech, Basel |

 

 

 


 

schreib mir mal! e-mail ans Kommunale Kino
kino@freiburger-medienforum.de
Startseite Kommnunales Kino Freiburg

Zurück zur
Startseite


Zuletzt bearbeitet am 26.02.2005 © vivasoft1997-2005 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de