Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
Urachstr. 40
79102 Freiburg
Tel. 0761 - 709033

kino@freiburger-medienforum.de

 

Zwischenbilanz Ost

Zur Vortragsreihe an der Albert-Ludwigs-Universität

Die laufende Vortragsreihe zu Stand und Zukunftsperspektiven der ökonomischen und gesellschaftlich-politischen Entwicklung der neuen Bundesländer im fünfzehnten Jahr der Einheit umfasst im Januar drei Vorträge. Wir zeigen dazu in Kooperation mit dem Colloquium politicum im Studium generale der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg neben GOOD BYE, LENIN! zwei aktuelle Dokumentarfilme, die versuchen, Alltag und Lebenszustände der Gegenwart konkret zu bilanzieren.

 

Good bye Lenin · Neustadt Stau der Stand der Dinge · No Exit

 

 

Good bye Lenin

Regie: Wolfgang Becker | Buch: B. Lichtenberg | Kamera:
M. Kukula | Schnitt: P.R. Adam | mit D. Brühl, K. Saß, F. Lukas, C. Khamatova u.a.

| Deutschland 2002 | 121 Min. |

Good Bye Lenin



In den letzten Tagen der DDR fällt die Mutter eines 21-jährigen Ostberliners ins Koma und wacht erst nach der Vereinigung wieder auf. Um fortan ihr schwaches Herz zu schonen, gaukeln ihr der Sohn und die Tochter vor, dass die DDR noch existiere, was beiden aber zunehmend schwerer fällt. Diese schöne Grundidee führt zu einer tragikomischen Abfolge von Ereignissen, die die DDR trotz aller Makel als verlorene Heimat zeigt. Eine warmherzige melancholische Komödie mit ansprechenden Ideen und hervorragenden darstellerischen Leistungen.

| Mi 05.01., 21.30 | Do 06.01., 19.30 | So 09.01., 21.45 | Mi 12.01., 21.30 |



 

Neustadt.

( Stau – Der Stand der Dinge )

Regie & Buch: Thomas Heise | Kamera: Peter Badel | Ton: Uve Haußig | Schnitt: Gudrun Steinbrück |

| Deutschland 2000 | 88 Min. |

 

In STAU–JETZT GEHT’S LOS porträtierte Thomas Heise 1992 Jugendliche aus Halle-Neustadt, die als rechtsradikal galten und sich selbst auch so definierten. Der Film ging der Frage nach, wer die Menschen hinter dieser ideologischen Festlegung sind. Die Fortsetzung NEUSTADT. STAU – DER STAND DER DINGE will die Entwicklung der damaligen Jugendlichen und die ihrer Eltern durchschaubar machen – in ihrer Brüchigkeit, aber auch in ihrer Kontinuität. Der Film beobachtet nicht nur das »fremde rechte Wesen«, sondern auch den vielfach fremden Alltag.
Thomas Heise porträtiert neue Protagonisten und damals Beteiligte, von denen inzwischen viele die Öffentlichkeit scheuen, weil sie negative Erfahrungen mit Medien gemacht haben. Thomas Heise versucht, ihr tatsächliches Lebensumfeld zu zeigen. Einige möchten nicht in die rechte Ecke gestellt werden, viele machen Schwarzarbeit, andere arbeiten in leitender Position. Von den damals Beteiligten erklärten sich Konrad, jetzt wichtigste Figur der rechten Szene in Halle und Aktivist im »Freiheitlichen Volksbund«, sowie Angehörige der Großfamilie Gleffe, die schon im letzten Film Hauptfiguren waren, zu Filmaufnahmen zu NEUSTADT. STAU – DER STAND DER DINGE bereit.

| Fr 14.01., 19.30 | Sa 15.01., 21.30 |

 


 

NO EXIT

Regie und Buch: Franziska Tenner | Kamera: Peter Przybyl | Dramaturgie: Olaf Winkler | Schnitt: Dietrich Körner

| Deutschland 2003 | 100 Min. |

No Exit

 

Ein Jahr lang hat Franziska Tanner die rechtsextreme »Freie Kameradschaft Frankfurt (Oder)« begleitet. Der Dokumentarfilm NO EXIT zeigt die neue Strategie von rechten Parteien, die ein gesellschaftliches Defizit ausfüllen wollen. Das soziale Engagement von privat organisierten und von rechten Parteien gelenkten »Freien Kameradschaften« führt zu gesellschaftlicher Akzeptanz. Durch Unterschriftenaktionen gegen Kinderschänder oder Singen im Altersheim wird das klassische Schlägerfeindbild des »Neonazis« nicht nur in der Öffentlichkeit revidiert. NO EXIT zeigt, wie wirkungsvoll und gefährlich diese Entwicklung ist.

| Do 20.01., 19.30 | So 23.01., 17.30 | Fr 28.01., 19.30 |

 

 





schreib mir mal! e-mail ans Kommunale Kino
kino@freiburger-medienforum.de
Startseite Kommnunales Kino Freiburg

Zurück zur
Startseite


Zuletzt bearbeitet am 22.12.2004 © vivasoft 1997-2005 Schreib mal wieder info@vivasoft.de