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kino avantgarde

Januar 2005 »Hans Richter - Film ist Rhytmus«

 

Dreams that Mony can buy · 8X8. A Chess Sonata in 8 Movements

 


 

Dreams that Money can buy

( Träume zu verkaufen, Träume für Geld )

Regie: Hans Richter | Buch: H. Richter, Max Ernst, Fernand Léger, Man Ray, Marcel Duchamp & Alexander Calder | Musik: Louis Applebaum, Paul Bowels, John Latouche, Darius Milhaud, John Cage, Edgar Varèse, David Diamond & Duke Ellington | mit Max Ernst, Alexander Calder, Bernard Friend, Ruth Sobotka, Jack Bittner, Dorothy Griffith

| USA 1944 – 47 | 83 Min. | OmU |

 

 

Joe, ein junger Mann, vom Glück verlassen, entdeckt seine Macht, Träume herzustellen und beginnt damit einen Handel. Dies die einfache Rahmenhandlung eines der eigenwilligsten und extravagantesten Werke der Filmgeschichte. Auch wenn Richter für diesen Film nur wenig Geld zur Verfügung hatte, konnte er eine große Anzahl seiner alten Freunde für die Mitarbeit gewinnen. Sieben Träume beinhaltet der Film und jeder dieser Träume wurde von Richter in Zusammenarbeit mit einem befreundeten Maler oder Bildhauer verfilmt. Jede Episode erhielt wiederum ihren eigenen Komponisten was zu einer eigenwilligen Ansammlung ganz unterschiedlicher Personen der Avantgarde Szene führte. Jeder der Künstler konnte sein Lieblingsmotiv in filmischer Form behandeln: Calder zum Beispiel kreiert ein attraktives Ballet für seine puppenähnliche Mobile. Duchamp arbeitet an Variationen seines Themas »Nackt geht eine Treppe hinunter«. Man Ray macht sich über das Kino lustig, mit einem Publikum, das die Filmanweisungen genaustens befolgt, während Léger wahrhaft surreal die Regeln für populäre Romane verhaften lässt.

| Di 11.01., 19.30 | Do 13.01., 21.30 | Sa 15.01., 17.30 |

 


 

 

8 x 8.

( A Chess Sonata in 8 Movements )

Regie, Buch & Schnitt: Hans Richter | Musik: Robert Abramson, John Gruen, Douglas Townsend | mit Hans Arp, Paul Bowles, Alexander Calder, Julius Carlebach, Jean Cocteau, Marcel Duchamp, Dorothea Tanning, Max Ernst

| USA 1952 – 57 | 70 Min. | OF |

 
8x8
 
   
 

8 x 8 ist ein weiteres Spätwerk von Hans Richter, einem der ganz großen deutschen Avantgardisten der 20er Jahren, auch diesen Film realisierte er im Exil in der USA.
8 X 8, das Schachbrett auf dem das Spiel der Gegensätze der Zu- und Umfälle, der Könige und Bauern, der Frauen und Männer, der Rückzüge und Erfolge, der unendlichen Kombinationen des Lebens vorgeführt wird. Auch in diesem Film in acht Episoden geht es Richter darum, die Kraft innerer Wirklichkeit sichtbar zu machen. Fast noch raffinierter als die Farbe wird hier der Ton eingesetzt. In einer Episode werden die Geräusche einer Verkehrsstockung am Broadway mit den Bewegungen von Calders Mobiles zu einer Einheit verknüpft. Jean Cocteau spielt in einer von ihm selbst gestalteten Szene den Bauern, der beim Erreichen des achten Feldes in eine Königin verwandelt wird. Diesen Vorgang untermalt Richter mit Sätzen aus einem Schachbuch, die in verschiedenen Sprachen und Rhythmen, vorwärts und rückwärts, durcheinander und schließlich unisono gesprochen werden.

| Di 18.01., 19.30 mit Einführung | Do 20.01., 21.30 | Sa 22.01., 17.30 |

 

 




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