Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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Mittwochskino

DER KAIROS-FILMVERLEIH STELLT SICH VOR

Kairos Film

Kairos-Filmverleih – so nennt sich der engagierte Verleih, der 1995 gegründet wurde und sich zum Ziel setzt, Filme »mit Eigenschaften« ins Kino zu bringen, für ein Publikum, das Lust auf filmische Entdeckungsreisen jenseits der Mainstream-
Massenware hat, wie Kairos es selbst formuliert. Der Verleih hängt eng mit dem Kommunalen Kino »Lumière« Göttingen
zusammen und ist ursprünglich aus dessen internationaler Recherche- und Programmarbeit hervorgegangen. Das mittlerweile sehr umfangreiche Repertoire umfasst Erstlingswerke junger Filmemacher ebenso wie Filme international anerkannter Regisseure wie Mohsen Makhmalbaf (Iran), Alex van Warmerdam (Niederlande), Eliseo Subiela (Argentinien), Oliver Assayas (Frankreich), James Ivory (Großbritannien). Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei das junge europäische Kino, Filme aus Lateinamerika, Afrika und dem Iran.
Seit 2002 sind die Göttinger ständiger Kooperationspartner von trigon-film, dem renommierten Schweizer Verleih für das »Kino des Südens«. Ein besonderes Charakteristikum ist, dass alle Filme in der jeweiligen Originalfassung mit deutschen Untertiteln ins Kino kommen. Kairos wurde 1998 und 2000 mit dem Verleihpreis des Bundesinnenministeriums ausgezeichnet. Im Dezember und Januar werden wir eine Auswahl von Filmen aus dem Programm des Kairos-Filmverleihs vorstellen: Preisgekrönte Spielfilme aus außereuropäischen Ländern. Ganz besonders freuen wir uns auf zwei Previews: WODKA LEMON und NOVEMBER, die bisher nur auf Filmfestivals zu sehen waren und ihre offiziellen Kinostart-Termine erst 2005 haben werden.
Begleitend zu den Filmen präsentieren wir in unserer Galerie und im Café Alter Wiehrebahnhof Filmplakate aus dem Kairos Verleihprogramm.

WODKA LEMON · DER TAG, AN DEM ICH ZUR FRAU WURDE · AFRICAN BLUES · DIE STRATEGIE DER SCHNECKE · NOVEMBER

 


 

WODKA LEMON

( VODKA LEMON )

Regie und Buch: Hiner Saleem I Kamera: C. Pollock
Musik: M. Korb I mit R. Avinian, L. Sarkissian, I. Franek u.a.

Armenien/F 2003 I (kurd.-armen.-russ.) OmU I 88 Min.

Wodka Lemon

 

Ein kleines, überwiegend von Kurden bewohntes armenisches Dorf im Kaukasus. Hier ist jeder damit beschäftigt, während des harten Winters irgendwie über die Runden zu kommen. So auch Hamo, ein rüstiger 60-jähriger Witwer, der mit unverwüstlicher Lebensfreude und Energie versucht, irgendwie zu überleben, auch wenn dabei fast sein gesamter Hausrat nach und nach durch den Schnee zum Flohmarkt wandert. Auf dem Friedhof lernt er eines Tages Nina kennen, die in einem zugigen Kiosk Wodka Lemon verkauft...
Eine wunderbar skurrile Tragikomödie voll lakonischem Witz und Zärtlichkeit. Mit unverwüstlicher Energie und Lebensfreude stemmen sich Hamo und Nina, die man beide als Zuschauer sofort ins Herz schließt, gegen alle Widrigkeiten ihrer Existenz. Regisseur Hiner Saleem stammt aus dem kurdischen Irak und hat einen Blick für die karge Schönheit der schneeverwehten Berglandschaft des Kaukasus. Am Schluss gönnt er den beiden Liebenden ein poetisch-surreales Happy-End und bringt ein Klavier zum Tanzen.

I Mi 08.12., 19.30h I Sa 11.12., 21.30h I


 

DER TAG, AN DEM ICH ZUR FRAU WURDE

Regie: Marziyeh Meskini I Buch: M. Makhmalbaf
Kamera: E. Ghafor, M. Ahmadi I Musik: M. R. Darvishi
mit F. C. Akhar, S. Toloui, A. Sedighi u.a.

I Iran 2000 I OmeU I 74 Min. I
Der Tag an dem ich zur Frau wurde

 

Drei Episoden über Frauen in unterschiedlichem Alter auf der iranischen Insel Kish im Persischen Golf: das Mädchen Hava genießt die letzten Minuten seiner Freiheit als Kind, die ihm als 9-jähriger »Frau« verwehrt werden wird. Eine schwarzverhüllte Frau, Yahoo, nimmt an einem Fahrradrennen teil. Auf der Insel Kish gibt es den einzigen Radweg im Iran, den auch Frauen benutzen dürfen. Ihr Ehemann und der gesamte männliche Clan versuchen, sie zum Absteigen und Aufgeben zu zwingen. Eine alte Frau namens Hoora hat geerbt und will sich endlich kaufen, was sie sich ihr Leben lang nicht leisten konnte. Nach einer umfangreichen Einkaufstour türmen sich Möbel, Elektrogeräte, Geschirr in grotesker Häufung am Strand, wo Hoora erschöpft erst einmal Rast macht.
Drei Frauen, drei Lebensabschnitte, drei Schicksale – eindringlich, surreal und tragikomisch. Der Film der iranischen Regisseurin Marziyeh Meshkini gewann nach seiner Premiere beim Filmfestival von Cannes zahlreiche internationale Preise.

I Mi 15. 12., 19.30 I Fr 17.12. 19.30 I Di 21.12., 21.45 I


 

AFRICAN BLUES

( JE CHANTERAI POUR TOI )

Regisseur Jacques Sarasin hat Boubacar Traouré auf seinen Reisen durch Mali begleitet und lässt Freunde und prominente Musikerkollegen wie Ali Farka Touré zu Wort kommen. Buch und Regie: Jacques Sarasin I Kamera: Stephan Oriach
mit Boubacar Traouré, A. Farka Ouré, B. Sissoko u.a.

I Frankreich/Mali 2002 I OmUI 76 Min. I

African Blues

 

Boubacar Traouré ist wieder ein Star. In den 60er Jahren lauschten die Menschen in Mali jeden Morgen seiner melancholischen Stimme im Radio. Er sang von der Unabhängigkeit seines Landes und ermutigte seine Landsleute zurückzukehren, um die Heimat wiederaufzubauen. »KarKar« nannten sie ihn, »schwarze Jacke«, und jeder Malinese seiner Generation erinnert sich daran, zu seinen Hits »Mali Twist« und »Kayes Bar« getanzt zu haben. Mit dem frühen Tod seiner geliebten Frau Pierrette änderten sich sein Leben und seine Musik. Der frühere »afrikanische Elvis« erfand für sich in sehr persönlichen Liedern den African Blues, trat aber nicht mehr öffentlich auf, verdiente als Kleinhändler und Bauarbeiter mühsam seinen Lebensunterhalt. Bis ein begeisterter Musikproduzent den fast verschollenen Künstler aufspürte und zurück in die Öffentlichkeit brachte. Mit Konzerten und neuen Aufnahmen ist der wiederentdeckte Boubacar Traouré jetzt populärer als je zuvor. Für seine treuen Fans ist er ohnehin nie fort gewesen.

I Mi., 22.12. 19.30h I Sa., 25.12., 21.30h I


 

DIE STRATEGIE DER SCHNECKE

( LA ESTRATEGIA DEL CARACOL )

Buch und Regie: Sergio Cabrera I mit F. Ramírez, F. Cabrera,
F. Lemaitre, H. Dorado u.a.

I Kolumbien 1993 I OmU I 115 Min. I

 

Ein altes Mietshaus in einem Vorort der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Der Besitzer, ein neureicher Yuppie, will das Haus entmieten, die Bewohner auf die Straße setzen, doch in der »Casa Uribe« lebt eine bunt zusammengewürfelte Schar: Jacinto, der alte Anarchist; Romero, ein Anwalt ohne Zulassung, der aber alle Gesetzestricks kennt; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft;
eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt – und ein Wunder
geschieht... Sie alle besitzen keine Chance, aber sie nutzen sie. Denn der Anarchist Jacinto entwickelt einen schlitzohrig-
genialen Plan, wie man die noch verbleibende Zeit bis zum angedrohten Rauswurf nutzen kann: DIE STRATEGIE DER SCHNECKE...
Ein Film mit umwerfendem Witz und lateinamerikanischen Charme, populäres lateinamerikanisches Kino im besten Sinne des Wortes: politisch engagiert, aber gleichzeitig mit viel Kraft und Spaß inszeniert.

I Mi., 29.12., Sa., 1.1. 05, 19.30 I So., 2.1. 05, 21.30
zum letzten Mal in Deutschland im Kino! I


 

NOVEMBER

( NOVIEMBRE )

Regie: Achero Mañas I mit Ó. Jaenada, I. Rubio, P. Lorena

I Spanien 2004 I OmU I 104 Min. I

 

 

Madrid in den Neunzigern: Alfredo will Schauspieler werden. Die Schauspielschule verlässt der begabte, charismatische junge Mann jedoch schon bald wieder, um seine ganz eigene Art von Theater zu machen: freies, unabhängiges Straßentheater, engagiert und ohne Kompromisse. Voller Ideen und Ideale gründet er die Compagnie »Noviembre«, die mit ihren schrägen, provozierenden Stücken schon bald Aufsehen erregt, allerdings auch bei der Polizei. Ein Auftrittsverbot führt schließlich zur Zerreißprobe mit tragischen Folgen...
Nach wahren Begebenheiten und mit tollen spanischen Nachwuchsdarstellern erzählte Story um junge Theaterrebellen, die unter die Haut geht – und ganz bestimmt nicht nur den Theaterfans.

I So 2.1., 19.30 I Fr 7.1., 21.30 I

 

 




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Zuletzt bearbeitet am 25.11.2004 © aptum 1997-2004 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de