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Ausstellung und Filme

UFA – FILMARCHITEKT ANTON WEBER

Anton Weber -- Ein Freiburger als UFA-Architekt

( Freitag, 22. Okt. - Sonntag, 14. Nov. 2004 / Vernissage: Freitag, 22. Okt. 2004, 20.00 / Einführung: Hans-Jürgen Tast )

Anton Weber, 1904 in Bollschweil bei Freiburg geboren, war ein äußerst vielseitiger Künstler. Malerei-Studium in Karslruhe. UFA-Filmarchitekt in Babelsberg und Rom. Nach dem Krieg Filmproduzent in Freiburg/Brsg. Dort aber auch als Text-Autor aktiv. Seine letzten Lebensjahre verbringt er in Fréland, Elsass, wo er zusammen mit Edith Lechtape eine Werkstatt für Fotokunst, das »laboratoire imagier«, gründet und dort dann 1979 stirbt.
In dieser Ausstellung wird erstmals ein Überblick über das Werk von Anton Weber, mit Schwerpunkt auf seinem Filmschaffen, vorgestellt.

Biografie von Anton Weber
Am 30 Aug. 1904 im badischen Bollschweil bei Freiburg geboren. Umzug der Familie nach Ettlingen (bei Karlsruhe). Malerei-Studium an der »Badischen Landeskunstschule« Karlsruhe. Hier enge Zusammenarbeit, so z.B. 1930 bei der Künstlerzeitschrift »ZAPKO«, mit seinem Professor Karl Hubbuch und seinen Kommilitonen Erwin Spuler und Marta Kuhn. Erste Foto-Aufnahmen, z.B. 1928 »Filmstudien«. Der Duktus dieser umfangreichen Bild-Serie mit Selbstinszenierungen von Marta Kuhn, ab Silvester 1931 seine Ehefrau, lehnt sich dabei eher an den Expressionismus in Malerei und Stummfilm als an die gerade aufkommende »Neue Sachlichkeit« an.
Dez. 1933 Umzug nach Berlin. Dort Ausbildung bei dem Bühnenbildner und Filmausstatter Robert Herth. 1936-1945 »UFA«-Filmarchitekt in Potsdam-Babelsberg und Rom (z.B. bei den Spielfilmen »La Habanera«, »Stukas«, »Unter den Brücken«, »Das Leben geht weiter«).
Ab 1948 Mitinhaber der A.G.F.-Filmproduktions-Gesellschaft in Freiburg/Brsg., die nach den beiden Spielfilmen »Wohin die Züge fahren« und »Nach Regen scheint Sonne« (1949) Kultur-Programme für Kino und TV herstellt. Daneben ist Anton Weber (oft unter wechselnden Pseudonymen) als Autor tätig, u.a. verfasst er Hörspiele.
Während der Ausstellung in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof zeigen wir aus dem Archiv der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zwei seiner Hauptwerke, UNTER DEN BRÜCKEN und im November LA HABANERA.

In Zusammenarbeit mit dem location office region freiburg und mit freundlicher Unterstützung
durch das Hotel am Rathaus.

 


 

Unter den Brücken

 

| Regie: Helmut Käutner | Buch: W. Ulbrich, H. Käutner, nach dem Manuskript »Unter den Brücken von Paris« von Leo Forgue | Kamera: I. Oberberg | mit H. Schroth, C. Raddatz, G. Knuth, U. Grabley, H. Knef u.a.

| Deutschland 1945 | 100 Min. |


Die beiden Havelschiffer Hendrik und Willy begegnen eines Tages der jungen Anna, die einen recht unglücklichen Eindruck macht. Es gelingt den beiden, sie zu überreden, mit ihnen gemeinsam auf dem Frachtkahn mitzufahren ...
UNTER DEN BRÜCKEN ist eine sensibel umgesetzte Liebesgeschichte, die – ähnlich wie viele italienische Werke jener Zeit – einen starken Hang zum Neorealismus besitzt. Der Film wurde in den Monaten Mai bis Oktober 1944 auf der Havel in der Nähe von Berlin gedreht, und es kostete den Regisseur alle Mühe, mit der Kamera nach den verheerenden Zerstörungen überhaupt noch intakte Brücken und unzerstörtes Gelände zu finden. Immer wieder musste das Drehteam die Aufnahmen unterbrechen, während über seine Köpfe hinweg die alliierten Bomberströme flogen und dann wieder abschwenkten. Schauspieler Carl Raddatz erinnerte sich an die seltsame Atmosphäre, die während der Aufnahme herrschte: »Wir haben damals alle mit großer Liebe an den BRÜCKEN gearbeitet. Unsere Motive, Glienicker Brücke, die ganze Havel, Ketzin, Havelwerder, es war eine idyllische, fast romantische Drehzeit ...«

| Fr 22.10., 21.00 | Sa 23.10., 17.30 | So 24.10., 19.30 |

 

 





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Zuletzt bearbeitet am 27.09.2004 © aptum1997-2004 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de