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Mittwochskino - Neueste Filme aus Lateinamerika

The Man Who Copied · Geschichten aus Jave · Los Guantes Magicos

 


 

The Men who Copied

(O HOMEM QUE COPIAVA)

 

Regie und Buch: Jorge Furtado. Kamera: A. Sernambi
Montage: G.A. Brasil. Musik: L. Henkin. mit L. Ramos, L. Leal, L. Piovani u.a.

Brasilien 2003 OmU / 123 Min.

O HOMEM QUE COPIAVA

 

Eine neckische Liebesgeschichte, eine coole Diebesgeschichte und ein cleveres Stück Kino vereint der Brasilianer Jorge Furtado in seinem erfrischenden Spielfilm. André ist zwanzig Jahre jung und hat die Schule nie abgeschlossen. Er arbeitet im Fotokopie- Bereich in der Papeterie in einem Arbeiterquartier der Großstadt Porto Alegre im Süden Brasiliens. Er zeichnet fürs Leben gern und ist in Silvia verknallt, eine Nachbarin, die zunächst noch nichts von seiner Liebe weiß. Mit André zusammen arbeitet Marinês, die sich gerne aufreizend kleidet. Andrés Kumpel Cardoso würde alles tun, um Marinês für sich zu gewinnen. Fast alles. André braucht dringend Geld, und so beginnt er erfolgreich Scheine zu kopieren...
Geld spielt eine Hauptrolle in diesem rasanten Filmexperiment, das sich gängigen Genres entzieht und ein modernes, eigenwilliges brasilianisches Kino dokumentiert.
THE MAN WHO COPIED hat mehrere Auszeichnungen erhalten: beim Havanna Filmfest, in Rio de Janeiro sowie beim Miami Filmfestival.

Mi 01.09., 19.30 / Mi 08.09., 19.30

 


 

Geschichten aus Jave

(NARRADORES DE JAVÉ)

 

Regie: Eliane Caffé / Buch: E. Caffé, L.A. Abreu / Kamera: H. Kovensky
Schnitt: D. Rezende / Musik: DJ Dolores, Orchestra Santa Massa / mit J. Dumont, G. Camilo, Z. Haroun u.a.

Brasilien 2003 OmU / 100 Min.

 

 

Das kleine Dorf Javé irgendwo in Brasilien soll in der Flut eines geplanten Staudamms verschwinden. Um ihren Heimatort zu retten, greifen die Bewohner zu einer ungewöhnlichen Verteidigungsstrategie: Ein Buch der Geschichte und der Geschichten soll die Bedeutung der Siedlung beweisen, ihr sozusagen »Denkmalschutz« sichern. Weil die Dorfbewohner aber alle Analphabeten sind, beauftragen sie mit dem Abfassen dieses Buches den Lebenskünstler und ehemaligen Postbeamten Antoni Bía, einen etwas zweifelhaften Charakter, der aber als einziger des Schreibens mächtig ist. Antonio Bía hört allen zu, macht sich Notizen und plötzlich ist Javé voller abenteuerlicher Geschichten, die bis in die Zeiten der Konquistadores zurückreichen. Doch es gibt immer wieder Streit, welche Version der überlieferten Geschichte(n) eigentlich stimmt. Poetische Duelle entspinnen sich zwischen den Beteiligten. Was ist wert, als Geschichte überliefert zu werden? Am Ende müssen alle Mitstreiter eingestehen: der Weg ist das Ziel. Das Dorf wird überflutet werden, aber die Geschichten werden die Flut überleben...

GESCHICHTEN AUS JAVÉ, der zweite Spielfilm der 1961 in Sao Paolo geborenen Eliane Caffé, handelt mit burlesker Komik von der Kraft und Magie des Geschichtenerzählens. Der Film gewinnt eine Dimension zurück, in der das Wunderbare des Lebens, die Macht des Traums und die Poesie einer kollektiven Geschichte in einzigartiger Weise miteinander verwoben sind.

GESCHICHTEN AUS JAVÉ erhielt 2003 beim Filmfestival von Rio gleich drei Hauptpreise: als bester Film, für den besten männlichen Hauptdarsteller und den Publikumspreis. Beim Festival von Fribourg / Schweiz gewann der Film den FIPRESCIPreis der internationalen Kritikerjury.

Mi 22.09. u. Fr. 24.09., 19.30 / Mi 29.09., 19.30 /
Fr 01.10., 21.30

In Zusammenarbeit mit dem
Deutsch-Brasilianischen Kulturverein e.V.
DONA FLOR

DONA FLOR

 


 

Los Guantes Magicos

(DIE MAGISCHEN HANDSCHUHE)

Regie und Buch: Martín Rejtman / Kamera: J.L. García Musik: G.F. Capello / mit G.F. Capello, V. Bertuccelli, F. Arenillas

Argentinien 2003 OmeU / 90 Min.

DIE MAGISCHEN HANDSCHUHE

 

LOS GUNATES MÁGICOS schildert das Leben dreier Freunde in Buenos Aires: Alejandro ist als Taxifahrer unterwegs, doch sein Wagen ist in einem wahrlich jämmerlichen Zustand; Valeria arbeitet als Flugbegleiterin, doch muss sie sich mit einfachen Inlandflügen zufrieden geben; Luís sieht sich als Schauspieler, tritt aber bloß in Pornofilmen auf. Sie alle lassen sich vom Leben treiben, sind nicht wirklich Verlierer, aber Menschen, die die Wirtschaftskrise des Landes ins Strudeln gebracht hat. Sie leben von Süchten, trennen sich, begegnen einander wieder und warten auf eine Verbesserung – so wie das ganze Land auf eine Rettung von außen zu warten scheint. Auch wenn der Film ein eher pessimistisches Bild des zeitgenössischen Argentinien zeichnet, herrscht nicht Verzweiflung, sondern im Gegenteil ein einfallsreicher Humor, der in der Tradition der Komödie und der großen amüsanten Liebesgeschichten wurzelt.

Mi 10.09., 21.30 / Sa 11.09., 19.30 / Freiburger Vorabpremiere

 

 




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Zuletzt bearbeitet am 31.08.2004 © aptum 1997-2004 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de