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Kino Extrem

Braindead · Bad Taste

KINO EXTREM ist der neue monatliche Programmplatz für Filme, die an Grenzen gehen – die der Erträglichkeit oder des so genannten »Guten Geschmacks«. Das werden zumeist Genrefilme sein, Kult oder Kitsch, Camp oder Gore, auch Splatterkino und B-Filme. Solche Filme gelten oft als zu speziell für den Mainstream, dem Kunstfreund dagegen sind sie als vermeintlich pures Effekte-Kino suspekt.
Dennoch bilden sie Bezugspunkte für eine vielfältige Fankultur, für breites Expertentum. Sie sind Experimentierfeld für neue Techniken und Erzählweisen. Und sie bieten einen Spielplatz für all jene, die am Aufdecken von Zitaten und Bezügen zu anderen Filmen und Ausdrucksmitteln ihre Freude haben. KINO EXTREM will gelegentlich auch einen Blick auf populäres Kino werfen, wenn es sich der aktuellen Seh-Erfahrung des Freiburger Publikums entzieht.

Peter Jackson vor HERR DER RINGE

Jahrelang war die monumentale HERR DER RINGE -Verfilmung in aller Munde, die Fans berauschten sich neben der Geschichte J.R.R. Tolkiens auch an den überwältigenden Bildern und gekonnten Effekten dieser Mittelerde aus Neuseeland. Es ist kein Zufall, dass das Epos dort entstand. Der neuseeländische Regisseur Peter Jackson hat schon in den 80er Jahren für seine fantasievollen Horrorkomödien die ersten Firmen für Animation und Spezialeffekte gegründet, später auch für die Bildbearbeitung per Computer.
Jackson, an Halloween des Jahres 1961 geboren, verfiel bald dem fantastischen Kino und bezeichnet KING KONG und Trickfilmer Ray Harryhausen als seine großen Vorbilder. Seine frühen Filme BAD TASTE, BRAINDEAD und MEET THE FEEBLES, einer Art »FRITZ THE CAT goes Muppets« (leider nicht mehr im deutschen Verleih), sind Kult für Fans von Splatter und Geschmacklosigkeit. Erst mit HEAVENLY CREATURES mit der jungen Kate Winslet, der Geschichte über einen Mord zweier in eine Fantasiewelt flüchtender Mädchen, erregte er 1994 die Aufmerksamkeit des Arthouse-Publikums.
In seinem ersten Hollywood-Film, der Geisterkomödie THE FRIGHTENERS, konnte Jackson 1996 sein Talent für Effekt-Einsatz auch bei großem Etat beweisen. Durch HERR DER RINGE, an dem er mit seiner Ehefrau, Mitautorin und -produzentin Frances Walsh über sieben Jahre arbeitete, ist er nun vielfacher Oscar-Gewinner. Mit seinen aktuellen Vorarbeiten zu einem KING KONG-Remake kehrt er an den Ursprung seiner Filmbegeisterung zurück.

 


 

Braindead

Regie: Peter Jackson / Buch: Stephen Sinclair, Frances Walsh, Peter Jackson
Kamera: Murray Milne / Schnitt: Jamie Selkirk / Musik: Peter Dasent / Kamera: Murray Milne / mit Timothy Balme, Diana Penalver, Elizabeth Moody, Ian Watkin

Neuseeland 1992 / DF 100 Min.

BRAINDEAD

 

 

Lionel steht ganz unter der Fuchtel seiner Mutter, die mit allen Mitteln seine Romanze mit der Verkäuferin Paquita verhindern will. Als sie dem Liebespaar bei einem Ausflug in den Zoo nachstellt, wird sie von einem mysteriösen »Rattenaffen« gebissen – und verwandelt sich in einen Zombie. Während Lionel nun versucht, Paquita das schreckliche Geschehen zu verbergen, steckt seine untote Mutter die halbe Gemeinde an.
BRAINDEAD ist der ultimative Fun-Splatterfilm. Es wird jede noch so obskure Idee auf die Spitze getrieben. ...Dieser Film ist voll von schwarzem Humor und das Blut fließt Kubikliterweise." www.senseofview.de

Fr 03.09., 21.30 (im Double-Feature mit BAD TASTE) / Sa 04.09., 22.00 / Di 07.09., 21.30

 


 

Bad Taste

Regie & Buch & Kamera & SFX: Peter Jackson / Schnitt: Peter Jackson,
Jamie Selkirk / Musik: Michelle Scullion / mit Terry Potter, Pete O'Herne, Craig Smith, Mike Minett, Peter Jackson

Neuseeland 1987 / OmU 91 Min.

BAD TASTE

 

 

Außerirdische bedrohen die Welt: sie haben die Erdlinge als schmackhafte Hauptzutat für Fast Food entdeckt. Ausgerechnet in Neuseeland beginnen sie mit der »Ernte«. Doch sie haben nicht mit Derek und den anderen unerschrockenen Boys des AIDS (Alien Investigation and Defense Service) gerechnet.
Eigentlich sollte Jacksons erster Langfilm ein Kurzfilm werden, doch die Trick-Basteleien und Dreharbeiten mit Freunden an den Wochenenden entwickelten eine Eigendynamik. Nach drei Jahren legte er das entstandene Material der neuseeländischen Filmkommission vor, die Fertigstellung wurde gefördert und der Film schließlich 1988 in Cannes uraufgeführt. Zwar merkt man BAD TASTE seine Herkunft als billige Eigenproduktion an, von den selbstgemachten Latexmasken aus dem heimischen Ofen bis zu den Kontinuitätsmängeln durch die mehrjährigen Dreharbeiten. Aber trotz dieser Entstehungsbedingungen ist Peter Jackson eine bemerkenswerte Symbiose aus Horror-, Splatterfilm und Komödie gelungen, die schon deutlich auf seine Kunstfertigkeit verweist.

Fr 03.09., 21.30 (im Double-Feature mit BAD TASTE) / Do 09.09., 21.30 / Di 14.09., 21.30

 

 





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Zuletzt bearbeitet am 31.08.2004 © aptum1997-2004 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de