Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
Urachstr. 40
79102 Freiburg
Tel. 0761 - 709033

kino@freiburger-medienforum.de

 

Filmkanon:

Seminar »Einführung in die Filmanalyse«

Im Rahmen des Filmkanons bieten wir den Lehrerinnen und Lehrern, den PH-Studenten und allen Interessierten ein Seminar „Einführung in die Filmanalyse” an. In diesem Seminar sollen zunächst die verschiedenen Bestandteile eines Films erläutert werden. (Bildrahmen, Größe der Einstellungen, Perspektive, Kamerabewegungen, Ton, Montage, ...). Danach wird über die filmischen Erzähl- und Darstellungsstrategien der Regisseure gesprochen. Zum Abschluss wird der erste Film aus dem Filmkanon analysiert: Fritz Langs M (1931)


Termin: Sa 15., So 16. Mai
jeweils 10–13, 14–17 Uhr
Teilnahmekosten (inkl. Eintritt zum Film
M von Fritz Lang): 40 Eur.
(30 Eur. für Lehramt-Studierende).
Anmeldung: Kommunales Kino, Urachstr. 40, 79102 Freiburg, Tel: 0761 / 70 90 33
Ort: Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Referentin: Valérie Carré,
Université Marc Bloch, Strasbourg

Filmkanon:

M - Eine Stadt sucht einen Mörder · Studentenrevolte in den USA · Winter-Soldier

 


 

M - Eine Stadt sucht einen Mörder



Regie: Fritz Lang; Buch: F. Lang & Thea von Harbou; Kamera: Fritz Arno Wagner; mit Peter Lorre, Otto Wernicke, Gustav Gründgens, Ellen Widmann u.a.
D 1931 117 Min.

 

Ein mysteriöser Kindermörder verbreitet im Berlin der frühen 30er Jahre Angst und Schrecken. Durch die wachsende Zahl von Polizeieinsätzen fühlt sich die Berliner Unterwelt in ihren Aktivitäten empfindlich gestört, sodass sie ihrerseits versucht, den unheimlichen Psychopathen dingfest zu machen. Der Mann gerät nach einem verzweifelten Fluchtversuch in die Hände des Syndikats, das ihn zum Tode verurteilt.
M sollte Fritz Langs erste Arbeit werden, in der er mit den neuen Möglichkeiten der Akustik experimentieren konnte – und das tat er überaus geschickt. Ähnlich symbolhaft wie seine Bild
sprache setzte Lang auch hier den Ton ein. So schuf er mit einer Klangkulisse die typische Geräuschwelt einer Berliner Straße, oder ließ den Kindermörder Hans Beckert als düstere Erkennungsmelodie ein Stück "Peer Gynt" pfeifen.

So., 9.5., 21.30 / Di., 11.5., 15.00 / Do., 13.5., 21.45 / So., 16.5., 10.00 & 21.30



 

Studentenrevolte in den USA

Alices Restaurant (Alice’s Restaurant)

Regie: Arthur Penn; Buch: Venable Herndon & A. Penn, nach einem Buch von Arlo Guthrie; Kamera: Michael Nebbia; Musik: Arlo Guthrie; Schnitt: ; mit Arlo Gutherie, James Broderick, Pete Seeger, Pat Quinn u.a.
USA 1969 DF / 110 Min.

 

Alices Restaurant ist keine Kneipe, sondern eine ehemalige Kirche in Massachusetts. Dort treffen sich in den 60er Jahren junge Leute, die in der Gesellschaft keinen Platz gefunden haben. Unter ihnen Arlo, ein begabter Popmusiker, der soeben wegen seiner langen Haare und anarchistischen Bemerkungen das College verlassen musste. Doch auch bei der gleich gesinnten Gemeinschaft in der Kirche kann er keine Ruhe finden. Ständig hat er Ärger mit den Gesetzeshütern und entgeht nur dank seines Vorstrafenregisters dem Einzugsbefehl nach Vietnam.
Mit viel Ironie und Selbstkritik hat Regisseur Arthur Penn ein treffendes Stimmungsbild der 60er Jahre gezeichnet. Das Drehbuch entstand nach der Autobiografie The Alice’s Restaurant Massacre von Arlo Guthrie. Er schrieb auch die Musik zum Film, die weltberühmt wurde.

Sa., 1.5., 17.30 / Mi., 5.5., 21.30 / Fr., 7.5., 19.30 / Sa., 8.5., 17.30 / Di., 11.5., 21.45


 

Winter-Soldier

Regie: Winterfilm-Kollektiv; Produktion: Winterfilm in Zusammenarbeit mit Vietnam Veterans Against the War
USA 1972 OmU / 96 Min.


Es sind Mörder, die aus Lust, Langeweile, aus Rache töteten; sie haben getan, was sie getan haben, weil sie nichts anderes zu tun wussten; weil sie keine Empfindung mehr hatten für den Schmerz, den sie zufügten; sehr oft aber auch aus Angst, die auf Überheblichkeit basiert ...
Während man in die Gesichter dieser jungen Männer blickt – fast alle haben sie lange Haare, einer erzählt, wie sehr ihm seine Frau geholfen habe, den kriminellen Unsinn seines Verhalten in Vietnam zu begreifen (er war früher ein übler Schläger, kam, um dem Gefängnis zu entgehen, zu den Marines, ist heute Pazifist), ein anderer bekennt sich zur Woodstockgeneration –, während man in diese Gesichter blickt, in Lächeln und Starrheit, während man den Sätzen aus diesen Mündern nachsinnt, das Unfassliche der Barbarei nachspricht, verschlingt sich der Gedanke, wie dieser Wirklichkeit mit Moral, Recht, Wiedergutmachung (welcher Hohn!) beizukommen wäre, immer mehr in Widersprüche der Vernunft, der Politik und der Moral. (Wolfram Schütte, FR)

Do., 27.5., 19.30 / So., 30.5., 17.45



 





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Zuletzt bearbeitet am 29.04.2004 © aptum1997-2004 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de