Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
Urachstr. 40
79102 Freiburg
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Mittwochskino: cine latino

Festival des lateinamerikanischen Films

Zum 11. Mal findet das Filmfestival CineLatino, das wichtigste Forum für die lateinamerikanische Filmkultur in Deutschland, vom 5. bis zum 19. Mai in Tübingen, Stuttgart, Heidelberg, Frankfurt und erstmals auch bei uns im Kommunalen Kino vom 15. Mai bis 20. Juni statt. Mit innovativen Erstlingswerken und künstlerisch ambitionierten Filmen aus Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko, Kuba, Uruguay und Venezuela, bietet CineLatino eine einmalige Gelegenheit, die aktuelle Filmkultur der Länder Lateinamerikas zu entdecken. Im Fokus des diesjährigen Festivals steht Kuba, eines der wichtigsten Filmproduktionsländer Lateinamerikas. Wir zeigen u.a. den preisgekrönten Film SUITE HABANA von Fernando Pérez (Das Leben ist ein Pfeifen), eine wunderbare Ode an die kubanische Hauptstadt. – Aus Chile kommt SÁBADO von Matías Bize, der letztes Jahr beim internationalen Filmfestival in Mannheim den Rainer-Werner-Fassbinder-Preis für seinen Erfindungsreichtum und seine filmische Energie erhielt. Als Höhepunkt wird die Filmemacherin Marcela Arteaga aus Mexiko, beispielhaft für die vitale Filmhochschule von Mexico City (Centro de Capacitación Cinematográfica) zur Eröffnung des Festivals am 15. Mai ihren herausragenden Dokumentarfilm RECUERDOS bei uns vorstellen.

Für die freundliche Unterstützung danken wir dem argentinischen Generalkonsulat in Frankfurt.
Ganz besonderer Dank gilt dem Festivalteam CineLatino in Tübingen: www.filmtage-tuebingen.de/latino.

Recuerdos · Amor en concreto · Havanna Suite (Suite Habana) · Soy Cuba (Ich bin Kuba) · Bola de nieve (Der traurige Mann, der fröhlich sang)

 

Mittwochskino: Call me Istanbul

Ara Güler - Der Fotograf Istanbuls · Gurbet Kuslari · Kurzfilme von Belmin Söylemez

 


 

Recuerdos


Regie und Buch: Marcela Arteaga; Kamera: Celiana Cárdenas; Musik: Gustavo Arteaga
Mexiko 2003 OmeU / 86 Min.

stuhl im ramen

 

Luis Frank starb, bevor er eine Neufassung seiner Dokumentarfilme des Spanischen Bürgerkriegs fertig stellen konnte. Marcela Arteaga macht sich ausgehend vom Leben Luis Franks auf die Suche nach der Geschichte von TeilnehmerInnen sowohl des Spanischen Bürgerkriegs als auch des Zweiten Weltkriegs. Ihre Interviews in Litauen, London, Mexiko, Barcelona und Frankreich zeugen von persönlichen Reflexionen über ein Jahrhundert, das gekennzeichnet war von Krieg, Exil und Revolutionen, die die Menschen zwangen, ein neues Leben in einem anderen Land, mit einer neuen Sprache zu beginnen. RECUERDOS erzählt von Menschen auf der Suche nach einem Platz zum Leben.

Sa., 15.5., 19.30 Eröffnung des CineLatino Festivals mit der Regisseurin Marcela Arteaga aus Mexiko
So., 16.5., 17.30

 


 

Amor en concreto

Regie: Franco de Peña; Kamera: Franco de Peña, Tomasz Kemspki, Antoine Vivas, Andrés Schaffer; Schnitt: Jean Robert Thomann
Venezuela 2003 OmeU / 102 Min.

 

 

Caracas, eines Nachts auf der Avenida del
Libertador, auf der sich verschiedene Lebenswege kreuzen: Carlos, der besserwisserische Taxifahrer, der es in 20 Jahren nicht geschafft hat, einer Kellnerin seine Liebe zu gestehen; Claudia, die verantwortungsbewusste Ärztin, deren Leben sich nur um ihren Mann dreht, von dem sie sich nach langen Ehejahren scheiden lassen will; Héctor, der junge Mann, der auf einer Yamaha durch die Stadt rast, aus der Armut fliehen und etwas aus seinem Leben machen will; und Tony, der in ewigem Konflikt mit seinem Vater und sich selbst steckt und auf dem Weg zu Clemencia, einem Transvestit, ist, mit dem er seine Träume teilt.

Mi., 19.5., 19.30 / So., 23.5., 17.30

 


 

Havanna Suite (Suite Habana)


Regie & Drehbuch: Fernando Pérez; Musik: Edesio Alejandro, Ernesto Cisneros; Kamera: Raúl Perez Ureta
Kuba 2003 Ohne Dialog / 80 Min.


Fernando Pérez (Das Leben ist ein Pfeifen) lässt uns an 24 Stunden im Leben seiner geliebten Heimatstadt teilhaben. Er betrachtet ein knappes Dutzend Menschen auf dem Gang durch ihren Alltag, inszeniert sie über eine atemberaubende Montage und lässt sie am Abend die überraschendsten Wandlungen vollziehen. Nach der Arbeit kommt der ganz besondere Rhythmus, tauchen die Figuren ein ins Nachtleben, wo sie erst richtig aufblühen. Pérez komponiert aus Beobachtungen, Klängen, Musik, Gesichtern, Geräuschen, Gesten, Rhythmen seine visuelle Suite und ein Stück Kino, wie man es noch selten gesehen hat.
SUITE HABANA wurde in seiner Heimat selber als bester kubanischer Film überhaupt stürmisch gefeiert und hat mehrere internationale Preise bekommen.

Fr., 21.5., 19.30

 


 

Soy Cuba (Ich bin Kuba)



Regie: Mikhail Kalatozov; mit Sergio Corrieri, Salvador Wood, José Gallardo, Raúl García, Luz María Collazo, Jean Bouise, A. Morgan
Kuba / UdSSR 1964 OmU / 141 Min.


In vier Episoden singt der russische Regisseur Mikhail Kalatozov (Wenn die Kraniche ziehen) in dieser Koproduktion - mit dem kubanischen Filminstitut ICAIC realisiert - eine überschwängliche Hymne auf die kubanische Revolution. Während in den ersten beiden Episoden die soziale Ungerechtigkeit und die Schlechtigkeit der dafür verantwortlichen Yankees angeprangert werden, feiern die andern beiden Teile den Heroismus und die Opferbereitschaft der Revolutionäre. Ästhetisch steht der Film ganz in der Tradition des großen sowjetischen Revolutionskinos eines Eisenstein oder Pudowkin. Der legendäre Klassiker entstand 1964, also nach der gescheiterten Invasion von US-Exilkubanern in der »Schweinebucht«, als Kuba sich erst für den sozialistischen Weg entschieden hat. Die restaurierte Kopie lässt den filmhistorischen Meilenstein in altem Glanz erstrahlen und die heißen Rhythmen der damaligen Zeit. Eine Trouvaille!

Mi., 26.5., 19.30 / So., 30.5., 19.30

 


 

Bola de nieve (Der traurige Mann, der fröhlich sang)

Regie: José Sánchez-Montes
Kuba/Spanien/Mexiko 2003 OmeU / 73 Min.


Bola de Nieve wurde in den 50er und 60er Jahren in Kuba und in ganz Lateinamerika zu einer Legende. Mit seiner Musik, die folkloristische kubanische Elemente zum Mambo entwickelte, bevor der Mambo erfunden worden war, bereiste er die linksrevolutionäre Welt und überwand die Grenzen einer homophoben und rassistischen Gesellschaft. Er komponierte weniger selber als er interpretierte, aber das mit solch einem Rhythmus, solch einer Stimme, solch einer Intonation, dass man es bedauert, damals nicht dabei gewesen zu sein …

Fr., 28.5., 21.30 / Di., 1.6., 19.30

 


 

Ara Güler - Der Fotograf Istanbuls

Regie, Buch & Schnitt: Erdal Buldun & A. Özdil Savasci; Kamera: M: Manz; Musik: N. Görtürk
Deutschland 1998 DF / 58 Min.

 

 

Der 1928 in Istanbul geborene Ara Güler zählt zu den bedeutendsten Fotografen der Welt. Als Mitglied der berühmten Agentur MAGNUM in Paris arbeitete er für große Magazine wie Time Life, Paris Match und Der Stern. Fünf Jahre lang hat Güler auch seine Heimatstadt Istanbul und ihre Menschen fotografiert. Entscheidend beeinflusst wurde er dabei durch die Philosophie bedeutender türkischer Dichter wie Orban Veli und Sait Fark, die vor allem ›einfache‹ Menschen und deren Geschicke zum Kern ihrer Kunst machten. ARA GÜLER – DER FOTOGRAF ISTANBULS ist das Porträt einer faszinierenden, eigenwilligen Persönlichkeit, aber auch das Porträt einer faszinierenden Stadt.

Mi., 12.5., 19.30

 


 

Gurbet Kuslari

(Vögel in der Fremde)

Regie & Buch: Halit Refig; mit Filiz Akin, Cüneyt Arkin
Türkei 1964 OmeU / 90 Min.

Cüneyt Arkin

 

GURBET KUSLARI erzählt die Geschichte einer Familie vom Lande, die nach Istanbul zieht. Für die Menschen aus Anatolien war Istanbul die Stadt »mit goldenem Boden«, ein Mythos, der sich bald auflöste, wenn man in improvisierten Armenvierteln unterkam und kaum Arbeit fand. Der Film spielt in den typischen Milieus des damaligen Istanbuls. Mit dem türkischen Starschauspieler Cüneyt Arkin!

Mi., 5. 5., 19.30 / Fr., 7.5., 21.30

 


 

Kurzfilme von Belmin Söylemez


Geboren in Istanbul, arbeitete Belmin Söylemez als Regieassistentin und Produzentin bei verschiedenen Spielfilmen. Sie erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise, sowohl als Experimental-, als auch Dokumentar- und Kurzfilmerin.

"Ich liebe es, die Stadt Istanbul als eine Grundbefindlichkeit zu zeigen, als etwas, das mich bewegt. Wahrscheinlich fasziniert mich ihre Äußerlichkeit. Die Stadt spielt in meinen Arbeiten als Statistin immer eine Rolle und das ist meine Absicht. Der Schauplatz ist für mich sehr wichtig." Belmin Söylemez

 

Dalgalar (Wellen) Türkei 2001 18 Min.
Die Straßenkinder in Istanbul haben zumindest eines, das Bad im Bosporus... Ein Dokumentarfilm über die Angst vor dem Meer und das Schwimmen im Bosporus.

Uyku Hali (Im Schlaf) Türkei 1999 8 Min.

Zap Türkei 2000 5 Min.
Soner verliert seinen engsten Freund ¸Sifo und sucht ihn in den Straßen von Istanbul.

Biyik (Der Schnauzbart) Türkei 2000 27 Min.
Der Schnauzbart ist ein Charakteristikum des türkischen Mannes, nicht nur eine Tradition, sondern ein Symbol der Männlichkeit. Der Film spiegelt die Ansichten türkischer Männer über den Schnauzbart - gesellschaftlich, historisch, politisch, ästhetisch und satirisch.

So., 2. 5., 19.30 Zu Gast die Regisseurin Belmin Söylemez aus Istanbul

 


 




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