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Filme aus den EU-Beitrittsländern

Aus aktuellem Anlass der EU-Erweiterung am


1. Mai zeigen wir preisgekrönte Kurz- und Dokumentarfilme aus einigen Beitrittsländern: Lettland, Polen, Tschechische Republik. Außerdem in diesem Programmschwerpunkt: der Spielfilm VERSUCHUNGEN aus Ungarn und ein Animationsfilmprogramm für Kinder ab 5 Jahren aus den baltischen EU-Neumitgliedsstaaten Estland und Litauen TRICKS FÜR KIDS. siehe Kinderkino)

Europäischer Filmabend

10 Minuten Älter · Alles ist möglich · Das süSSe Jahrhundert · Versuchungen (Kisértések)

 


 

10 Minuten Älter

 

Regie: Herz Frank
Lettland 1978 10 Min. / OmU

 

 

Ein Film, der tatsächlich 10 Minuten lang ist, mit einer einzigen Einstellung – die Nahaufnahme eines Kindergesichts.
Ein Maximum an Dramatik erreicht mit einem Minimum filmischer Mittel. Film als Spiegel. Und mehr als das. Es gibt auch liber et pictura – als ein Buch und als ein Gemälde..

 


 

Alles ist möglich

 

Regie: Marcel Lozinski
Polen 1995 38 Min. / OmU

 

 

»Sie sind allein und unglücklich?« – Diese und andere Fragen stellt der 6-jährige Tomek älteren Menschen in einem Warschauer Park. Auf ungezwungene Weise verwickelt der aufgeweckte Junge die Personen in Gespräche über Kleidung, Alter, Einsamkeit, Beziehungen, Lebenslust, Gott, Liebe, Tod und Krieg und vermittelt direkte und ungekünstelte Einblicke in die Gefühls-, Seelen- und Lebenswelten dieser Menschen. Trotz der existenziellen Probleme, die er anspricht, überrascht der anrührende, nachdenklich stimmende Film, der mit »versteckter Kamera« gedreht wurde, durch eine unbeschwerte Leichtigkeit.

 


 

Das süSSe Jahrhundert

 

Regie: Helena Trestíková
Tschechische Republik 1998 59 Min. / OmU

 

 

Das 20. Jahrhundert fegt über Europa hinweg wie ein Wirbelsturm. Alles ist in Bewegung: Grenzen, Verfassungen, Regierungen, Ideologien und politische Wahlsprüche. Nur wenige Menschen können davon ausgehen, in Frieden zu leben und ihren Ambitionen nachzugehen.
DAS SÜSSE JAHRHUNDERT handelt von mehreren Frauen, denen es nicht vergönnt war, ihr Leben so zu leben, wie sie es sich vorgestellt hatten.
Helena Trestíková studierte an der Prager Filmhochschule FAMU und arbeitet seit 1972 als Filmemacherin. Sie hat mittlerweile um die dreißig Dokumentarfilme gedreht, die sich vor allem mit menschlichen Beziehungen und verschiedenen sozialen Problemen beschäftigen.

Sa., 1.5., 19.30 / So., 2.5., 17.30

 


 

Versuchungen (Kisértések)

 

Regie & Buch: Zoltán Kamondi; Kamera: Gábor Medvigy; Schnitt: Zsusza Pósán; mit Marcell Miklós, Julianna Kovács, Juli Básti u.a.
Ungarn 2001 OmU / 88 Min.

 

Die Grundidee dieses Films ist geradezu archaischer Art: Ein Sohn sucht seinen Vater – und findet etwas, wovon er erst danach weiß, dass er es überhaupt gesucht hat. Ein ewig gültiger Plot. In Zoltán Kamondis Film geht er so: Marci, ein begnadeter Informatikstudent, findet seinen Vater, einen schlampigen Landwirt. Er fragt ihn – ohne sich zu erkennen zu geben – nach Arbeit und wird zur Zwiebelernte aufs Feld geschickt. Am Ende des Tages hat er für drei Stiegen Zwiebel das Sinti-Mädchen Juli gekauft. Das alles geschieht in scheinbarer Selbstverständlichkeit. Bis sich herausstellt, dass Juli über unerklärliche Fähigkeiten verfügt und Marci in eine Schwindel erregende Geschichte aus Betrügereien, falscher Liebe und vergeblicher Hoffnung zieht. Dauernd glaubt man, der Story auf die Schliche zu kommen, und jedes Mal hat die Handlung wieder eine unvermutete Wendung parat.
Kamondi hat dafür genau die richtigen Darsteller gefunden: Sie spielen ihre Figuren unaufgeregt, aber präzise. Die Kamera experimentiert dagegen mit verschiedenen Stilen und scheint ein Eigenleben zu führen. In jeder Hinsicht ein verblüffender Film.

Di., 18.5., 21.30 / Sa., 22.5., 19.30 / Sa., 29.5., 19.30 / Mo., 31.5., 17.45

 


 

Hirtenreise ins dritte Jahrtausend

Freiburger Erstaufführung des Schweizer Bundesfilmpreisträgers 2003

Regie, Buch, Kamera & Schnitt: Erich Langjahr; Musik: Hans Kennel (the alpine experience, u.a.); mit den Hirten: Thomas & Susanna Landis-Giacometti, Michel Cadenazzi, Bea Ammann
CH 2002 (Schweizerdeutsch) OmU / 124 Min.

 

Eine der ältesten Kulturformen menschlicher Existenz ist das Hirtentum. In seinem Wesen beinhaltet es bis heute nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern verkörpert eine eigene Lebenshaltung und Weltanschauung. Ich wollte das Hirtenleben heute, am Übergang ins dritte Jahrtausend, kennen lernen. In einer Zeit des Umbruchs und des Wertewandels zwischen Tradition und Zukunft ist der Film auch Ausdruck meiner eigenen Zerrissenheit.
Ich erzähle eine moderne Hirtengeschichte, ausgehend von der Transhumanz, der Weidewirtschaft zwischen den Jahreszeiten und dem damit verbundenen Überbringen der Herden von der Winterweide auf die Sommerweide und umgekehrt. Die Hirten im Film nehmen ein Leben mit viel Entbehrung auf sich und stellen sich einer Herausforderung, die öfters auch die Grenze ihrer Belastbarkeit erreicht. Sie kommen nicht aus der Tradition des Bäuerlichen, sondern haben diese Lebensform selbst gewählt, im Bedürfnis nach der Freiheit, selber etwas Sinnvolles zu tun. (Erich Langjahr)

Do., 6.5., 19.30 zu Gast der Regisseur Erich Langjahr / Sa., 8.5., 19.30 So., 9.5., 17.30 / Di., 11.5., 19.30 / Mi., 12.5., 21.00

 


 




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Zuletzt bearbeitet am 29.04.2004© aptum1997-2004 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de