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Filme zur russischen Literatur

Im Rahmen der Deutsch-Russischen Kulturbegegnungen 2003 / 2004 zeigen wir eine Auswahl anspruchsvolle Verfilmungen und moderne Adaptionen russischer Literaturklassiker.

 

Das Märchen von Zaren Saltan · Kreutzersonate · Onkel Wanja · Unvollendetes Stück für ein mechanisches Klavier

Im Kinderkino zeigen wir russische Märchenfilme

 


 

Das Märchen von Zaren Saltan

Regie: Alexander Ptuschko; Buch: Alexander Ptuschko, Igor Gelejn; Kamera: Igor Gelejn; Musik: Gawril Popow; mit Wladimir Andrejew, Larissa Golubkina u.a.
UdSSR 1966 DF / 85 Min.

 

Die werktreue Verfilmung von Puschkins gleichnamigem Märchen ist ein Klassiker unter den russischen Märchenverfilmungen.

An einem Winterabend sitzen drei Schwestern in ihrer Hütte beisammen, singen, spinnen Wolle und überlegen, was sie tun würden, wenn sie Zarin wären. Der junge Zar, der dieses Gespräch zufällig mithört, ist von der Jüngsten so angetan, dass er sie zu seiner Frau wählt. Die beiden anderen Schwestern platzen vor Wut: "So ist das immer, dürr muss man sein!" Das junge Paar hat sein Glück gefunden, aber der Neid der Schwestern bringt Unheil über sie. Bald bedrohen Feinde das Land, der Zar zieht in den Krieg und muss seine schwangere Frau allein zurücklassen.

Der Kampf des Guten gegen das Böse wird in farbenprächtigen Bildern, mit viel Humor und Witz sowie schönen Trickaufnahmen erzählt.

Sa., 14.2., 21.30 / So., 15.2., 19.30 / Mi., 18.2., 21.45

 


 

Kreutzersonate

(Krejzerowa Sonata)

Regie: Michail Schweizer & Sofia Milkina; Buch: M. Schweizer; Kamera: Michail Agranowitsch; Musik: Sofia Gubaidulina; Schnitt: Ljudmilla Feiginowa; mit Oleg Jankowski, Alexander Trofimow u.a.
UdSSR 1987 DF / 150 Min.

 

Nach der gleichnamigen Erzählung von Leo Tolstoj: Im Rückblick auf sein Leben berichtet ein ehedem angesehener Regierungsbeamter aus bester Gesellschaft im zaristischen Moskau einem Mitreisenden von der Trostlosigkeit seiner gescheiterten Ehe, in der er von Resignation zu Hass alle Stufen der gegenseitigen Entfremdung durchlief, bis hin zum Mord an seiner Frau, die sich einem anderen Mann zugewandt hatte. Die anspruchsvolle Verfilmung von Tolstojs Alterswerk zeichnet eine schonungslose Selbstanalyse, hervorragend dargestellt vom berühmten Schauspieler Oleg Jankowski.

Do., 26.2., 19.30 / Do., 4. 3., 19.00 / Sa., 6.3., 19.30

 


 

Onkel Wanja

(Dadja Wanja)

Regie & Buch: Andrej Michalkow-Kontchalowski; Kamera: Georgi Rerberg & Jewgeni Guslinski; Musik: Alfred Schnittke; mit Innokenti Smotkunowski, Sergej Bondartschuk, Irina Kuptschenko
UdSSR 1971 DF / 103 Min.

 

ONKEL WANJA ist die atmosphärisch dichte, subtil inszenierte Verfilmung eines der berühmtesten Stücke von Tschechow.

Seit Jahrzehnten verwaltet Wanja Woinizki mit seiner Nichte Sonja deren Landgut im zaristischen Russland. Das Geld, das der stille, arbeitsame Mann erwirtschaftet, geht an Professor Serebrjakow, den Mann seiner verstorbenen Schwester. Als der Professor eines Tages auf dem Landgut auftaucht, fällt es Wanja freilich wie Schuppen vor den Augen: Das ‘Genie‘ der Familie ist nichts als ein aufgeblasener Schwätzer, ein Dummkopf. Wanja glaubt, sein Leben vertan zu haben, und als der Professor auch noch mit der Idee aufwartet, das Gut zu verkaufen, greift er zur Waffe.

"Onkel Wanja ist nicht nur die schönste Übertragung eines Tschechow-Stoffes auf die Leinwand, sondern auch eine beispielhafte Adaption eines Theaterstückes. (...) Lange, wunderbare Travellings, die das Haus durchmessen, eigentlich aber die Seele durchforschen, und ein Kommen und Gehen von Farbe und Sepia, das nur durch die Sensibilität des Blicks des Filmemachers gerechtfertigt wird und uns raffiniert von der Süße des Lebens in die tiefste Melancholie stürzt." (Guy Beaucourt, écran 73, Paris)

Sa., 7.2., 17.30 / So., 8.2., 19.30 / Di., 10.2., 15.00 (Dienstagskino) / Fr., 13.2., 19.30

 


 

Unvollendetes Stück für ein mechanisches Klavier

(Neokontschennaja pjessa djla mechanitschkowo pianino)

Regie: Nikita Michalkow; Buch: Alexander Adabaschjan & N. Michalkow, nach dem Bühnenstück v. Anton Tschechow; Kamera: Pawel Lebeschew; mit Alexander Kaljagin, Jelena Solowej, Antonia Schuranowa u.a.
UdSSR 1977 DF / 102 Min.

 

Auf dem Landsitz der Generalswitwe Woinizewa haben sich einige wohlhabende Bildungsbürger eingefunden. Im paradiesisch anmutenden Garten des prächtigen Landhauses amüsiert man sich bei Klatsch und Tratsch, lümmelt in der Hängematte herum und beobachtet das Treiben der anderen Gäste. Es herrscht eine Atmosphäre der gepflegten Langweile. Nach und nach aber bröckeln die heiteren Fassaden — die Gesellschaft gerät zur Groteske.

Es stellt sich heraus, dass der Lehrer Misha einst eine Affäre mit Sofia hatte und heute ein Verhältnis mit der Generalswitwe hat. Beim gemeinsamen Abendessen versuchen die Anwesenenden vergeblich, die Contenance zu wahren. Eine Beleidigung jagt die nächste und Stück für Stück offenbaren sämtliche Gäste ihre Frustrationen und Lebensängste. Die Situation droht zu eskalieren ...

Bittere Komödie, die subtil und mit großer Treue zu Tschechows Vorlage den Zeitgeist einer vergangenen Epoche beschwört.

Do., 19.2., 19.30 / So., 22.2., 19.30 / Di., 24.2., 21.30 Mi., 25.2., 21.30



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