Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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Die Entdeckung des Nachbarn -

Niederländische Filme auf Tournee durch die Kommunalen Kinos

Die Filmszene der Niederlande war selten so kreativ und lebendig in den letzten Jahren und überrascht in ihrer Vielfältigkeit und Originalität. Trotz der Nachbarschaft sind niederländische Filme in deutschen Kinos aber nur selten zu sehen. Viele herausragende Werke harren hierzulande noch der Entdeckung. Der Bundesverband kommunale Filmarbeit präsentiert deshalb in Zusammenarbeit mit film | spiegel und Holland Film aktuelle niederländische Filme auf einer bundesweiten Tournee durch die Kommunalen Kinos. Die hochkarätige Auswahl von drei Spielfilmen und einem Dokumentarfilm läuft in Originalfassung mit englischen Untertiteln. Mit Unterstützung der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen.

Weitere Infos unter www.kommunale-kinos.de

 

No Trains No Plains · Kirschen pflücken · Das Untergrund Orchester · Îles Flottantes

 


 

No Trains No Plains

Regie: Jos Stelling; Buch: J. Stelling & Hans Heesen; Kamera: Goert Giltaij; mit Dirk van Dijck, Gene Bercoets, Ellen ten Damme u.a.
NL 1999 OmeU /100 Min.

 

Die Tragikomödie von Jos Stelling zeigt eine Kette von Ereignissen an einem bestimmten Tag im Café Centraal. Das Café liegt am Bahnhofsplatz und ist für die meisten Leute nicht mehr als ein Ort, um auf den nächsten Zug zu warten, doch manche versuchen hier, einem Leben voller Kummer und leerer Illusionen zu entfliehen. Diese regelmäßigen Gäste bilden das Herz des Cafés - Einsame, die sich auf der Suche nach Wärme und Unterstützung einander zuwenden. Jede/r Einzelne von ihnen hat eine eigene Geschichte. Als Gerard ankündigt, dass er nach Italien ziehen wird, findet das normale Leben ein abruptes Ende. Er möchte sich von all seinen Freunden im Café verabschieden: von seiner Freundin Paula, vom Baarmann Joop, von Joops Tochter Rietje und von vielen anderen. Auch seinen Bruder, den er seit 20 Jahren nicht gesehen hat, möchte er treffen. Zur Überraschung aller stellt sich heraus, dass Gerards Bruder der berühmte Schlagersänger Mario Russo ist. Der Tag wird ein unerwartetes Ende nehmen.

Sa., 1.11., 22.00 / So., 2.11., 19.45

 


 

Kirschen pflücken

(De kersenpluk)

Regie: Arno Kranenborg; Buch: A. Kranenborg & Steven van Galen; Kamera: Goert Giltaij; Musik: Wouter van Bemmel; mit Finbarr Wilbrink, Anton Starke, Ricky Koole, Lukas Dijkema u.a.
NL 1996 OmeU / 96 Min.

 

Jan (13) ist ein ruhiges und sensibles Kind, das einen Teil jeden Sommers bei seinen Großeltern im ländlichen Drenthe verbringt, um bei der Kirschernte zu helfen. Der Film beginnt mit einigen Rückblicken auf das vergangene Jahr, in dem Jan eine naive Romanze mit Marie (18) erlebte. Ein großer Topf mit Kirschen summt leise auf dem Ofen, während die Großmutter in ihr Koch- und Tagebuch schreibt. Jan freut sich auf die diesjährige Kirschernte, aber die Dinge haben sich verändert. Die Abwesenheit der gestorbenen Großmutter ist im stillen Leid des Großvaters zu spüren. Jan findet einen Brief in ihrem alten Kochbuch, der ihm einen nie erfüllten Wunsch der Großmutter eröffnet. - Arno Kranenborg hat seinem Spielfilmdebut eine poetische und leicht mystische Stimmung gegeben, in wunderschön ausgeleuchteten Innenräumen, mit nostalgisch ländlichen Bildern und Märchenelementen.

Sa., 8.11., 21.30 / So., 9.11., 19.45

 


 

Das Untergrund Orchester

(Het Ondergronds Orkest)

 

Regie & Buch: Heddy Honigmann; Kamera: Eric Guichard; Ton: Piotr van Dijk
NL 1997 OmeU / 105 Min.

Ein venezolanischer Harfenist, ein Geiger aus Sarajevo, ein argentinischer Pianist, eine Sängerin aus Mali und eine rumänische Sitarspielerin sind die ProtagonistInnen in Hedy Honigmanns Dokumentarfilm. Auf den ersten Blick scheint DAS UNTERGRUND ORCHESTER ein Film über Personen zu sein, die ihr Geld mit Musik in den Korridoren der Pariser Métro verdienen. Im Fortgang zeigt er jedoch mehr und mehr deren oberirdisches Leben, zum Teil, weil es seit den Bombenanschlägen auf die Métro nicht mehr erlaubt ist, dort zu filmen, und weil es auch überirdisch eine Untergrund-Welt gibt: Viele der porträtierten Musiker leben als illegale ImmigrantInnen in Frankreich. Sie sind politische Flüchtlinge oder Leute im selbst gewählten Exil. Sie leben in Dachkammern oder in baufälligen Hotels, wo sie viel zu viel Miete zahlen müssen.

Hedy Honigmann führte Regie in den Dokumentarfilmen Metal and Melancholy und O Amor Natural, der hochgelobten Dokumentation über die erotische Poesie des brasilianischen Dichters Carlos Drummond de Andrade (1902-1987).

Sa., 22.11., 21.30 / So., 23.11., 19.30

 


 

Îles Flottantes

Regie & Buch: Nanouk Leopold; Kamera: Benito Strangio; mit Maria Kraakman, Halina Reijn, Manja Topper u.a.
NL 2001 OmeU / 82 Min.

 

Kaat verlässt Max am Tag nach ihrem dreißigsten Geburtstag und zieht zu ihrer Freundin Sascha. Kaat befindet sich in einem Dilemma, sie ist schwanger und weiß nicht, wer der Vater ist, Max oder Christoph, der Freund ihrer Freundin Isa. Obwohl Sascha und Isa ihr seltsames Betragen misstrauisch beobachten, bleibt Kaat ruhig und arrangiert eine Abtreibung. Als sich herausstellt, dass Kaat gar nicht schwanger ist, beichtet sie Sascha alles und beschließt, zu Max zurückzukehren. Aber Max will sie nicht mehr, noch dazu besteht Sascha darauf, dass sie mit Isa ins Reine kommt. Während Sascha und Isa sich ihren Problemen stellen, bleibt Kaat davon besessen, ihre Vergangenheit wiederzubeleben und bei ihren nutzlosen Anstrengungen, Max zurückzugewinnen, riskiert sie, das Wichtigste zu verlieren: ihre Freundinnen.

Sa., 29.11., 21.45 / So., 30.11., 19.30

 


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Zuletzt bearbeitet am 02.11.2003 © aptum1997-2003 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de