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Freiburger Informationstage zum Welttag für seelische Gesundheit 2003 27.09. - 13.10.2003

Viele Menschen sind über psychische Erkrankungen und deren Behandlung nicht oder nur ungenügend informiert. Betroffene fühlen sich von ihrer Umwelt häufig abgestempelt und ausgegrenzt. Die Lebensbedingungen für diese Bürgerinnen und Bürger durch Aufklärung zu verbessern ist Anliegen der Informationstage. Es wird ein Einblick in die Ursachen für psychische Erkrankungen, deren Behandlungen sowie über die soziale Begleitung und Integration von psychisch kranken Menschen gegeben.

In Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, dem Arbeitskreis sozialpsychiatrische Hilfen Freiburg, stellen wir im Umfeld der Informationstage Filme vor, die sich mit unterschiedlichen Aspekten seelischer Erkrankung beschäftigen.

 

Elling · Dialogues with Madwomen · MARTHA... MARTHA

 


 

Elling

Regie: Petter Naess; Buch: Axel Hellstenius, nach dem Roman "Brodre i blodet" von Ingvar Ambjörnsen; Kamera: Svein Krovel; Schnitt: Inge-Lise Lngfeldt; mit Per Christian Ellefsen, Sven Nordin, Jorgen Langhelle, Marit Pia Jacobsen u.a.
Norwegen 2001 OmU / 90 Min.

 

ELLING, ein Film, der von Freundschaft handelt. Elling und Kjell Bjarne, die beiden Helden, sind nicht einfach nur Buddies, sie brauchen einander wie die Luft zum Atmen. Gegenseitig verhelfen sie sich dazu, wieder ins Leben hineinzufinden. Sie werden einander zu Lebensrettern.

Nach einem zweijährigen Sanatoriumsaufenthalt wird den beiden ein Dreizimmer-Apartment in Oslo zugewiesen, wo sie unter der Obhut des Sozialarbeiters Frank Eigenständigkeit lernen und in die Realität hineinfinden sollen.

Vorlage des Films ist der Roman "Blutsbrüder" des in Hamburg lebenden norwegischen Schriftstellers Ingvar Ambjörnsen. Dass Ambjörnsen einmal als Pfleger in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet hat, dass er also genau weiß, wovon er erzählt, spürt man an vielen Momenten der Story.

Do., 2.10., 19.30 / Fr., 3.10., 21.45 / So., 5.10., 17.30 Di., 7.10., 21.30 / Mi., 8.10., 21.30

 


 

Dialogues with Madwomen

Regie: Allie Light; Kamera: Irving Saraf; Schnitt: I. Saraf & A. Light; Musik: Rachel Bugby & Larry Seymour
USA 1993 OmU / 90 Min.

 

Der Film porträtiert 7 Frauen, unter ihnen auch die Regisseurin, die die dunklen Seiten des menschlichen Lebens kennengelernt haben: Persönlichkeitsspaltungen, manische Depression, Schizophrenie, übersteigerte Euphorie. Dabei gewinnt der Prozess seiner Herstellung metaphorische Bedeutung für die Selbstdarstellung und -erfahrung derer, die er zu Wort kommen lässt. Während die Frauen sprechen, inszeniert Allie Light die Erlebnisse der Frauen, sie macht Halluzinationen durch poetische und dramatische Episoden begreifbar, verwendet Archivmaterial und Fotos. Diese Vorgehensweise macht den Film gleichermaßen zu einem Kunstwerk wie zu einem sozialen Experiment.

Zwei Gründe haben die Regisseurin Allie Light dazu bewegt, diesen Film zu drehen. Einerseits ihre persönliche Einsicht in die Notwendigkeit, psychisch Kranke aus der Tabuzone der Anstalten herauszubringen, um wieder einen Dialog zwischen ihnen und der Außenwelt einzuleiten. Andererseits die Herausforderung an die Methode des Dokumentarfilms. "Man kann nicht einfach eine Kamera auf jemanden richten und dabei erwarten, dass man filmen kann, was sich unter der Haut der betreffenden Person abspielt", sagt Allie Light.

In DIALOGUES WITH MADWOMEN ist es ihr gelungen, das Klischee der "talking heads" aufzubrechen. Ein beeindruckender Dokumentarfilm über die Symbole von Verrücktheit und Normalität, aus der Hand eines Teams, das 1991 einen Oscar für den besten Dokumentarfilm gewonnen hat.

Do., 16.10., 19.30 / Sa., 18.10., 17.30 / So., 19.10., 19.45

 


 

Ein weiterer Film zum Themenkomplex ist MARTHA... MARTHA vom 23. bis 28.10. im Programm (s. ciné club)

 



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Zuletzt bearbeitet am 28.09.2003 © aptum1997-2003 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de