Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
Urachstr. 40
79102 Freiburg
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Kinderkino

Lirum-Larum-Lesefest: Ulf Stark

Schriftsteller und Drehbuchautor

Ulf Stark zählt zu den bedeutendsten Kinderbuchautoren Schwedens und gleichzeitig zu einem der besten Drehbuchautoren des Landes. Er wurde 1944 in Stockholm geboren, wo er noch heute mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt. Unter anderem erhielt er den wichtigsten schwedischen Kinderliteraturpreis, die Nils-Holgerson-Plakette. Auch in Deutschland wurde er mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für das Buch KANNST DU PFEIFEN, JOHANNA? das auch verfilmt wurde. Für sein Gesamtwerk erhielt Ulf Stark 1994 den Astrid-Lindgren-Preis.

Für den Beitrag des Kommunalen Kinos zum Lirum-Larum-Lesefest 2003 ist Ulf Stark ein idealer Autor: Viele seiner Bücher sind verfilmt worden (z.B. EINE HEXE IN UNSERER FAMILIE), er schreibt Drehbücher für Verfilmungen seiner eigenen Geschichten (z.B. LASS DIE EISBÄREN TANZEN) und bei TSATSIKI, TINTENFISCHE UND ERSTE KÜSSE bearbeitete Ulf Stark als Drehbuchautor zum ersten Mal die Bücher einer anderen Autorin für einen Film, der zu einem großen internationalen Erfolg im Kino wurde. Das Kommunale Kino und die weiteren elf Spielstätten des Freiburger Kinderfilmrings widmen ihr reguläres Oktoberprogramm diesen Filmen. Und innerhalb des Lirum-Larum-Lesefestes wird Ulf Stark vom 16. bis 19. Oktober in Freiburg zu Gast sein.

 

Eine Hexe in unserer Familie · Kannst Du pfeifen, Johanna? · Tsatsiki, Tintenfische und erste Küsse · Lass die Eisbären tanzen

 

Bilderbuchkino und Chaplin-Kurzfilme

Beim Hausfest im Alten Wiehrebahnhof am Samstag, 4.10., gibt es nachmittags auch ein Kinder- und Familienprogramm mit Bilderbuchkino von Andreas Kirchgäßner ("Fußball-Freunde", für Erstleser ab 6 Jahren, ca. 45 Min.) und anschließend Kurzfilme von und mit Charles Chaplin, live am Klavier begleitet. Eintritt frei

 


 

Eine Hexe in unserer Familie

(En Häxa i Familjen)

Regie: Harald Hamrell; Drehbuch: Johan Bogaeus nach dem Kinderbuch "Dann nimm doch lieber meinen Bruder" (schwedischer Originaltitel: "Maria Bleknos") von Ulf Stark
Schweden/ GB 1999 ab 6 J./ 82 Min.

 

Marias kleiner Bruder "Fröschchen" ist eine echte Nervensäge. Er färbt die Haare ihrer Barbie, versteckt seine Klamotten in ihrem Puppenhaus und rennt ständig mit einem albernen Plastikschwert hinter ihr her. Kein Wunder, dass Maria sich nichts sehnlicher wünscht, als ihren Bruder endlich los zu werden. Und zum Glück besitzt ihre neue Freundin Makka eine Zauberkugel, die jeden Wunsch erfüllt.

Dann engagieren Marias Eltern das Kindermädchen Gerda, das genauso aussieht wie die Hexe in Makkas Gruselbuch. Maria wird es ganz unheimlich: Die Kinderfrau isst Wespen, zaubert schauerliche Schattenspiele auf die Tapete und hat, wie sie selber sagt, "Kinder zum Fressen gern". Meint sie damit etwa "Fröschchen"? So hatte Maria das mit ihrem Wunsch dann doch nicht gemeint. Als Gerda die Kinder zu einem Ausflug auf ein einsames Schloss mitnimmt, brodelt es bald schon höchst verdächtig im Kochtopf der Burgküche. Aber wer sagt eigentlich, dass alle Hexen böse sind?

Harald Hamrell hat einen turbulenten Film nach dem Buch von Ulf Stark (der nicht am Drehbuchschreiben beteiligt war) über ein universelles Thema inszeniert: ältere Schwester — jüngerer Bruder, und es mit seiner Vorliebe für Hexengeschichten verknüpft.

Sa.,11.10., 15.30 / So.,12.10., 15.30

 


 

 

Kannst Du pfeifen, Johanna?

(Kan Du Vissla Johanna?)

Regie: Rumle Hammerich; Drehbuch: Ulf Stark nach seinem gleichnamigen Kinderbuch Schweden 1995 ab 6 J./ 55 Min.

 

Bertil hätte auch gern so einen wunderbaren Großvater wie sein Freund Uffe, der Geschenke macht und vor allem Zeit hat. Also beschließen die beiden kleinen Jungen, für Bertil einen Opa im Altersheim auszusuchen. Die Wahl fällt auf Nils, der sich nach anfänglicher Skepsis mehr und mehr zum Bilderbuch-Großvater entwickelt. Nach einem nächtlichen Ausflug in Nachbars Garten sind die drei unzertrennlich. Sie erleben einen wunderbaren Sommer miteinander.

Die Geschichte von Ulf Stark erschien ursprünglich als Bilderbuch, illustriert von Anna Höglund. Zusammen mit dem Autor hat Regisseur Rumle Hammerich die großen Themen Jung und Alt, Leben und Tod poetisch, mit leisem Humor und ohne Sentimentalität in Szene gesetzt.

Fr., 17.10., 15.30 in Anwesenheit von Ulf Stark (Weitere Vorstellungen: vom 16. 10. bis 1.11. in den weiteren Einrichtungen des Freiburger Kinderfilmrings und am Sonntag, 19.10., 13.30h im Bürgerhaus Zähringen innerhalb des großen Lesefestes in Anwesenheit von Ulf Stark)

 


 

Tsatsiki, Tintenfische und erste Küsse

(Tsatsiki, Morsan och Polisen)

Regie: Ella Lemhagen; Drehbuch: Ulf Stark nach den Büchern "Tsatsiki, Tsatsiki" und "Tsatsiki, Tintenfische und erste Küsse" von Moni Nilsson-Brännström
S/ N/ Dk 1999 ab 8 J./ 91 Min.

 

Eigentlich heißt er ja Tobias, aber so wird der Achtjährige mit dem Spitznamen ‘Tsatsiki’ von fast niemandem genannt. Das hat einen einfachen Grund: Tsatsiki träumt von Griechenland und von seinem Vater, einem griechischen Fischer, der nicht einmal weiß, dass er einen Sohn in Schweden hat. Gerne würde Tsatsiki seinen Vater kennen lernen und gemeinsam mit ihm nach Tintenfischen tauchen. Doch seine Mutter hat zunächst andere Sorgen: Sie spielt Gitarre in einer Band und träumt von einer Karriere als Musikerin.

Eines Tages lernt Tsatsiki den jungen Polizisten Göran kennen. Er zieht als Untermieter ein und unterstützt Tsatsiki bei seinem Plan. Als Tina tatsächlich Karriere macht, gewährt sie ihrem Sohn den Wunsch. Gemeinsam brechen sie auf gen Süden. Doch von einer Wiederbegegnung mit Tsatsikis Vater, der nur ein Urlaubsflirt für sie war, möchte sie nichts wissen ...

Die Regisseurin Ella Lemhagen kannte die auch in Deutschland erschienenen Bücher von Moni Nilsson-Brännström nicht. Die Produzentin Anne Ingvar "drückte sie mir in die Hand", so Ella Lemhagen, "weil sie sie unbedingt verfilmen wollte. Für das Drehbuch haben wir dann zwei der Romane zusammengefasst. Ich nahm dafür aber nicht die Autorin, sondern engagierte Ulf Stark. Er gehört inzwischen zu meinen Lieblingsautoren."

So., 5.10., 15.30 / Sa.,18.10.,15.30 in Anwesenheit von Ulf Stark / So., 19.10., 15.30

 


 

Lass die Eisbären tanzen

(Lad Isbjørne danse)

Regie: Birger Larsen; Drehbuch: Birger Larsen, Jonas Cornell nach dem Roman "Wir Eisbären" (schwedischer Originaltitel "Låt isbjörnarna dansa") von Ulf Stark
Dk 1990 ab 10 J./ 90 Min.

 

Lasse, 12, muss nach der Trennung der Eltern bei seiner Mutter und deren neuen Partner leben. Er sehnt sich nach seinem Vater, einem Kumpeltyp, rauh aber herzlich, der schon mal bei den Lehrern auf den Tisch haut und mit Lasse "die Eisbären tanzen lässt". Der andere, ein ehrgeiziger Zahnarzt, hat Großes vor mit Lasse. Das geht soweit, dass der Junge sich am Ende selbst nicht mehr kennt. Als sogar seine Freundin sich von ihm entfernt, trifft er eine wichtige — und richtige — Entscheidung.

LASS DIE EISÄREN TANZEN ist eine echte filmische Umdichtung des Buches von Ulf Stark aus dem Jahre 1986. Aus der sensiblen Geschichte hat der damals 28jährige Regisseur und ehemalige Schauspieler Birger Larsen einen überzeugenden Debüt-Spielfilm vorgelegt, der vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurde.

Sa., 25.10., 15.30 / So., 26.10., 15.30

 


 

Veranstaltungen mit Ulf Stark:

Do., 16.10., 8.30 und 10.30 Lesung und Gespräch Kommunales Kino/Galerie im Alten Wiehrebahnhof
(1. bis 4. Klasse/ Eintritt frei)
Do., 16.10.,16.00 KANNST DU PFEIFEN, JOHANNA? RiKiKi - Rieselfelder Kinderkino
Fr., 17.10., 8.30 und 10.30 Lesung und Gespräch Kommunales Kino/Galerie im Alten Wiehrebahnhof
(1. bis 4. Klasse/ Eintritt frei)
Fr., 17.10., 15.30 KANNST DU PFEIFEN, JOHANNA? Kommunales Kino
Sa. 18.10.,15.30 TSATSIKI, TINTENFISCHE UND ERSTE KÜSSE Kommunales Kino
So. 19.10., ca. 13.30 Lesung, Film KANNST DU PFEIFEN, JOHANNA? im Bürgerhaus Zähringen innerhalb des großen Lesefestes (11.00 - 17.00 )

Bücherpräsentation mit Schmökerecke vom 16. bis 19. Oktober in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof

Das Filmprogramm und die Lesungen mit Ulf Stark sind Bestandteil des Lirum-Larum-Lesefestes des Kulturamtes der Stadt Freiburg. Ein ausführliches Programmheft ist erhältlich.



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Zuletzt bearbeitet am 28.09.2003 © aptum1997-2003 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de