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Mittwochskino: Cinema Africa

 


African Blues: Je chanterai pour toi · Dôlè - Das Lottospiel · Rostov-Luanda

 


 

African Blues: Je chanterai pour toi

Regie & Buch: Jacques Sarasin; Kamera: Stephan Oriach; Schnitt: Bernard Josse
Frankreich / Mali 2002 OmU / 76 Min.

 

Seit einigen Jahren begeistert der Star des afrikanischen Blues, Boubacar Karkar Traoré, Musikfans rund um die Welt. Mit Karkar kehren wir in dieser filmischen Reise zurück zu seinen Wurzeln in Mali, folgen Lebensstationen quer durchs Land und erfahren, was diesen großen Musiker und seine Lieder geprägt hat. Anhand von Erzählungen seiner Freunde und mit den von KarKars Musik stimmungsvoll begleiteten Bildern ist das einzigartige Porträt eines von Schicksalsschlägen geprüften Mannes entstanden. Ein malinesisches Pendant zum kubanischen "Buena Vista Social Club".

In seinem mehrfach preisgekrönten Film begleitet der Regisseur Jacques Sarasin Boubacar Traoré auf seinen Reisen durch Mali und lässt Freunde und prominente Musikerkollegen wie Ali Farka Touré zu Wort kommen. Das filmische Porträt dieses engagierten Künstlers gibt zugleich auch Einblicke in die spannungsreiche politische Entwicklung Afrikas seit der Befreiung vom Kolonialismus und beeindruckt durch intensive Bilder von Landschaft und Menschen in Mali. Im Mittelpunkt aber steht die unverwechselbare, melancholisch-leidenschaftliche Musik von Boubacar Traoré, nach der man süchtig werden kann.

Mi., 3.9., 20.30 / Sa., 6.9., 20.00 / Mi., 10.9., 19.30 / Do., 11.9., 21.30

 


 

Dôlè - Das Lottospiel

Regie & Buch: Imunga Ivanga; mit David Nguema Nkogh, Emile Mepango, Roland Nkeyi u.a.
Gabun 2000 OmU / 92 Min.

 

Mougler und seine Freunde leben in Libreville, der Hauptstadt Gabuns.

Sie haben große Träume aber kein Geld. Mougler plant mit seinen Kumpeln, den Kiosk des neuen Lottospiels "Dôlè" auszurauben, das die ganze Stadt wie im Fieber erfasst. Aber der Kiosk wird von einem bewaffneten Mann bewacht, der in die sympathische Ladeninhaberin verliebt ist.

DÔLÈ ist ein vor Leben und Lebensrhythmen strotzender kleiner Erstling. Er wurde als erster Film seit 1978 im Gabun gedreht, mit LaienschauspielerInnen, die im Wesentlichen ihre eigenen Rollen spielen. Es sind junge Schüler aus Libreville, die Mougler und seine Bande darstellen und dabei eigene Erfahrungen verarbeiten. Der talentierte junge Regisseur Imunga Ivanga findet den richtigen Ton: Weder zu ernst noch zu leichtfertig beschreibt er die städtische Jugend in ihrem Alltag. Man kann sie in allen Städten Afrikas antreffen, findet sie aber auch an vielen anderen Orten rund um den Globus. Ihre Begeisterung für die Rap-Musik erinnert daran, dass diese Musik auch die schwarz-afrikanischen Städte erobert hat, wo sie zu einem Ausdruck des Protests der Jugend geworden ist. Sehr schön lässt uns Imunga Ivanga gerade dies spüren. Hauptpreis beim panafrikanischen Filmfestival 2000 in Karthago. Cannes 2000: Prix Jeune Cinéma

Mi., 24.9., 19.30 / Fr., 26.9., 21.30 / So., 28.9., 17.30

 


 

Rostov-Luanda

Buch & Regie: Abderrahmane Sissako; Kamera: Jacques Besse
Mauretanien / F 1997 OmU / 85 Min.

 

Rostov, Luanda. Was haben diese beiden Städte miteinander zu tun? Sie sind Stationen einer Biografie. Der Filmemacher Sissako wurde in Mauretanien geboren und wuchs in Mali auf. Nach dem Abitur bekam er die Chance, Film in Moskau zu studieren. Um Russisch zu lernen, schickte man ihn ein ganzes Jahr nach Rostov an den Don. Auf der endlos langen Zugfahrt von Moskau nach Rostov gab es noch einen Mann, dem man ansah, dass er nicht von hier stammte: Baribanga, Afrikaner wie der Autor, im heutigen Angola zuhause.

ROSTOV-LUANDA erzählt zweierlei: Sissakos Suche nach diesem Freund von damals und zugleich seine eigenen Reiseerfahrungen und seine Entdeckung Angolas. In Angola kennt er sich nicht aus, spricht nicht einmal die Sprache. Aber er sieht: Er beobachtet in einer Kneipe, mitten in Luanda wie die Leute ein- und ausgehen, wie hier Musik gemacht wird, und wie der ewige Krieg das Leben immer noch bestimmt. Sissako spannt den Bogen über die Geschichte vieler Länder, ihre politische Verflechtung, und die Auswirkung auf den Alltag der Leute. Es ist ein Film, der die Konfusion eines Kontinents sinnlich werden lässt, und wir ahnen etwas von der Geschichte Afrikas. Deutschland-Premiere auf der Documenta X 1997.

Mi., 17.9., 19.30 / Fr., 19.9., 21.30

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 31.08.2003 © aptum1997-2003 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de