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Mittwochskino - Außereuropäische Festival-Highlights

 


Taxi para tres · Das Windpferd · Die andere Welt · Y tu Mamá también · Moro no Brasil — Sound of Brazil

 


 

Taxi para tres

(Ein Taxi für drei)

Regie & Buch: Orlando Lübbert; Kamera: Patricio Riquelme; Musik: Joe Vasconcellos, Edu Zvetelman; mit Alejandro Trejo, Daniel Muñoz, Fernando Gómez Rovira, Daniel Alcaíno u.a.
Chile 2001 OmeU / 90 Min.

 

TAXI PARA TRES ist eine witzig und sehr menschlich inszenierte Geschichte, eine skurrile Tragikomödie aus dem modernen Chile nach dem Ende der Pinochet-Diktatur. Zwei kleine Kriminelle aus den Elendsvierteln Santiagos entführen ein Taxi mitsamt Fahrer. Nach einigem Widerstand erkennt der seinen eigenen Vorteil in dieser Allianz, und langsam entwickelt sich eine Art Freundschaft innerhalb dieses eigenartigen Trios - erst am Ende wird der Kleinbürger zum Verräter und zum Star der Massenmedien. "Ich wollte keine larmoyant-politische Anklage", sagt Regisseur Orlando Lübbert, "wir müssen Geschichten erzählen, die diese verkrampft-verhaltene Grundstimmung in unseren Ländern nach dem Ende der Militärdiktaturen aufgreifen - in Europa hat man noch immer eine sehr reduzierte Vorstellung vom lateinamerikanischen Film als eine reine Bebilderung politischer Militanz ..."

TAXI PARA TRES wurde 2001 im Festival von San Sebastian als bester Film ausgezeichnet. Coral-Preis beim Internationalen Filmfestival in Havanna.

Mi., 2.4., 19.30 / Fr., 4.4., 19.30 / So., 6.4., 21.30

 


 

Das Windpferd

(Aoud Rih / Le cheval de vent)

Regie: Daoud Aoulad Syad; Buch: Ahmed Bouanani; Kamera: Thierry Le Bigre; Musik: Youness Negri; mit Mohamed Najd, Faouzi Bensaïdi, Mohamed Belfquih, Driss Essalah u.a.
Marokko / F 2001 OmU / 86 Min.

 

DAS WINDPFERD ist die Geschichte der Freundschaft zwischen einem alten und einem jüngeren Mann. Sie spielt sich im Stil eines Roadmovies ab, und ein Motorrad mit Seitenwagen ist das Gefährt.

Tahar, ein ehemaliger Schmied, verlässt das Haus seines Sohnes in der kleinen Stadt Salé, da er das Gefühl hat, nur noch eine Last, ein Ärgernis zu sein. Er beschließt, nach Azemmour zu fahren, wo er vor seinem Ruhestand ein erfülltes, aktives Leben geführt hat. Dort will er dem Grab seiner geliebten Frau einen letzten Besuch abstatten. Diese Reise ist also auch eine Pilgerfahrt in seine Vergangenheit.

Driss, der jüngere Mann, verlässt das Krankenhaus, ohne zu wissen, ob er geheilt oder unheilbar krank ist. Seine gesamte Energie wird von einem merkwürdigen Brief absorbiert, in dem ihm mitgeteilt wird, dass seine Mutter ein letztes Mal ihre Kinder zu sehen wünscht. Tahar und Driss führt die Ähnlichkeit ihrer Suche zusammen: Beide haben ihren Blick auf einen trügerischen Horizont gehaftet und wollen ihn eher ersehnen als wirklich erreichen.

Ein philosophischer Film, der mit schönen Landschaftsbildern vom touristisch unbekannten Marokko begleitet wird. Preis der Cinéclubs in Fribourg 2002.

Mi., 16.4., 19.30 / Sa., 19.4., 17.30 / Mo., 21.4., 19.30

 


 

Die andere Welt

(L’autre monde)

Regie & Buch: Merzak Allouache; Kamera: George Lechapotois u.a.; Musik: GNAWA Diffusion; mit Marie Brahimi, Karim Bouaiche, Nazim Boudjenah, Michelle Moretti, Abdelkrim Balhoul u.a.
F / Algerien 2001 OmU / 100 Min.

 

Paris 1999. Yasmine, die algerischer Abstammung ist, hat seit Monaten nichts mehr von ihrem Freund Rachid gehört, der von einem Tag auf den anderen Frankreich verlassen hat. Kaum in Algier angekommen, wird er zum Militärdienst eingezogen. Beunruhigt von den Nachrichten aus Algerien, beschließt Yasmine spontan, nach ihm zu suchen, und erfährt, dass Rachid in einen Hinterhalt fanatischer Islamisten geraten ist, bei dem nur zwei Männer überlebt haben sollen. Überzeugt davon, dass Rachid mit dem Leben davongekommen ist, macht sie sich auf eigene Faust ins Landesinnere auf - und wird in die Auseinandersetzungen von Islamisten und Armee verwickelt.

"Seit 1993 bin ich nicht nach Algerien zurückgekehrt. (...) Algerien ist für mich zu einem merkwürdigen Land geworden, aus dem mit morbider Regelmäßigkeit schreckliche Nachrichten von Gewalt und Tod kommen. Die Bilder, die uns aus diesem Land im Kriegszustand erreichten, wurden immer verschwommener, bis sie schließlich nur noch blitzlichtartig in den täglichen Nachrichten auftauchten. Und 1999 hatte ich dann Lust zurückzugehen, um selbst zu sehen, zu fühlen, zu filmen und etwas über Algerien zu erzählen." (Merzak Allouache)

Mi., 23.4., 19.30 / Sa., 26.4., 22.00

 


 

Y tu Mamá también

(Gier nach Leben / Lust for Life)

Regie: Alfonso Cuarón; mit Maribel Verdú, Gael García Bernal, Diego Luna
Mexiko 2001 OmU / 105 Min.

 

Das Leben der beiden Teenager Julio und Tenoch ist vor allem durch Hormonstaus bestimmt. Auf einer Hochzeit lernen sie die 28-jährige Spanierin Luisa kennen und überreden sie, mit ihnen zu einem Traumstrand zu fahren. Jung-Regisseur Alfonso Cuarón vermittelt das sexuelle Erwachen der Jugendlichen herzerfrischend vital und lebensnah. Selten ist Sexualität so freizügig im lateinamerikanischen Kino gezeigt worden. Der Film, der in Mexiko zum Kassenschlager avancierte und auch bei den Filmfestspielen in Venedig enthusiastisch aufgenommen wurde, erhielt dort den Preis für den besten Nachwuchsschauspieler und eine Auszeichnung für das beste Drehbuch.

Mi., 30.4., 19.30 / Fr., 2.5., 21.30 / Sa., 3.5., 21.30 / So., 4.5., 17.30

 


 

Moro no Brasil — Sound of Brazil

Regie: Mika Kaurismäki; Buch: M. Kaurismäki & George Moura; Kamera: Jacques Cheuiche; Produzentin: Phoebe Clarke
D / Finnland / F / Brasilien 2001 OmU / 104 Min.

 

Der finnische Filmemacher Mika Kaurismäki lädt zu einer musikalischen Reise durch Brasilien. Sein Roadmovie ist eine Dokumentation der vielfältigen, multikulturellen Rhythmen und Ausdrucksformen brasilianischer Musik, wie auch ein Zeugnis seiner persönlichen Leidenschaft.

Auf einer 4.000 Kilometer langen Entdeckungsreise durch das Land, das er seit einem Jahrzehnt gut kennt, trifft er Musiker, Sänger und Tänzer der unterschiedlichsten Stilrichtungen. Kaurismäki lässt diesen Reichtum für sich selbst sprechen - durch die Erzählungen der Menschen, ihre verblüffend gegensätzlichen Musikstile und durch die Texte ihrer Lieder: Musik gehört in Brasilien zum Alltag und sie dient immer auch dem spontanen Ausdruck der Gefühle.

Mi., 9.4., 19.30 / So., 13.4., 17.30

Nach der Filmvorstellung am Mittwoch, 9.4., lädt der Deutsch-Brasilianische Kulturverein "Dona Flor" zu einem Empfang in der Galerie des Alten Wiehrebahnhof. Die Produzentin Dr. Phoebe Clarke wird anwesend sein, anschließend tritt die brasilianische Tanzgruppe GRUPO CIRANDA auf.

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 01.02.2003 © aptum1997-2003 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de