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Dokumente: Biografien außergewöhnlicher Frauen

 

Pie In The Sky Story - Brigid Berlin
Didn't do it for love - Eva Norwind
Janis - Die Janis Joplin Story

 


 

Pie In The Sky

The Brigid Berlin Story

Regie: Vincent Fremont & Shelly Dunn Fremont; Kamera: Vic Losick; Musik: Chris Stein; mit Richard Bernstein, Bob Colacello, Patricia Hearst, Taylor Mead u.a.
USA 2000 OmU / 75 Min.

 

PIE IN THE SKY beschreibt das Leben von Brigid Berlin, Andy-Warhol-Superstar. Ihr Vater, Leiter der Hearst-Corporation, und ihre glamouröse, in Schickeria-Kreisen verkehrende Mutter erwarten von Brigid, dass sie in ihre Fußstapfen treten und ein perfektes Leben führen würde. Jahrelang rebellierte Brigid und rannte schließlich mit einem schwulen Schaufensterdekorateur davon - und brachte während eines Sommers auf Fire Island ihre erste Erbschaft durch.

Ihr Kontakt zu Andy Warhols Factory und ihr immenser Amphetaminkonsum brachten das Fass zum Überlaufen. Der Film zeigt ihre Auftritte in den bekannten Warhol-Filmen BIKE BOY, IMITATION OF CHRIST sowie im Underground-Klassiker CHELSEA GIRLS, durch den Brigid Berlin Kultstatus erlangte, als sie eine amphetamingefüllte Injektionsspritze durch den Hosenboden ihrer Jeans stieß.

Brigid Berlin hat sich in den letzten 35 Jahren obsessiv ihrer Kunst gewidmet: Sie schoss Polaroids von Künstlern und Downtown-Bewohnern, machte ,tit-prints', zeichnete jeden Telefonanruf auf und füllte ihre zahllosen ,trip books' mit Zeichnungen und Notizen. Heute, mit sechzig, hat sich ihre Obsession auf ihre Mops-Sammlung und das Führen eines perfekten Haushalts verschoben.

In dem überaus unterhaltsamen PIE IN THE SKY von Shelly Dunn Fremont und Vincent Fremont (der mit 19 Jahren begann, für Warhol zu arbeiten) lernt man nicht nur Brigid "Poke" Berlin, die "Non-Stop-Talking-Machine" kennen, sondern auch den kreativen Zwang zur Selbstentäußerung, der in dieser High-Society herrschte: obsessiv kontrollierter Kontrollverlust.

Do., 3.4., 19.30 / Fr., 4.4., 21.30 / So., 6.4., 17.30 / Mi., 9.4., 22.00

 


 

Didn't do it for love

Regie & Buch: Monika Treut; Kamera: Ekkehart Pollak & Christopher Landerer; Musik: Georg Kajanus; mit Eva Norwind
BRD 1997 DF / 80 Min.

 

Mit Tiefe und Spaß dokumentiert Monika Treut die Hintergründe des erstaunlichen Lebens der "mexikanischen Brigitte Bardot" und späteren No.1-Domina von New York, der Norwegerin Eva Norwind.

Eva ist eine Frau, die die Seiten wechselt. Als üppige nordische Schönheit hat sie früh erfahren wie es ist als Ikone benutzt zu werden: als Tänzerin, Model und als Filmschauspielerin in Mexiko. Nach zehn Jahren Verwertung ihres Körpers hat sie selbst die Kamera in die Hand genommen. Sie wurde Fotografin, Journalistin und hat Film studiert. Dennoch ließ sie die Sexualität nicht los. Etwa zehn Jahre lang hat sie als Domina gearbeitet. Ihr Thema: Sexuell benutzt zu werden und zu benutzen - nicht nur professionell, sondern auch in ihrem Privatleben.

Es ist die Geschichte einer Odyssee durch die Wildnis der Sexualität, die noch nicht ans Ziel gekommen ist. Zur Zeit (1997) studiert Eva Kriminalpsychologie und Jura, um Sexualverbrechern helfen zu können - auch auf der Suche nach dem dunklen Geheimnis ihrer eigenen Identität.

Fr., 11.4., 19.30 / Sa., 12.4., 17.30 / So., 13.4., 21.30

 


 

Janis - Die Janis Joplin Story

Regie und Schnitt: Howard Ald & Seaton Findlay; mit Janis Joplin, Big Brother And the Holding Company, Kozmic Blues Band und Full Tilt Boogie Band
USA 1974 DF / 96 Min.

 

Man machte sie zur Stimme der Rebellion - kräftig, wütend, schrill und kratzig. Sie war aber auch die der Liebe -zart, zerbrechlich und voller Hingabe. Eine unstillbare Sehnsucht nach Harmonie, nach einer Welt voller "Love and Peace", ohne Heuchelei und Betrug, hat sie in die Sucht und schließlich in den Tod getrieben. Offiziell starb Janis Joplin, die im Januar 60 Jahre alt geworden wäre, an einer Überdosis Heroin. Aber Eric Burdon, der eine Zeit lang genau wie sie den Highway des Lebens auf der Überholspur entlang raste, sagte: "Janis starb an einer Überdosis Janis."

Der Film zeigt Stationen aus ihrer kometenhaften Karriere: Konzerte in Kanada, USA und Europa, Aufnahmen während der Proben, in Plattenstudios, bei Diskussionen und Interviews, die Janis in der für sie bekannten Freizügigkeit gibt. Die texanische Sängerin mit der rauen Stimme ist der Star dieses Films, der sich nicht nur an ihre alten Fans richtet, in dem das Schwergewicht auf die Darstellung ihres Lebens, ihrer Lebensphilosophie und ihrer immer wieder offen geäußerten Standpunkte gelegt wird.

Der Film lässt nicht nur eine phantastische Sängerin wiederaufleben, sondern macht auch das Lebensgefühl der ausgehenden 60er Jahre deutlich.

Fr., 18.4., 19.30 / Mo., 21.4., 17.30 / Di., 22.4., 21.30

 



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Zuletzt bearbeitet am 29.03.2003 © aptum1997-2003 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de