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März 2003

Yesterday´s Heroes

 

Drei Filme von Jay Rosenblatt · Underground Zero © 2002 / Teil 2

 


 

Drei Filme von Jay Rosenblatt

Jay Rosenblatts Filme lassen unsere Emotionen explodieren und treffen uns im Innersten unserer Psyche. Seine vielfach auf Festivals ausgezeichneten Filme sind persönlich in ihrer Auseinandersetzung und universell in ihrer Aussage. In der Regel verwendet Rosenblatt Found Footage, Bildmaterial, welches er nicht selber fotografiert hat. Er montiert es in neue Sinneszusammenhänge, oft werden dabei die Bilder neu bearbeitet mit Hilfe von optischen Printern und anderen fototechnischen Mitteln, zentral bleibt aber immer die Montage und Organisation der Bilder.

THE SMELL OF BURNING ANTS

Regie & Buch: Jay Rosenblatt
USA 1994 OF/21 Min.

Das Verbrennen von Ameisen ist eine der Metaphern in diesem Film über die Brutalität, die in Kindern steckt. Der Film thematisiert die schmerzvollen Aspekte, die in der menschlichen Sozialisation stecken.

HUMAN REMAINS

Regie & Buch: Jay Rosenblatt; Kamera: J. Rosenblatt & John Turk; Sound: Christian Bruno; Schnitt: Amy Hunter; Sprecher: Karl-Heinz Teuber, Adrian Morgan, Pierangelo Peri, Chris Cook
Dänemark 1998 engl. OF / 30 Min.

Der Film ist wie eine gespenstische Dokumentation, welche versucht die Banalität des Bösen zu illustrieren. Der Film beinhaltet fünf Porträts über die intimen Einzelheiten, Bedürfnisse und Träume von fünf Männern, die alle zu den berüchtigtsten Diktatoren des 20. Jahrhunderts gehören.

KING OF THE JEWS

Regie & Buch: Jay Rosenblatt
USA 2000 OF/18 Min.

Der Film ist ein Werk über Furcht und Transzendenz. Indem er Hollywoodfilme, Lehrfilme der 50er Jahre, private Amateurfilme und religiöse Filme aus der Kinogeschichte einsetzt, beschreibt der Filmemacher seine unangenehme Kindheitsbeziehung zu Jesus Christus.

Di., 25.3., 21.30

Wer sich genauer mit dem Werk von Jay Rosenblatt beschäftigen will kann unter seiner Homepage www.jayrosenblattfilms.com eine Menge von Zeitungstexten und Interviews finden sowie einige andere Informationen.

 


 

Underground Zero © 2002

Eine Woche nach den Ereignissen des 11. September riefen die Filmemacher Jay Rosenblatt und Caveh Zahedi über 150 Experimental- und Dokumentarfilmer an, um sie zu bitten, einen Beitrag zu diesem kollektiven Filmprojekt zu machen, die sich auf dieses Ereignis und seine Nachwirkungen bezieht. Die Resonanz war überwältigend und diese beiden Programme sind das Resultat.

Underground Zero©2002

Teil 1 76 Min.

The End of Summer - Frazer Bradshaw (3’)

Maybe we're too grown up?
Vielleicht sind wir einfach zu groß geworden?

The Voice of the Prophet — Robert Edwards (7’)

Ein Interview mit Rick Rescorla - einem pensionierten Armee Oberst

China Diary (911) - Eva Brzeski (12’)

China, 11. September 2001

Isaiah's Rap — Rob Epstein and Jeffrey Friedman (3’)

Ein 14jähriger Musiker und Poet reagiert auf die Attacken in seiner "TriBeCa" Nachbarschaft.

Brief Encounter with Tibetan Monks - Paul Harrill (5’)

Auf der Suche nach Frieden in einer Welt der Krisen...

Scene from an Endless War - Norman Cowie (2’)

Aus einem Videotape über Globalisierung, Militarismus und den "Krieg gegen den Terrorismus."

The World is a Classroom - Caveh Zahedi (14’)

Eine Allegorie über den Bush und den Bin Laden in jedem von uns.

A Strange Mourning - David Driver (5’)

Freitag den 14. September 2001 an einer Straßenecke von Los Angeles, Kalifornien.

21 - Laura Plotkin (3’)

Als Nachwirkung auf den 11.09. ereigneten sich viele gewalttätige und rassistische Attacken überall in den USA.

Carefully Taught - Valerie Soe (4’)

Ein kurzes Essay als Replik auf den blinden patriotischen Eifer im Anschluss an den 11. Sept.

The World As We Know It — John Haptas and Kristine Samuelson (4’)

Smart bombs or not, just war or not

Prayer — Jay Rosenblatt (3’)

Glaube und Angst. Duck´ und versteck´ Dich.

Untitled — Ira Sachs (6’)

Portraits der Flyer, die in den Strassen von New York in den Tagen nach dem 11.9 verteilt wurden.

Di., 4.3., 19.30

 


 

Underground Zero©2002

Teil 2 78 Min.

New York - Chel White (5’)

Ein Bildergedicht

Brooklyn Promenade — Mark Street (3’)

Von der Schwierigkeit, seine Kinder vor den Folgen des 11. September zu schützen...

Both Towers Have Fallen — Cathy Cook (2’)

1995 lebte ich in Greenpoint, Brooklyn...

No News - Bushra Azzouz (4’)

Keine Nachricht ist eine gute Nachricht.

Ashes to Ashes: the Art of Rebecca Haseltine — Barbara Klutinis (9‘)

Eine bildendende Künstlerin reflektiert über ihre Reaktionen auf den 11.9.

Parthenogenesis — Marina Zurkow (2’)

Eine allegorische Mikro-Oper über Herzschmerz und Mitleid.

Language Lessons - Jeanne C. Finley and John Muse (9’)

Ein Film, der die mythische Quelle der Jugend sucht.

End of an Era — Lucas Sabean (6’)

Innere Freiheit/hat er/von Anfang an/wenn er nur/ die Courage aufböte/und sie nutzte/um die innere Erfahrung zu akzeptieren/welche ist/soziale Tragweite.

Meal — Cathy Crane and Sarah Lewison (3’)

Eine Radiotalkshow sinniert über Muhammad Attas letzte Mahlzeit.

Collateral Damage - Marcia Jarmel (3’)

Die Klage einer Mutter über die menschlichen Verluste des Krieges.

Vale of Tears - Nancy D. Kates (4’)

Vale ist das Mittelenglische Wort für Tal, die zweite Bedeutung ist: die Welt als Jammertal.

Drink from the River — Thad Povey and The Scratch Film Junkies (3‘)

Als ich nach etwas Trost nach den Attacken suchte, erinnerte ich mich an Lethe, den Fluß der Unterwelt, des Vergessens, von dem die Seelen zu trinken wünschen.

Fear Itself — Dan Weir (3’)

Ich aß gerade Mittag, schaute auf die Bay Bridge, als ich eine Idee für einen Horrorfilm bekam.

Unfurling — Martha Gorzycki (2’)

Stumme animierte Bilder über den wiedererstarkten Nationalstolz.

Wake — Abigail Severance and Julia Inez Gandelsonas (4’)

Eine Reise nach dem 11.9. durch New York, in den Körper und aus dem Mund des Leids.

Merciful and Compassionate? — Rock Ross (4’)

Wie viel weitere Taten des "vergebenden und mitfühlenden" Gottes dürfen wir noch erwarten?

Awake — Greg Watkins (1’)

Letzte Nacht brannte die Scheune nieder.

Innocence and Despair — Phil Solomon (5’)

Ein Unterwasserschlaflied für meine Heimatstadt, eine versunkene Kathedrale der Unschuld und des Verlusts.

Do., 6.3., 21.45 kino avantgarde

 


 

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