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Orson Welles

Wenn das Kino eine Religion hat, dann ist Orson Welles einer ihrer Evangelisten. Nur wenige werden ähnlich vergöttert wie dieser Hochbegabte. Zugleich erscheint kein Zweiter so rätselhaft. Nur 12 Filme vollendete er in über 40 Jahren Filmgeschäft, kaum einer erschien genau in der Form, die er sich wünschte. Daneben stehen unzählige, angekündigte, manchmal begonnene, aber nie zu Ende geführte Projekte.

1995 ging der Nachlass von Orson Welles, diese grandiose Fundgrube, an das Filmmuseum München, das die Kurzfilme restauriert hat. "Der unbekannte Orson Welles" ist der Titel eines abendfüllenden Kurzfilmprogramms mit fünf Werken des Meisters. Es zeugt nicht nur vom Ideenreichtum und Humor seines genialen Autors, sondern besitzt auch großen dokumentarischen und (auto)biographischen Wert und wird uns vom Bundesverband kommunale Filmarbeit zur Verfügung gestellt.

Den Kurzfilmen als einer großen Entdeckung stellen wir mit DIE LADY VON SHANGHAI einen der ganz bekannten, legendären Filme von Orson Welles in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln an die Seite.

 

Die Lady von Shanghai · Der unbekannte Orson Welles

 


 

Die Lady von Shanghai

(The Lady from Shanghai)

Regie: Orson Welles; Buch: O. Welles, nach dem Roman "If I die before I wake" von Sherwood King; Kamera: Charles Lawton jr.; Musik: Heinz Roehmheld; mit Rita Hayworth, Orson Welles, Everett Sloane, Glenn Anderson u.a.
USA 1948 OmU / 87 Min.

 

Der Seemann O’Hara wird in die mörderischen Intrigen verwickelt, die die bezaubernde Frau des verkrüppelten Bannister und sein bösartiger Partner Grisby angezettelt haben. In der berühmten Schlusssequenz treffen die Hauptfiguren in einem Spiegelkabinett aufeinander.

Idole, Ideale und Fetische der USA - gesehen von einem modernen Hieronymus Bosch, reflektiert im modernen Parabolspiegel des Alptraums. Die Motive des Film Noir steigert THE LADY FROM SHANGHAI bis zum Exzess. Die gespielten Fassaden verbergen monströse Verruchtheit und Nichtigkeit; niemand ist, was er scheint. Wie immer überträgt Welles als manischer Regisseur seinen von Ekel, Faszination und moralischer Zerstörungswut gelenkten Blick mit einem Hauch von Größenwahnsinn auf die filmische Textur.

Sa., 8.2., 21.30 / Di., 11.2., 21.30 / Mi., 12.2., 21.30 / Do., 13.2., 21.30

 


 

Der unbekannte Orson Welles

We proudly present: The unknown Orson Welles

 

London

Regie & Buch: Orson Welles; Kamera: Giorgio Tonti, Tomislav Pinter, Ivica Rajkovic & Gary Craver; mit Orson Welles, Charles Gray, Jonathan Lynn, Oja Kodar
USA 1968-71 OmU / 29 Min.

Dieses eigenwillige London-Portrait besteht aus fünf Episoden: CHURCHILL, SWINGING LONDON, FOUR CLUBMEN, STATELY HOME und TAILORS. Orson Welles spielt u.a. einen Strassenmusiker, einen Polizisten, eine Blumenverkäuferin, einen Chinesen, einen Marinesoldaten und einen Hippie. Auch die englischen Gentlemen in FOUR CLUBMEN verkörpert er natürlich alle selbst. In dem London-Portrait kann Welles seiner abgegriffenen Persona ganz neue Sprengkraft abgewinnen.

 


 

 


 

Moby Dick

Regie & Buch: Orson Welles; Kamera: Gary Craver; mit Orson Welles
USA 1971 OmU / 22 Min.

Nachdem sich Orson Welles schon 10 Jahre mit dem Buch von Hermann Melville beschäftigt hatte, nachdem er es als Hörspiel und Theaterstück inszeniert hatte, nachdem er an der Verfilmung durch John Huston beteiligt war und er den Ahab-Monolog im Fernsehen vorgetragen hatte, begann Welles 1971 mit den Filmaufnahmen zu einer Kurzfassung seines Theaterstücks. Darin spielt er alle Rollen selbst.

Vienna

Regie & Buch: Orson Welles; Kamera: Giorgio Tonti; mit Orson Welles, Senta Berger, Mickey Rooney, Arte Johnson, Peter Bogdanovich
USA 1968 OmU / 8 Min.

Orson Welles spaziert durch Wien, spricht über die Stadt und ihre Einwohner, präsentiert Wiener Spezialitäten und besucht das Hotel Sacher sowie das Riesenrad im Prater. Seine Erinnerung an DER DRITTE MANN lässt ihn in Wien das Zentrum der Spionage sehen; die Bestätigung folgt auf dem Fuß: Zwei Agenten kidnappen Senta Berger, die ,schönste Frau von Wien‘. Mit dem Witz der frühen Monty Pythons präsentiert Welles ein persönliches Bild dieser Stadt.

 


 

The Magic Show

Regie & Buch: Orson Welles; Kamera: Gary Graver & Tim Suhrstedt; mit Orson Welles, Angie Dickinson, Gary Craver
USA 1976-85 OmU / 27 Min.

"Glauben Sie an Zauberei?" Mit dieser Frage beginnt THE MAGIC SHOW. Sein Leben lang war Orson Welles von der Zauberei fasziniert. Er trat als Zauberer in Film und Fernsehen auf, in Kabaretts und auf der Bühne in Las Vegas. Von 1976 bis zu seinem Tod 1985 filmte er verschiedene Zaubertricks für einen Langfilm. Die vorliegende "Tour durch die Welt der Zauberei" enthält Sequenzen, die Orson Welles noch geschnitten hat.

 


 

The Spirit of Charles Lindbergh

Regie & Buch: Orson Welles; Kamera: Gary Craver, mit Orson Welles
USA 1984 OmU / 3 Min.

Ein Filmbrief als Geburtstagsgeschenk für einen Freund. Orson Welles rezitiert eine Passage aus dem Tagebuch von Charles Lindbergh. Dies ist die letzte Filmaufnahme vor seinem Tod.

Fr., 28.2. 19.30 / Sa., 1.3., 19.30 / Di., 4.3., 21.30

 


 



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Zuletzt bearbeitet am 04.01.2003 © aptum1997-2003 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de