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Kaspar Hauser: Werner Herzogs Wolfsjunge

Jeder für sich und Gott gegen alle

Regie & Buch: Werner Herzog; Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein; mit Bruno S., Walter Ladengast, Brigitte Mira, Hans Musäus u.a.
BRD 1974 109 Min.

 

Werner Herzog verfilmte die Geschichte des legendären Findelkindes Kaspar Hauser, der im Jahre 1828 in Nürnberg als 16-Jähriger auf dem Marktplatz aufgegriffen wurde. Der Junge konnte zu diesem Zeitpunkt weder sprechen noch laufen. Später erzählte er, er sei Zeit seines Lebens in einem dunklen Kellerloch gefangen gehalten worden. Weder das Rätsel seiner Herkunft, noch die genauen Umstände seines Lebensweges konnten geklärt werden. Die mysteriöse Aura um seine Person erlebte eine weitere Steigerung, als Kaspar Hauser Jahre später von einem Unbekannten ermordet wurde.

Werner Herzog ließ in seinem Werk den kriminalistischen Aspekt weitgehend außer Acht. Ähnlich wie in François Truffauts DER WOLFSJUNGE liegt die Gewichtung in der Schilderung, wie ein beinahe erwachsener Mann nach jahrelanger Isolation mit einer ihm völlig unbekannten Gesellschaft konfrontiert wird. Die Menschen des Biedermeiers empfinden Kaspar Hauser als personifizierte Provokation und billigen ihm eine Existenzberechtigung lediglich in der Rolle eines Sonderlings zu. Nicht umsonst wird Hauser zum Bestandteil einer Kuriositätenschau, in der er neben Liliputanern und angeblichen Indianern posiert.

Di., 4.2., 21.30 / Do., 6.2., 21.30 / Sa., 8.2., 19.30 / So., 9.2., 17.30



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