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Stummfilm mit Musikbegleitung

Der Fürst von Pappenheim

Regie: Richard Eichberg; Buch: Robert Liebmann, Kamera: Heinrich Gärtner & Bruno Mondi; mit Curt Bois, Mona Maris, Dina Gralla, Lydia Potechina u.a.
D 1927 ca. 100 Min.

 

Curt Bois ist ein Kind der deutschen 20er Jahre. "Er drückt das Heute aus, weil er von Gestern und Vorgestern überhaupt gar nichts weiss. Diese verworrene, zerrissene, auf den Kopf gestellte, anormale Zeit ist seine "Zeit", schreibt Paul Cohen-Portheim 1925 und vergleicht ihn mit einem Kind: "Er macht furchtbar gerne wirklich Erwachsene nach, weil diese in ihrem Ernst so überaus komisch sind.

Curt Bois ist sicher einer der wichtigsten Vertreter einer spezifisch deutschen Variante des Slapstick. Ein Höhepunkt dessen ist seine Rolle in DER FÜRST VON PAPPENHEIM. Mitten in einer Gesellschaftskomödie der ‚Neuen Sachlichkeit‘, zwischen großen steifen Herren und stattlichen Damen, die alle vom Boulevard-Theater zu kommen scheinen, ein quirliger Tausendsassa. Ein kleiner Mann, der überleben will, der ein Naturell hat, das man als Mischung von Chaplin und Lloyd bezeichnen könnte, der aber wendiger sein muss als beide zusammen. Curt Bois, der Egon Fürst von der Firma Pappenheim, hat alle Fäden in der Hand, an denen die hohen Herren und Adligen zappeln. Er hat sie deshalb in der Hand, weil er jedesmal, wenn es einen Knoten gibt, schneller schaltet als alle anderen. Nur der Sprung von einem Extrem ins andere kann ihn retten. Mal ist er tot, mal ist er ein verführerisches Mannequin.

Sa., 25.1., 21.30 / So., 26.1., 19.30

Klavierbegleitung: Günter A. Buchwald




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