Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
Urachstr. 40
79102 Freiburg
Tel. 0761 - 709033

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ERLEBNIS KINDERKINO 9. bis 17. November 2002

Wenn vom 9. bis 17. November tagsüber bei uns die Kinder im Mittelpunkt stehen, wollen wir uns für diesen Zeitraum auch im Abendprogramm thematisch auf eine Reihe "Kinderkino/ Kinder im Film" konzentrieren. Zum einen präsentieren wir einige Klassiker, sozusagen "Kinderkino für Oldies", auch in zwei etwas trashigen Filmnächten an den Samstagen. Zum anderen werfen wir einen Blick aus Kinderaugen auf Geschichte und die Welt der Großen (VERBOTENE SPIEL, MEIN LEBEN ALS HUND, KRIEG DER KNÖPFE). Hier sind die Grenzen zwischen Kinder- und Erwachsenenfilm fließend. Ganz besonders freuen wir uns, zwei Freiburger Premieren gewonnen zu haben: PROMISES als Voraufführung unseres Film des Monats und HAUS DER HERZEN, der eigentlich noch nicht fürs Kino zur Verfügung steht und zur Zeit auf internationalen Festivals Beachtung findet. Die Regisseurin Elisabeth Rygård (NEHMEN SIE ES WIE EIN MANN, MADAME; 1974) wird ihn persönlich bei uns vorstellen.

Und unseren jungen Zuschauern sei versprochen: Die "echten" Kinderfilme aus diesem Abendprogramm werden alsbald auch am Wochenende nachmittags wieder zu sehen sein.

 

Hommage an Yves Robert (1920-2002)
Der Krieg der Knöpfe

Augsburger-Puppenkiste-Nacht:
Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivfüher · Jim Knopf und die Wilde 13

Saxana, die Hexe · Krabat · Verbotene Spiele · Haus der Herzen · Mein Leben als Hund · Die Abenteuer des Prinzen Achmed

Astrid-Lindgren-Nacht:
Ronja, Räubertochter · Pippi Langstrumpf · Pippi in Taka-Tuka-Land ·

 


 

Hommage an Yves Robert (1920-2002)

Der Krieg der Knöpfe

(La guerre de boutons)

Regie: Yves Robert; Buch: Yves Robert & Françosi Boyer, nach dem Roman von Louis Pergaud u.a.
F 1961 DF / 92 Min.

 

Schon seit ewigen Zeiten sind die Kinder der beiden Nachbardörfer Longueverne und Velrans verfeindet und liefern sich jedes Jahr zum Schulanfang wahre Schlachten. Und wehe, einer gerät in die Hände des Feindes: Dem Bedauernswerten werden Gürtel, Schnürsenkel und Knöpfe abgeschnitten, so dass er nicht nur mit rutschender Hose ehrlos nach Hause laufen muss, sondern sich auch noch einer handfesten Bestrafung durch aufgebrachte Eltern gegenübersieht ...

Yves Roberts bezaubernder Film, der liebevoll das ländliche Dorfleben beschreibt, ohne es zu verklären, ist einer der schönsten Kinder- und Jugendfilme.

Sa., 9.11., 19.30 / So., 10.11., 21.30

 


 

Augsburger-Puppenkiste-Nacht:

Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivfüher

Produktion: Augsburger Puppenkiste & Hessischer Rundfunk, nach dem Buch von Michael Ende
BRD 1961/76 ca. 120 Min.

 

Teil 1: Von Lummerland nach China; Teil 2: Von China in die Wüste; Teil 3: Von der Wüste in die Drachenstadt; Teil 4: Von der Drachenstadt nach Lummerland.

In Lummerland, dem Königreich von Alfons, dem Viertel-vor-Zwölften, lebt Lukas mit seiner Lokomotive Emma. Eines Tages bringt der Postbote ein Paket mit einem schwarzen Baby - Jim Knopf ...

Sa., 9.11., 21.30

 


 

Jim Knopf und die Wilde 13

BRD 1962/77 ca. 120 Min.

 

Teil 1: Vom Lummerland zum Magnetberg; Teil 2: Vom Magnetberg in die Wüste; Teil 3: Von der Wüste nach China; Teil 4: Von China nach Jamballa.

Neue Abenteuer mit Lukas und Jim Knopf. Auf einmal soll ein Leuchtturm her fürs Königreich Lummerland. Man begibt sich auf große Reise, auf der die Lokomotive Emma sogar das Fliegen lernt ...

Sa., 9.11., 24.00

 


 

Saxana, die Hexe

(Divka na kosteti)

Regie: Václav Vorlícek; Buch: Buch: M. Macourek & V. Vorlícek, mit Petra Cernocka; Jan Hruùsindsk´y
CSSR 1971 DF/ 90 Min.

 

Saxana, Tochter einer Fledermaus, soll das Zauberhandwerk erlernen. Doch Lust, täglich in die Zauberschule zu gehen, hat sie gar nicht. Viel interessanter findet sie die Welt der Menschen - die reizt ihre Neugier, und dorthin zaubert sie sich. Mit ihren bereits erworbenen Fähigkeiten sorgt das Mädchen als Schülerin auf der Erde für große Aufregung. Es beginnt schon damit, dass die Lehrer plötzlich in weiß-grau gestreifte Kaninchen verwandelt werden Ein verrückter Film, voller Verwechslungen, fantastischer Verzauberungen, turbulent und lustig.

So., 10.11., 19.30 / Mo., 11.11., 21.30

 


 

Krabat

Regie & Buch: Karel Zeman, nach dem gleichnamigen Buch von Otfried Preußler
CSSR/BRD 1977 DF / 75 Min.

 

Otfried Preußler hat nach einem wendischen Märchen, das im 16. Jahrhundert in der Lausitz spielt und die unheimliche Geschichte des armen Jungen Krabat erzählt, das Buch geschrieben. Und Karel Zeman (REISE IN DIE URWELT, DIE ERFINDUNG DES VERDERBENS u.a.) hat einen atmosphärisch dichten, geheimnisvollen Film daraus gemacht. Vor einem gemalten Hintergrund agieren seine gezeichneten Figuren. Der Bettelknabe Krabat wird in einen Raben verwandelt, wie schon elf Jungen vor ihm. In der Mühle ,Am schwarzen Wasser' müssen sie nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die,Schwarze Kunst' erlernen, unter Anleitung eines bösen Hexenmeisters. Krabat ist in höchster Gefahr und kann nur durch die Liebe eines Mädchens gerettet werden.

Mo., 11.11., 19.30 / Di., 12.11., 21.30

 


 

Verbotene Spiele

(Jeux interdits)

Regie: René Clément; Buch: Jean Aurenche, Pierre Bost & René Clément, nach dem Roman LES JEUX INCONNUS von Francis Boyer
F 1952 DF / 85 Min.

 

Es ist Krieg. Paulette, die bei einem Bombenangriff ihre Mutter verloren hat, irrt durch die Gegend. Ihren Hund, der auch getötet wurde, hat sie mitgenommen. Michel, ein elfjähriger Junge, den sie zufällig trifft, nimmt sie mit nach Hause. Die beiden werden Freunde. Am liebsten spielen sie Beerdigung. Angefangen hat es damit, dass sie gemeinsam Paulettes Hund begraben haben.

Di., 12.11., 19.30 / Do., 14.11., 21.30

 


 

Haus der Herzen

(House of Hearts)

Regie: Elisabeth Rygård; Buch: Yüksil Isik & E. Rygård; Kamera: Hans Welin; Musik: Mazlum Çimen; mit Bora Akkas, Gürol Güngör u.a. Dänemark/Türkei/Island 2001; türkische OF, deutsch eingespr. / 88 Min.

 

Der 7-jährige Osman lebte bisher mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester im Süden der Türkei im Hause seines Großvaters. Doch der hat gerade im Streit seinen Sohn und dessen Familie vor die Tür gesetzt. Osmans Vater will jetzt für die Familie ein eigenes Haus bauen. Es fehlt ihm jedoch immer wieder an Geld für Baumaterialien, da es in der Gegend kaum Arbeit für ihn gibt. Ein Freund rät ihm, nach Dänemark auszuwandern. Dort könne man gutes Geld verdienen. Osman kann sich nicht vorstellen, in einem anderen Land, fernab von seinen Freunden zu leben. Und vor allem nicht, bevor er gelernt hat, das Saz, ein türkisches Saiteninstrument, zu spielen. Er träumt davon, so gut und berühmt zu werden wie sein großes Vorbild Aþsik, der blinde Sänger. Nach einem schweren Sturm wird der Rohbau des Hauses stark beschädigt, und kurze Zeit später verunglückt Osmans Schwester tödlich. Das ist für die Eltern Osmans Anlass, ihre Koffer zu packen und sich auf den Weg in die Fremde zu begeben. Osman bleibt vorerst bei seinem Großvater. Seine Eltern wollen ihn später nachholen. Doch bis es so weit ist, vergehen sieben Jahre.

Do., 14.11., 19.30 Freiburger Erstaufführung in Anwesenheit der Regisseurin Elisabeth Rygård

 


 

Mein Leben als Hund

(Mitt liv som hund)

Regie: Lasse Halström; Buch: Lasse Halström u.a., nach dem Roman von Reidar Jönsson; Kamera: Jörgen Persson, Rolf Lindström; Musik: Björn Isfält; mit Anton Glanzelius, Manfred Serner, Anki Lidén u.a. Schweden 1985 DF / 101 Min.

 

Die Hündin Leika umkreist in einem sowjetischen Satelliten für Forschungszwecke die Erde. Der schwedische Junge Ingemar, zwölf Jahre alt, fühlt mit dem Hund, der nicht mehr lebendig zurückkommen wird. Vor diesem Hintergrund spielt sich ein entscheidendes Stück seiner Kindheit ab. Seine Mutter erkrankt schwer, der Vater ist nicht da, Ingemar kommt zu Verwandten aufs Land. Was sich für ihn als ein Glücksfall erweist, denn in seinem jungen Onkel findet er einen erwachsenen Freund und in der gleichaltrigen Saga eine heranwachsende Freundin. Saga möchte ein Junge sein, Ingemar kann das verstehen und hilft ihr, die weiblichen Merkmale beim Fußballspiel zu kaschieren - bis beide entdecken dass ein kleiner Busen auch was schönes ist.

Fr., 15.11., 21.30 / Sa., 17.11., 19.30

 


 

Die Abenteuer des Prinzen Achmed

Idee & Realisation: Lotte Reininger in Zusammenarbeit mit Carl Koch, Walter Ruttmann & Bertold Bartosch
D 1923-26 71 Min.

 

DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED war der erste lange Animationsfilm in der Geschichte des Films.

Pressestimmen von der Uraufführung des Films in Berlin im Jahre 1926: "Wenn man bedenkt, dass jede der agierenden Figuren in allen ihren Gelenken beweglich sein muss, dass getreu der Vorlage aus Tausend und einer Nacht die merkwürdigsten Fabel- und Wunderwesen auftreten und die dunklen Silhouetten sich abheben von einem malerisch gestalteten Hintergrund, der seltsame Landschaften, dräuende Wolken, sturmgepeitschte Meere wiedergibt, so kann man sich ungefähr eine Vorstellung davon machen, welch ein Wunderwerk hier geleistet ist."

Sa., 16.11., 19.30 / So., 17.11., 21.30 am Klavier: Günter A. Buchwald

 


 

Astrid-Lindgren-Nacht:

Ronja, Räubertochter

(Ronja Rövardotter)

Regie: Tage Danielsson; Buch: Astrid Lindgren; Kamera: Rune Ericson; mit Hanna Zetterberg, Dån Hafström u.a.
Schweden/Norwegen/BRD 1984 126 Min.

 

Ein Fantasy-Film, der den großen Vorteil hat, nicht in synthetischen Studioausstattungen, sondern in der natürlichen Kulisse nordschwedischer Wälder und Berge entstanden zu sein, was ihn viel ansprechender und überzeugender macht, als aufwändige Bauten und Spezialeffekte. Ein großes Plus weiterhin, dass Astrid Lindgren das Drehbuch selbst geschrieben hat, womit die Substanz der Vorlage erhalten blieb, und die filmspezifischen Elemente des Stoffes besser herausgearbeitet wurden. Und wie bei allen Lindgren-Stoffen, die im Sinne der Autorin verfilmt wurden, ist auch diesmal exzellentes Kino für Menschen aller Altersstufen das Ergebnis.

Sa., 16.11., 21.00

 


 

Pippi Langstrumpf

Regie: Olle Helbom; Buch: Astrid Lindgren; mit Inger Nilsson; Pär Sundberg, Maria Persson, Margot Troger, Hans Clarin u.a.
BRD / Schweden 1968 DF / 99 Min.

 

Pippi Langstrumpf, die wohl populärste Figur der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, erschien 1949 das erste Mal auf dem deutschen Markt und eroberte im Sturm das Herz von Millionen Kindern. Als PIPPI LANGSTRUMPF dann jedoch im Mai 1969 in die Kinos kam, war damit einer der schönsten und erfolgreichsten Kinderfilme entstanden.

Sa., 16.11., 23.15

 


 

Pippi in Taka-Tuka-Land

Regie: Olle Helbom; Buch: Astrid Lindgren; Darsteller: s.o.
BRD/Schweden 1969 DF / 92 Min.

So., 17.11., 01.00 (Nacht von Samstag auf Sonntag)



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