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November 2002

Berichte aus Frankfurt und Hamburg

Jan Peters und Anja Czioska sind, bei aller Unterschiedlichkeit, in vieler Hinsicht zweifellos Gleichgesinnte. Beide lieben das Material Film und verwenden es in einer Ästhetik, die nur mit dem Film, und nicht per Video, herstellbar ist. Die FilmemacherInnen sind in diesem Sinne ,anachronistisch', da sie dem vielbeschworenen Zwang - Kunst entsteht per Video, Digital oder sonstige ,Neue Medien' - für ihre visuelle Sprache nichts abgewinnen. Was nicht bedeuten soll, dass diese ,Neuen Medien' von ihnen nicht verwendet würden oder nicht zeitgemäß wären. So gibt es im "Netz" auch Wunderbares von Anja Czioska zu finden.

Für beide spielt das ,Tagebuchhafte' eine große Rolle. Ihre Themen und Darsteller sind eng verquickt mit dem eigenen Leben und Freundeskreis. Dennoch, oder deshalb, läuft das nicht darauf hinaus, dass man sich auf das ,Dokumentarische' beschränkte. Inszeniert wird schon allein durch die Kreation der Ausgangssituation. Bei beiden geht es um "den Sinn des Lebens", um Möglichkeiten, sich diesem Problemfeld zu nähern; und sie haben dafür eine sehr sinnliche und durchaus witzige Form gefunden. Film und Kunst als organischer Teil des Lebens - und es macht wirklich Freude, diese Werke zu sehen.

 


 

One Pussy Show

Ein Performance-Film von Anja Czioska

D 1998 6 Min.

Was macht man aus 10 Jahren Kleiderkauf? Eine Performance als Summe von all dem Tragbaren, das man (Frau) sich im Laufe dieser Zeit zugelegt hat.

 


 

Superwoman oder was ...?

Von Anja Czioska; Musik: Copy Cats, M. Vetter, Ima Sumac; mit Silke Bernhardt, Gunnar, Louis, Conny Dunkel, Bela, Parastou Forouhar, Kurosh, Kaveh
D 2000/01 28 Min.

Auf eigenwillige und persönliche Weise wird das Leben dreier verschiedener Frauen in Frankfurt und Umgebung porträtiert. Fragmente aus dem Alltag. Keine bittere Sozialstudie, sondern vielmehr kleine vitale Studien über den Alltag, Probleme und Freuden. Superwoman .

 


 

Wie ich ein Höhlenmaler wurde

Von Jan Peters; Montage: Judith Lewis & J. Peters; Musik: Matthias Köchling, NILG, 1000 feure Sommerie, Pit Przygodda
D 2001 38 Min.

Ausgehend von der Suche nach dem Sinn des Lebens ab Vierunddreißig zeigt Jan Peters, ein nicht mehr ganz so junger Praktikant am Schauspielhaus Hamburg, wie dieser im Laufe seiner Hospitanz zum kniekranken Steinzeitmenschen mutiert. Zwischen Gründgensloge, Unterbühne und Waschraum umherirrend, kommt er dabei zu allerlei Erkenntnissen über Spätzündertum, Weltraumfahrt, Filmemachen und das Verhältnis von Menschen untereinander.

Di., 26.11., 19.30

 


 

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