Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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Film & Videotanz Rahmenprogramm innerhalb des
regio tanz festivals mobil(e)

 

kino avantgarde

Rainbow Dance · Mechanis of the Brain · Shozo-Shu

Tanz & Ritus

Tango Lesson

Mittwochskino

Zikr · Bali Mécanique · Divine Horsemen — The Living Gods of Haïti

Videotanz

Musique de Tables · Die Klage der Kaiserin · Love Sonnets · Abracadabra

Tanzdokumentation

Birds · 498, Third Avenue

 


 

kino avantgarde

Experimentelle Tanzfilme

Rainbow Dance

GB 1936 5 Min.
Regie: Len Lye; Kamera: Frank Jones; Musik: "Tony`s Wife" von Rico`s Creole Band; Tanz: Rupert Doone

Ein Mann erscheint als bewegte Silhouette vor einem stilisierten Hintergrund. Lye verwandelte die ursprünglichen Schwarzweißaufnahmen durch Manipulation in einen Film mit vielgestaltigen Farbmustern.


Mechanis of the Brain

USA 1997 21 Min.
Regie: Henry Hills; Choreographie: Sally Silvers; Musik: John Zorn; Text: Fiona Templeton; Tänzer: Sean Curran, Kate Gyllenhaal, Phillip Karg, Alejandra Martorell, Sally Silvers, Laura Staton

Ein experimenteller Tanzfilm in Form einer wissenschaftlichen Dokumentation. Eine Attacke gegen Pavlov. Der Versuch einer wörtlichen und bildlichen Darstellung der "Mechaniker" des Gehirns. Ein Angriff von Künstlern der New Yorker Avantgardeszene gegen den Allmachtsglauben mancher Wissenschaftler.


Shozo-Shu

(Der Portrait-Sammelband)

Japan 1982 50 Min.
Regie: Hideki Kanbajashi

Dieser rätselhafte Film lässt sich wohl in keine Schublade einordnen. Er ist in seiner Art ein vollkommener Film. Der Film besteht aus einzelnen Szenen, die keine klassische Narration in ihrer Gesamtheit ergeben, sondern vielmehr ein Gefühl, einen Zustand entwickeln. Die Bewegungen des Tanzes sind sehr langsam, und vom Butoh beeinflusst. Der willkürliche Eindruck am Anfang des Filmes entwickelt eine unglaubliche Intensität beim Betrachter der sich auf diese merkwürdige und durchaus bedrohliche Ruhe des Filmes einlässt. Wenn der Film auch ruhig ist, so spürt man unter dieser Ruhe eine unglaubliche Schmerzhaftigkeit und Verzweiflung.

Di., 1. 10., 20.00 mit einer Einführung von Wolfgang Lehmann

 


 

Mittwochskino

Tanz & Ritus

Zikr

Niederlande 1999 7 Min.
Regie: Clara van Gool

Dieser Kurzfilm ist aus Rohmaterial des Dokumentarfilms "The Making of a New Empire" entstanden, der das Land Tschetschenien im Jahr 1998 vorstellt. ZIKR ist ein traditioneller Tanz, der seit Jahrhunderten von den tschetschenischen Männern getanzt wird, unabhängig davon, ob ein Dschinghis Khan oder ein sowjetischer Präsident das Land regiert hat. Clara van Gools Film ZIKR ist ein Dokument der Kraft und Menschlichkeit in einem zerstörten und zerstörerischen Umfeld.


Bali Mécanique

USA 1992 17 Min.
Regie: Henry Hills

Eine "sich selbst reflektierende" Studie über den Tanz und den Rhythmus des Lebens auf der Insel Bali. Der Anspruch dieses Filmes von Henry Hills, einem der wichtigsten Underground Filmemacher New Yorks, ist "ein luxuriöses Schauspiel für das Auge und gibt einen momentanen Anblick des Paradieses für die Seele" (H. Hills). Der Film verwendet (grob zusammengefasst) vier verschiedene Tänze: 'Condong, Bapang, Penipoek und Caruda', die Musik wird von einem gross besetzten Gamelanorchester aus Bali gespielt.


Divine Horsemen — The Living Gods of Haïti

USA 1951 / 1973 / 1977 55 Min.
Regie: Maya Deren; Fertigstellung: Teiji & Cherel Ito

Für Deren ist ein Ritual ein Übergang von einem Zustand in einen anderen, ganz im Sinne okkulter Handlungen. Sie verbindet Rituelles (z. B. Tanz) in ihren Filmen mit Metaphysischem. DIVINE HORSEMEN war mit Sicherheit das am größten angelegte Filmwerk von Maya Deren - ursprünglich geplant als Dokumentation von Voodoo-Tanzritualen, verlor / fand sich Maya Deren immer mehr in der Welt des Voodoos. Zuletzt erlangte sie selber den Status einer Voodoo Priesterin und schrieb Bücher über die verschiedenen Voodoo Kulte. Den eigentlichen Film zu beenden war sie Ihr Leben lang nicht mehr in der Lage. Nach ihrem Tod versuchte ihr dritter Ehemann, der U.S. amerikanische Komponist japanischer Abstammung Teiji Ito zusammen mit Cherel Ito eine fragmentarische Version herzustellen, die etwas von der Begeisterung und Qualität von Derens Bildern wiedergibt. Der Film besteht weitgehend aus verschiedenen Ritualtänzen und Musik, verschiedene Götter werden angerufen und Opfer dargebracht auf einen "erklärenden" Kommentar wird verzichtet.

Mi., 2.10., 20.00 mit einer Einführung von Wolfgang Lehmann

 


 

Videotanz

Musique de Tables

Belgien 1999 9 Min.
Regie & Musik: Thierry de Mey; Solisten: Georges-Elie Octors, Gery Cambier, Dirk Descheemaeker

Ein kurzer Film über drei Paar Hände und drei Tische, für die der Komponist, Percussionist und Filmemacher Thierry de Mey vielfältige Klangfarben und abwechslungsreiche Rhythmen gefunden hat. Die Komposition "Musique de Tables" ist auf zahlreichen Konzerten gespielt und in den Schlagzeugunterricht des Konservatoriums Brüssel aufgenommen worden.

 


 

Die Klage der Kaiserin

D / F /GB 1989 95 Min.
Regie & Choreographie: Pina Bausch; Kamera: Martin Schäfer; Musik: Matthias Burkert

Ein dichter Wald, ein unwirtlicher Acker, eine Wiese mit Schafen sind unter anderem die Schauplätze, in denen uns die grossartigen Solistinnen und Solisten von Pina Bauschs Wuppertaler Tanztheater in ihren Smokings, Abendkleidern und hochhackigen Schuhen begegnen. Eine Collage unwirklicher Bilder, die ebenso grotesk und komisch wie eindringlich wirken.

Sa., 5.10., 18.00 / So., 6.10., 22.00 Uhr

 


 

Videotanz

Love Sonnets

Belgien 1994 30 Min.
Regie: Thierry de Mey; Choreographie: Michèle Anne de Mey; Musik: Domenico Scarlatti

Energiegeladen, grosszügig und fröhlich sind die Choreographien der Belgierin Michèle Anne de Mey. In LOVE SONNETS sind Teile ihrer Bühnenchoreographie Sonatas 555 zu Musik von Domenico Scarlatti neu zusammengestellt und von dem Komponisten und Filmemacher Thierry de Mey in eine karge Steinbruchlandschaft und in ein verfallenes Gemäuer verlegt. Die Grenzenlosigkeit der Landschaft öffnet und bereichert die klaren räumlichen Muster und Dialogformen der Choreographie.

 


 

Abracadabra

Frankreich 1998 37 Min.
Regie & Choreographie: Philippe Decouflé

Mit dem Berufswunsch Clown besuchte der Franzose Philippe Decouflé die Ecole Nationale du Cirque und die Ecole du Mime des Pantomimen Marcel Marceau, bevor er in Angers zeitgenössischen Tanz studierte. Er hat für Bühne und Film choreographiert, Werbespots entworfen und die Eröffnung der Olympischen Winterspiele 1992 ausgerichtet. ABRACADABRA lebt von kleinen Gesten und akrobatischen Bewegungen, die Decouflé durch die Kameraführung und Montage, aber auch durch Maske und Kostüme stilisiert und verfremdet, so dass seine Tänzer wie seltsame Tiere, Puppen oder Comicfiguren erscheinen.

Di., 8.10., 22.00 / So., 13.10., 20.00

 


 

Tanz & Ritus

Tango Lesson

Regie & Buch: Sally Potter; Kamera: Robby Müller; Musik: S. Pooter & Fred Frith; Choreographie: Pablo Veron; mit S. Potter, P. Veron, Gustavo Naveira, Fabian Salas u.a.
GB 1977 OmU / 102 Min.

Eine englische Filmemacherin arbeitet in Paris an einem neuen Projekt. Sie quält sich mit dem Drehbuch und recherchiert mögliche Drehorte. Als sie zufällig in ein Theater kommt, wo ein Paar auf der Bühne Tango tanzt, ist es um sie geschehen. Der Tanz mit einer sinnlichen, melancholisch-traurigen Musik, den fließenden Bewegungen, eigenwilligen Drehungen und der wortlosen Hingerissenheit der Paare lässt sie nicht mehr los.

Mi., 9.10., 20.00 / Do., 10.10., 22.00 / Sa., 12.10., 18.00

 


 

Tanzdokumentation

Birds

GB 2000 10 Min.
Regie: David Hinton

Ein Film über Tanz ohne Tänzer, aber voller faszinierender Bewegungen. Durch geschickte Schnitte, gut gewählte Musik und einen choreographischen Blick hat David Hinton aus den nicht einstudierten natürlichen Bewegungen von Vögeln eine originelle Choreographie voller wunderbarer stimmungsvoller Momente geschaffen.

 


 

498, Third Avenue

BRD 1968 83 Min.
Regie: Klaus Wildenhahn; Kamera Rudolf Körösi; Ton: Herbert Selk; Schnitt: Karin Baumhöfner

Der Film zeigt Tanz als Arbeit: Anstrengung, Erschöpfung, aber auch Spaß und Phantasie. Die Cunningham-Truppe ist Avantgarde. Also handelt der Film auch von den existentiellen Konflikten dieser Truppe. Wovon leben die Tänzerinnen und Tänzer? Was haben sie für eine Zukunft? Der tagebuchartig angelegte 80-Minuten-Film vermittelt einen Eindruck von der Besessenheit, von der harten Arbeit und der strengen Disziplin einer Balletttänzerin. In der Kargheit des Ballettsaals fing die Kamera Bilder von starker Ausruckskraft ein.

Do., 10.10., 20.00 / So., 13.10, 18.00

 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 02.10.2002 © aptum1997-2002 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de