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Zur "Woche der seelisch kranken Menschen"

Das weiße Rauschen · The War Zone · Wenn die Seele nicht satt wird

 


 

Das weiße Rauschen

Regie: Hans Weingartner; Buch: H. Weingartner; Kamera: Matthias Schellenberg; Musik: Marek Goldowski; mit Daniel Brühl, Anabelle Lachatte, Patrick Joswig, Katharina Schüttler
D 2001 110 Min.

 

Hans Weingartners Regiedebüt ist eine intensive Studie über die Schizophrenie eines jungen Mannes, der zu seiner Schwester nach Köln zieht, um dort zu studieren. Zunächst läuft alles relativ normal in der WG mit der Schwester und deren Freund. Man kifft zusammen, säuft ein bisschen, geht auf Partys. Das Leben fließt unbeschwert dahin. Bei einer Landpartie nehmen sie gemeinsam Pilze und Lukas kommt auf einen Horrortrip.

Von da an häufen sich die Anfälle des jungen Mannes, die erst allmählich von seinen Mitbewohnern als bedrohlich erkannt werden. Lukas verbarrikadiert sich in seinem Zimmer. Irgendwann kann Lukas den Alltag nicht mehr bewältigen, die Stimmen in seinem Kopf nehmen überhand. Lukas ist dem Druck aus seinem Inneren nicht mehr gewachsen. Er springt aus seinem Fenster. In der Psychiatrie wird er medikamentös behandelt und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen.

Fr., 4.10., 19.30 / Sa., 5.10., 22.00 / So., 6.10., 18.00

 


 

The War Zone

Regie: Tim Roth; Buch: Alexander Stuart; Kamera: Seamus McGarvey; mit Ray Winstone, Lara Belmont, Tilda Swinton u.a.
GB 1988 DF / 99 Min.

 

Ein gewagtes Filmdebüt eines arrivierten Schauspielers: In idyllischer, gleichwohl düster regenverhangener Landschaft plaziert Tim Roth seine furchtbare Version des Kriegsschauplatzes Familie. Nachdem sie aus der Großstadt aufs Land gezogen sind, entdeckt der Sohn nach und nach die ganze Wahrheit. - Was Roths Film auszeichnet, ist, neben der Sorgfalt in Hinsicht auf Bildgestaltung und Szenerie, die Entschlossenheit, mit der er THE WAR ZONE nicht nur zu einer Agitation gegen Missbrauch gestaltet, sondern allen im Kriegsgebiet agierenden Personen ästhetisch wie psychologisch eine überzeugende Komplexität bewahrt. Dies lässt realistischerweise mancherlei offen, ohne das Leid der Opfer zu relativieren.

So., 13.10., 22.00 / Sa., 19.10., 22.00 / So., 20.10., 18.00

 


 

Wenn die Seele nicht satt wird

Die verschwiegene Sucht

Buch & Regie: Ute Wagner-Oswald; Kamera: Waldemar Hauschild; Ton: Jürgen Schmidt; Schnitt: Romy Schumann
D 2001 60 Min.

 

Mehr als 700.000 Frauen zwischen 15 und 35 leiden in Deutschland an der Ess-Brech-Sucht Bulimie oder an der Magersucht. Viele von ihnen hungern sich zu Tode. Mangelndes Selbstbewusstsein, Überforderung, Lieblosigkeit der Eltern und - gar nicht so selten - sexueller Missbrauch sind die Auslöser der Ess-Störung.

Ute Wagner-Oswald hat fünf junge Frauen begleitet, die in einer therapeutischen Wohngemeinschaft lernen wollten, wieder ,normal' zu leben - und das heißt auch, ,normal' zu essen. Über Monate hinweg erlaubten die Frauen Ute Wagner-Oswald immer wieder Einblicke in ihr Leben in der WG. Der Dokumentarfilm beeindruckt durch die Eindringlichkeit seiner Bilder, die Offenheit der Frauen und die Behutsamkeit, mit der sich das Team den Frauen genähert hat.

Fr., 18.10., 20.00 / Sa., 19.10., 18.00

 


 

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Sozial-psychiatrische Hilfen Freiburg und der Stadt Freiburg zum Welttag für seelische Gesundheit (10.10.2002) und als Begleitprogramm zur "Woche der seelisch kranken Menschen" vom 7.-12.10.2002 in Freiburg.

 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 03.10.2002 © aptum1997-2002 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de