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Arbeiterleben

 

Rosetta · Ressources Humaines

 


 

Rosetta

Regie & Buch: Luc Dardenne, Jean-Pierre Dardenne; Kamera: Alain Marcoen; Schnitt: Marie-Hélène Dozo; mit Emilie Dequenne, Fabrizio Rongione, Anne Yernaux
Belgien / Frankreich 1999 OmU / 95 Min.

 

Ein Vorort einer kleinen belgischen Stadt. Rosetta lebt mit ihrer alkoholabhängigen Mutter in einer Wohnwagensiedlung. Nichts will sie mehr, als einer geregelten Arbeit nachgehen, sei es als Fabrikarbeiterin, als Verkäuferin, egal was. Aber nichts ist schwerer als das. Wie besessen kämpft Rosetta darum, nicht unterzugehen, stets außer Atem und mit leicht nach vorne fallender Haltung, als dürfe sie sich keinen Augenblick der Ruhe gönnen. Für eine geregelte Arbeitszeit, den Inbegriff sozialer Anerkennung, würde sie alles tun, selbst ihren neuen Freund Riquet verraten.

Das belgische Regie-Bruderpaar Luc und Jean-Pierre Dardenne vertrauen auf ein Kino der puren Präsenz, das alles daran setzt, eine Begegnung zwischen der filmischen Wirklichkeit und jener der Zuschauer herzustellen. So wie die Kamera Rosetta anfangs ständig folgt und nur zögernd und langsam in eine frontalere Position schwenkt, ohne ihr je direkt ins Gesicht zu starren, öffnet sich allmählich auch der Raum um jenes Mädchen, das vom Leben und der Welt nicht mehr verlangt, als dazu zu gehören.

Dieser kompromissloser Film gewann 1999 in Cannes völlig zurecht die Goldene Palme.

Do., 5.9., 22.00 / So., 8.9., 20.15 / Di., 10.9., 22.00


 


 

Ressources Humaines

Regie: Laurent Cantet; Buch: Laurent Cantet, Gilles Marchand; Kamera: Mathieu Poirot-Delpech, Claire Caroff; Schnitt: Robin Campillo; mit Jalil Lespert, Jean-Claude Vallod, Chantal Barre, Véronique de Pandelaère u.a.
Frankreich 1999 OmU / 103 Min.

 

Farnk Verdeau, ein ernsthafter junger Mann von 22 Jahren, kommt aus Paris in seine Heimatstadt zurück, um in der Fabrik, wo sein Vater seit 30 Jahren an der Maschine steht, ein Praktikum zu machen. Schnell führt das zu schwierigen Situationen. Der Vater sieht ihn stolz mit den Managern an einem Tisch und erwartet, dass er bei der Betriebsleitung guten Eindruck macht. Die Arbeiter dagegen haben Vorbehalte gegen den mutmaßlichen Aufsteiger und sehen ihn als Teil der Gegenseite. Frank selbst meint idealistisch, durch Herkunft und Ausbildung als Vermittler geeignet zu sein, und will durch eine Umfrage zeigen, dass die anstehende Umstellung auf die 35-Stunden-Woche beiden Seiten Vorteile bringen könnte. Doch dann stößt er im Computer des Personalchefs auf einen Brief, aus dem sich allen schönen Worten zum Trotz geplante Entlassungen ergeben, auch die seines Vaters.

Di., 17.9., 19.30 ciné club mit einer Einführung durch Guillaume Bérart & Christoph Herzog
Fr., 20.9., 22.00




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Zuletzt bearbeitet am 30.08.2002 © aptum1997-2002 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de