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Kinderfilme aus Dänemark

Einen kleinen Rückblick auf den dänischen Kinderfilm wollen wir in diesem Monat an vier Beispielen aus den 70er bis 90er Jahren anbieten. Aus Dänemark ist in den nächsten Jahren vieles in diesem Bereich zu erwarten, denn laut Gesetz müssen dort 25 Prozent der Filmförderungsmittel für Kinder- und Jugendfilme ausgegeben werden — eine beneidenswerte Situation. Nach Überzeugung des dänischen Filminstituts ergreifen Kinder die Chance, wenn man ihnen etwas anbietet, das tiefer geht. Wenn man Filme nur des Geldes wegen mache, könnte man auch Seife oder Computer produzieren. "Realismus ist wichtig. Nicht sozialer Realismus, aber Realismus. Wir leben heute in einer komplizierten und schwer zu durchblickenden Gesellschaft. Wir müssen die Probleme ernst nehmen, besonders die der Kinder von Einwanderern. Wir vergessen nur allzu leicht, dass der Film Dinge sichtbar machen kann, die vor unseren Augen liegen, aber sonst unsichtbar bleiben." Von jeher sind diese Grundlagen nicht mit erzieherischem Ernst verbunden, sondern durchaus mit dem für gute Kinderfilme notwendigen Humor - und im dänischen Kinderfilm wird Humor nicht mit Blödsinn verwechselt. Humor heißt hoher Unterhaltungswert mit sinnvollem Inhalt und künstlerischer Qualität. Unsere kleine Reihe, das sind märchenhafte Abenteuer, richtig gute Geschichten aus der Geschichte des dänischen Kinderfilms.

 

Fünf Freunde in der Tinte · Goldregen · Buster, der Zauberer · Ein Zirkus für Sarah

 


 

Fünf Freunde in der Tinte

Regie: Katrin Hedman, nach dem Roman "Fünf Freunde geraten in Schwierigkeiten" von Enid Blyton
BRD/Dänemark 1970 ab 6 J. / 89 Min.

 

Auf Abenteuer sind die fünf Freunde immer aus; deshalb starten sie in den Ferien eine mehrtägige Radtour. Dabei treffen sie auf einen Jungen aus reichem Haus, der von Entführern verfolgt wird. Um ihm zu helfen, tauscht einer der Jungs das Hemd mit ihm. Die Entführer fallen darauf herein und kidnappen den Falschen.

Gemeinsam mit Schäferhund Tim machen sich die Freunde an die Verfolgung der Entführer. Sie finden sie in einer Villa mitten im Wald. Als sie in das Haus eindringen, werden sie von den Entführern entdeckt...

Der Film basiert auf einem der Serienbände der englischen Jugendbuchautorin Enid Blyton, deren Bücher weltweit und ab den 50er Jahren in der Bundesrepublik steigende Auflagezahlen erreichten.

Sa., 6.7., 16.00 / So., 7.7., 16.00

 


 

Goldregen

Regie: Sören Kragh-Jacobsen
Dänemark 1988 ab 8 J. / 94 Min.

 

Nanna beobachtet aus ihrem geheimen Versteck im Wald einen Mann, der eine Blechdose vergräbt. Sie erzählt ihren Freunden davon, und gemeinsam beschließen sie, der mysteriösen Sache auf den Grund zu gehen. Die vier Freunde staunen nicht schlecht, als sie die Dose öffnen und feststellen, dass sie einen Schatz geborgen haben: genug Geld, um sich ein paar lang gehegte Wünsche zu erfüllen. Kurzerhand wird der Schatz nach Haus‘ getragen. Dort angekommen stellen sich die ersten Bedenken ein: Irgendjemandem muss das Geld doch gehören! Vielleicht könnte man wenigstens den Finderlohn kassieren. Licht kommt in die Sache, als die Kinder in den Abendnachrichten von einem Postraub in der Nähe erfahren. Sie melden ihren Fund bei der Polizei, doch kein Mensch glaubt ihnen. Dummerweise hat Nanna im Wald ihren Büchereiausweis verloren, und so sind die Posträuber den Kindern bereits auf der Spur...

Sa., 13.7., 16.00 / So., 14.7., 16.00

 


 

Buster, der Zauberer

(Busters Welt)

Regie: Bille August
Dänemark 1984 ab 6. J. / 91 Min.

 

Hokus, Pokus, Fidibus — und schon hat der Junge Buster Oregon eine riesige Schlange aus seinem Mund hervorgeholt. Buster kann etwas, was eigentlich auch nur wenige Erwachsene können: Er kann zaubern. Er beherrscht eine Fülle von Tricks, mit denen er so manchem einen Schreck versetzt. Nicht nur die Lehrer fassen sich erstaunt an die Stirne, wenn Buster wieder einmal einen seiner vielen Streiche vollbracht hat. Magie und Zauberei ist für Buster das Wichtigste im Leben. Doch die Wirklichkeit besteht nicht nur aus Tricks und Träumen: Da gibt es noch Busters Schwester Ingeborg, die ein steifes Bein hat, und Lars, den Angeber, ihren gemeinsamen Feind. Und natürlich Joanna, seine große Liebe, die so schön Klavier spielen kann.

Mit Optimismus weiß Buster sich letztlich in allen Lebenslagen zu behaupten — auch wenn es manchmal schwer fällt.

Sa., 20.7., 16.00 / So., 21.7., 16.00

 


 

Ein Zirkus für Sarah

Regie: Claus Bjerre
Dänemark 1995 ab 6 J. / 87 Min.

 

Im alten Feuerwehrhaus von Fräulein Mirabella haben Sarah, Maria und Morten einen prima Platz für ihren Kinderzirkus gefunden. Die fröhliche Mirabella hat nicht nur ein Herz für Kinder, sie besitzt auch einen sprechenden Papageien und einen Mohrrüben fressenden Esel. Die Feuerwache voller antiker und kurioser Dinge hat sie von ihrem Großvater geerbt und besitzt darüber sogar ein königliches Dokument. Doch auf ihr Haus haben Bauspekulanten ein Auge geworfen. Arglistig setzen sie alles daran, Mirabella um ihre Besitzurkunde zu bringen. Dank Mut und Einfallsreichtum der drei Freunde kann sie die hinterhältigen Pläne der Gauner durchkreuzen und das alte Haus vor dem Abriss retten. Und endlich kann Sarah verkünden. "Vorhang auf für Zirkus Hildebrandt!"

Sa., 27.7., 16.00 / So., 28.7., 16.00

 



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Zuletzt bearbeitet am 28.06.2002 © aptum1997-2002 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de