Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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Taiwan Stories:

Filme von Hou Hsiao-hsien, Edward Yang, Ang Lee

Wenn im Augenblick eine Filmregion das Staunen in die Kinosäle zurückbringt, dann ist es Ostasien. Bei aller Unterschiedlichkeit, die die Filme aus China, Taiwan, Hongkong, Japan oder Südkorea aufweisen, zeichnen sie sich durch eine atemberaubende Bildsprache und für die westliche Wahrnehmung ungewöhnliche Geschichten aus. Traditionelle Kultur und fernöstliche Philosophie treten dabei mit den Erscheinungsformen der (Post-) Moderne in eine eigenwillige Konstellation.

Das Kommunale Kino widmet sich in den Monaten Juni und Juli Filmen aus Taiwan.

Nachdem die ostchinesische Insel durch das - 1949 vor der kommunistischen Revolution auf dem Festland geflohene - Regime Chiang Kai-sheks bis in die 70er Jahre autoritär regiert worden war, setzte mit der Liberalisierung in vielen gesellschaftlichen Bereichen in den 80er Jahren auch in der taiwanesischen Kunst- und Kulturszene eine Neuorientierung ein. Die neue demokratische Welle gab dem Film entscheidende Impulse, weg von der Dominanz des amerikanischen Kinos, hin zum selbstbewussten und kritischen Umgang mit der eigenen Kultur. Die großen Regisseure des taiwanesischen Kinos wie Hou Hsiao-hsien, Edward Yang und Ang Lee stehen im Mittelpunkt unserer Reihe. Sie richten ihren Blick auf den rasanten Wandel von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, den sie miterlebt haben und weiter miterleben. Alle drei haben einfühlsame und ausgesprochen individuell gestaltete Werke geschaffen, deren unkonventionelle Bildästhetik, Dramaturgie und Erzählrhythmus große internationale Anerkennung fanden. Ergänzt wird die Reihe der ,großen’ Autoren durch Werke jüngerer Regisseure, die zu der "Zweiten Neuen Welle" des taiwanesischen Films gehören.

Begleitend zur Filmreihe zeigt der Kunstraum im Alten Wiehrebahnhof eine Auswahl von Bildern aus der Photoausstellung 'Zeitkapsel. Taiwan zwischen 1950 und 1960' von Chih-hsin Yang, erstmals 1999 in Taipei, 2000 in München zu sehen.

Zur Eröffnung unseres Programms geben wir am 5. Juni um 20.00 einen kleinen Empfang.

Für die freundliche Unterstützung dieses Filmprogramms danken wir der Presseabteilung der Taipeh Vertretung in München

 

The Boys from Feng-Kuei · Tropische Fische · Stadt der Trauer · Yi Yi · The Terrorizer · Tiger & Dragon · A Brighter Summer Day · Eat Drink Man Woman · The Peach Blossom Land · Taipeh Story · Dust in the Wind

 


 

 

The Boys from Feng-Kuei

Regie: Hou Hsiao-hsien; Drehuch: Chu Tien-wen; Kamera: Chen Kun-Hou; Musik: Edward Yang; mit Niu Cheng-tse, Lin Hsiu-ling, To Tsung-Hua, Chang Shih.
Taiwan / China 1983 chines. OmeU / 104 Min.

 

Drei von der Welt der Erwachsenen und ihrem eintönigen Leben in einem Fischerdorf auf den Pescadore-Inseln gelangweilte Jungen brechen heimlich zur Großstadt Kaohsiung im Südosten auf. Sie wollen dort einen Job suchen und reich werden. In der Großstadt ist tatsächlich alles viel größer, die Hoffnungen und Wünsche, die Unsicherheit und die Enttäuschung. Ihre Unzufriedenheit — und die der anderen Jugendlichen — entlädt sich immer wieder in plötzlichen und oft grundlosen Prügeleien. Schmächtige, linkische Gestalten taumeln durch das Bild, geraten aus dem Blickwinkel und stolpern wieder hinein.

Hou Hsiao-hsien fängt das sinnlose Treiben der jungen Leute stets in weiten Perspektiven ein, so als wolle er sich nicht einmischen. In der Totale scheinen sich die persönlichen Schicksale der Figuren zu verlieren und austauschbar zu werden; die Individuen werden von der Weite der Landschaft oder der Stadt verschluckt.

Mi., 5.6., 21.00 / So., 9.6., 18.00

 


 

 

Tropische Fische

Regie: Chen Yu-hsun.
Taiwan 1995 taiwan. OmU / 110 Min.

 

Der Regisseur und Drehbuchautor Chen Yü-hsün, der der Generation der sogenannten "Zweiten Neuen Welle" des taiwanesischen Films angehört, erzählt in dieser Komödie die gründlich misslungene Entführung zweier Jungen aus der Hauptstadt Taipeh in den ländlichen Süden der Insel. Chen Yü-hsün nimmt Taiwans strenges Prüfungssystem aufs Korn, das die Schulzeit zum Alptraum werden lässt, und setzt sich ebenso witzig wie kritisch mit Taiwans heutiger Wohlstandsgesellschaft und ihrer Geldbesessenheit auseinander.

Fr., 7.6., 22.00 / Di., 23.7. 22.00

 


 

 

Stadt der Trauer

(City of Sadness)

Regie: Hou Hsiao-hsien; Drehbuch: Wu Nien-Jen & Chu Tien-wen; Kamera: Chen Huaien; Musik: Chang Hongyi; mit Tony Leung, Shin Shufen, Chen Songyong u. a.
Taiwan 1989 Chines., Taiwanes., Japan. mit deutschen UT / 158 Min.

 

STADT DER TRAUER ist der politisch mutigste Film von Hou Hsiao-hsien und bisher sein erfolgreichster. Der Film verfolgt die Geschichte Taiwans in der Zeit von 1945 bis 1949, vier schicksalhaften Jahren vom Ende der japanischen Kolonialherrschaft bis zur Etablierung des Kommunismus auf dem chinesischen Festland und der Exilregierung Chiang Kai-sheks und seiner Kuomintang in Taipeh. Es ist eine Zeit, in welcher die Zukunft der Insel einen prekären weltgeschichtlichen Augenblick lang zwischen den Ideologien und Machtblöcken dieses Jahrhunderts schwankte und jede Entwicklung möglich schien. Der Film ist im Stil der konzentrierten epischen Poesie gemacht, insofern der Regisseur die Geschichte des Landes in den Geschicken einer einzigen Familie reflektiert: der des alternden Witwers Lin Alu und seiner drei Söhne.

Hou Hsiao-hsien beschreibt in fast dokumentarisch anmutender Qualität jahrzehntelang totgeschwiegene Vorgänge und mahnt die ehrliche Aufarbeitung der taiwanesischen Geschichte an.

Mi., 12.6., 19.00

 


 

 

Yi Yi

Regie & Buch: Edward Yang; Kamera: Yang Weihan; Schnitt: Chen Bowen. Musik: Peng Kaili; mit Wu Nianzhen, Elaine Jin, Kelly Lee, Jonathan Chang u.a.
Taiwan / Japan 1999 / 2000 Chines., Hokkien mit deutschen UT / 173 Min.

 

NJ Jian, seine Frau Min-Min und ihre beiden Kinder bilden eine typische Mittelstandsfamilie aus Taipeh. Das ruhe Leben der Jians ändert sich dramatisch am Hochzeitstag von Min-Mins Bruder A-Di. Lange hat man auf einen im chinesischen Sternenkalender günstigen Tag gewartet, doch nun geht alles schief: Die Verwandtschaft lästert über die sichtlich schwangere Braut, die Gäste trinken zuviel, und Min-Mins Mutter erleidet einen Schlaganfall. Die Ärzte drängen die Familie, möglichst viel mit der ins Koma gefallenen Frau zu sprechen soll, um sie ins Leben zurückzuführen. Der kleine Junge Yang Yang kann sich nicht dazu entschließen, mit der regungslosen Großmutter zu sprechen. Dafür beginnt er, sich für die "andere Hälfte der Wahrheit" zu interessieren: er fotografiert die Hinterköpfe der Menschen - das Einzige, was man selbst nicht von sich sehen kann.

NJ’s scheinbar intaktes Leben gerät immer mehr aus den Fugen und inmitten all dieser Vorgänge trifft er seine erste Liebe und muss sich fragen, ob er in seinem Leben nicht alles falsch gemacht hat.

YI YI ist ein scheinbar mit leichter Hand inszeniertes Filmgemälde, das mit Humor und Melancholie die Vielgestaltigkeit des Lebens einfängt - ein cineastisches Juwel, das sich kein Liebhaber guter Geschichten entgehen lassen sollte.

Mi., 19.6., 20.00 / Sa., 22.6., 19.00

 


 

 

The Terrorizer

Regie: Edward Yang; Buch: E. Yang & Hsiao Yeh; Kamera: Chang Chan; mit Cora Miao, Paoming Ku, Wang An, Shi-Jye Jin, Lichun Lee.
Taiwan / Hongkong 1986 chines. OmeU / 109 Min.

 

"Edward Yangs brillanter Film führt nicht bloß ein ganzes Bündel von Erzählsträngen parallel, sondern entwickelt in jedem einzelnen ein hohes Maß an Spannung und führt schließlich alle zu einem Gesamtgemälde zusammen, (...) dessen Kraft einen sprachlos lässt. Die Figuren decken das ganze Spektrum ab: ein Wissenschaftler, der einer Beförderung hinterher hechelt, ein Motorradrowdy auf der Flucht vor der Polizei, eine Schriftstellerin auf der Suche nach einem schmerzlosen Ausweg aus der Ehe. Yang sieht diese Figuren alle glasklar (...) und erzählt beispielweise allein über ihre Kleider schon ganze Geschichten. Weder soziologischer Aufsatz noch Seifenoper, ist THE TERRORIZER auch eine zutiefst filmische Erzählung, die das Geheimnis, das Anrührende und die Ängste jeder Existenz erfasst. Die Titelfigur ist eine junge Missetäterin, die mit Ulktelefonaten Krisen im Leben anderer Figuren auslöst, doch suggeriert der Film, dass wir alle auf eigene Weise andere terrorisieren." (Tony Rayns)

Mi., 26.6., 20.00 / Fr., 28. 6., 22.00

 


 

 

Tiger & Dragon

Regie: Ang Lee. Buch: Wang Hui Ling, James Schamus, Tsai Kuo Jung nach dem Roman "Crouching Tiger, Hidden Dragon" von Wang Du Lu; Kamera: Peter Pau; Musik: Tan Dun. Mit Chow Yun Fat, Michelle Yeoh, Chang Chen, Cheng Pei-Pei.
Taiwan / Hongkong / USA 2000 chin. OmU / 120 Min.

 

Mit diesem Film erfüllte sich der in Amerika lebende Regisseur Ang Lee den langgehegten Traum, ein Kung-Fu-Märchen aus dem alten China zu verfilmen, das "so vielleicht nur in meinen Kinderfantasien in Taiwan existierte." Im Stil einer chinesischen Oper erscheinen der Schwertmeister Li Mu Bai und seine Gefährtin, die Kämpferin Yu Shu Lien. Beide verbindet eine stille, verbotene Liebe. Eine ebenbürtige Gegnerin finden sie in der Hexe Jade Fuchs, die mit Hilfe einer jungen, ihrem aristokratischen Elternhaus entflohene Diebin das sagenumwobene Schwert "Grünes Schicksal" gestohlen hat.

TIGER & DRAGON ist ein faszinierender Martial-Arts-Film, der mit dem konventionellen Genre spielt und dem Begriff Kampf-Kunst eine poetische Dimension verleiht. Mit Leichtigkeit überwinden seine Figuren die Gesetze der Schwerkraft, laufen die Wände entlang, schweben über den Dächern oder balancieren auf leuchtend grünen Bambuswipfeln.

Mit großartigen Bildern und einem entsprechenden Soundtrack hat Ang Lee seinen "Traum von China" in ein mystisches, ebenso expressives wie surreales Epos verwandelt.

Mi., 3.7., 20.00 / Fr., 5.7., 22.00 / Sa., 6.7., 22.00 / So., 7.7., 20.00

 


 

 

A Brighter Summer Day

Regie: Edward Yang. Drehbuch: Yan Hongya & Lai Mingtang. Kamera: Huigong Li & Longyu Zhang. Musik: Zhan Hong-da. Mit Guozhu Zhang, Elaine Jin, Wang Juan, Zhang Han, Jiang Xiuqiong, Lai Fanyun.
Taiwan 1991 chin. OmU / 185 Min.

 

Edward Yangs meisterhafte Darstellung des Heranwachsens im Taiwan der frühen Sechziger Jahre ist visuell so elegant wie seine vorangegangenen Filme TAIPEH STORY und THE TERRORIZER und episch so gewaltig wie Hou Hsiao-hsiens STADT DER TRAUER.

Der Film ist ein ausuferndes Epos über Jugendbanden im Taipeh der Jahre 1960/61: Ein 14jähriger Schüler, Mitglied einer vom Auseinanderbrechen bedrohten Gang, verliebt sich in ein Mädchen und gerät dadurch zwischen die Fronten. Es kommt zu mörderischen Kämpfen mit tragischem Ausgang.

A BRIGHTER SUMMER DAY ist eine brillante Studie über Unsicherheit, Gewalt und Zerstörung in einer Ära der Kommunisten-Hatz und der verzweifelten Aufrechterhaltung des Traums der Kuomintang von der Rückkehr zur Heimat, dem kommunistischen Festland.

Virtuos inszeniert in einer vielschichtigen Mischung divergierender Stilrichtungen, wobei sensibel gestaltete Schönheit bruchlos neben krassem Naturalismus steht.

Mi., 10.7., 20.00 / Sa. 13.7., 19.00

 


 

 

Eat Drink Man Woman

Regie: Ang Lee; Buch: Ang Lee & Hui-Ling Wang; Kamera: Jong Lin; Musik: Mader; mit Sihung Lung, Kuei-Mei Yang, Chein-Lien Wu, Yu-Wen Wang, Winston Chao, Sylvia Chang.
Taiwan / USA 1994 chines. OmdU / 123 Min.

 

EAT DRINK MAN WOMAN bildet den Abschluss von Ang Lees ironisch so bezeichneter "Father-knows-Best" — Trilogie (Pushing Hands 1991, Das Hochzeitsbankett 1993). Unsentimental und humorvoll zeigt Lee, wie die scheinbar unauflösbaren Widersprüche zwischen der traditionellen chinesischen Gesellschaft und der modernen westlichen Welt innerhalb der Familie aufeinanderprallen.

Essen und Liebe sind die zentralen Themen dieser sinnenfroh inszenierten Familiengeschichte, die Alltag, Kochkunst und Kommunikationsprobleme eines verwitweten Meisterkochs und seiner drei erwachsenen Töchter im Taipeh der 90er Jahre beschreibt. Während die jungen Frauen mit unterschiedlichem Erfolg um ihr berufliches und amouröses Glück kämpfen, durchlebt der Vater eine Lebenskrise, die schließlich im Verlust seines Geschmackssinns gipfelt. Der sonntägliche Mittagstisch, um den sich die Familie zum vom Vater nach allen Regeln der Kunst zubereiteten Essen versammelt, wird dabei zunehmend zum Zwangsritual.

Virtuos inszenierte Kochsequenzen machen diese feinsinnige Beziehungsstudie zu einer gaumenkitzelnden Hommage an die taiwanesische Küche.

Fr., 12.7. 20.00 / So., 14.7., 18.00 / Di., 16.7., 22.00

 


 

 

The Peach Blossom Land

Regie & Buch: Stan Lai; Kamera: Christopher Doyle; Musik: Fumio Itabashi & Kazutoki Umezu; mit Lin Ching-hsia, Lee Li-chun, Chin Shih-chieh, Ismene Ting, Ku Pao-ming
Taiwan 1992 chin. OmeU / 102 Min.

 

Der Dramenautor, Theater- und Filmregisseur Stan Lai hat mit seinem Film DAS PFIRSICHBLÜTENLAND einen der vielschichtigsten und psychologisch tiefgreifendsten Filme des neuen taiwanesischen Kinos vorgelegt.

Zwei Schauspielergruppen müssen zur Probe eine Bühne teilen. Die eine spielt das Stück "Geheime Liebe", das von einer Jugendliebe in Shanghai 1948 handelt, die durch den Bürgerkrieg unterbrochen wird und ihre späte Fortsetzung im heutigen Taipeh findet. Die andere eine im 4. Jahrhundert spielende Geschichte aus der Mythologie, "Die Pfirsichblütenquelle". Durch das Chaos im Theater werden die beide Stücke gleichzeitig geprobt und vermischen sich. Dabei werden Stilelemente des traditionellen chinesischen Dramas mit modernen, aus dem Westen importierten Formen der Bühnenkunst zu einem surrealen Stück verknüpft. Stan Lai: "Die beiden Stücke sind ihrem Stil nach eng verbunden mit der Surrealität und Absurdität unseres Lebens in Taiwan."

Mi., 17.7., 20.00 / Sa., 20.7., 18.00 / So., 21.7. 22.00

 


 

 

Taipeh Story

Regie: Edward Yang; Buch: Edward Yang, Chu Tien-wen, Hou Hsiao-hsien; Kamera: Yang Wie-Han. Musik: Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven; mit Tsai Chin, Hou Hsiao-hsien, Wu Nien-Jen, Lin Hsiu-ling, Wu Ping-nan.
Taiwan 1985 chines. OmeU / 109 Min.

 

Der Film, mit dem Edward Yangs außerordentliches Talent im Westen bekannt wurde, ist das ebenso stille wie erstaunliche Drama einer Stadt in rasender Modernisierung — gespiegelt am Leben genau beobachteter Figuren. Er beschreibt den Alltag in der Hauptstadt Taipeh mit allen denkbaren Problemen, mit Hektik und Ausbeutung, Konsumrausch und Zivilisationsmüll. Im Mittelpunkt steht ein junges Paar, dessen Zukunftsträume zerplatzen als die berufliche Karriere in Taipeh zum Stillstand kommt und die eigene Situation und Beziehung reflektiert werden müssen. Obschon es keine große Handlung gibt, halten Yangs eindrucksvolle Darstellung von Gefühlslagen das Interesse des Zuschauers jederzeit wach.

Der Regisseur Hou Hsiao-hsien war nicht nur an der Entstehung des Drehbuchs beteiligt, sondern spielt in TAIPEH STORY (Ching-mei chu-ma, wörtlich: Grüne Pflaumen und Spielzeugpferde) auch den frustrierten Geschäftsmann Ah-lung, der die meiste Zeit vor dem Fernseher verbringt, um sich amerikanische Baseball-Spiele anzuschauen.

Mi., 24.7., 20.00 / Sa., 27.7., 22.00

 


 

 

Dust in the Wind

Regie: Hou Hsiao-hsien; Drehbuch: Chu Tien-wen & Wu Nien-Jen; Kamera: Pin Bing Lee; Musik: Ming Chang Chen & Ching Chun Hsu; mit Li Tianlu , Jingwen Wang, Shufen Xin.
Taiwan 1986 chin., taiwan. OmeU/110 Min.

 

Der 15jährige Ah-Huen verlässt sein Heimatdorf und zieht nach Taipeh, um dort Arbeit zu suchen. Mit ihm zusammen ist Ah-Yun, das Mädchen, mit dem Ah-Huen aufgewachsen ist. Nach reger Geschäftigkeit und beinahe unbemerkten Momenten gemeinsamen Glücks wird er zur dreijährigen Militärzeit eingezogen. Am Vorabend seiner Abreise macht ihm Ah-Yun ein ungewöhnliches Geschenk: sie übergibt ihm 1.096 Briefumschläge, damit er ihr jeden Tag Briefe schreiben kann. Doch noch bevor er alle Briefe an sie abschicken kann, heiratet sie einen anderen.

"DUST IN THE WIND gehört zu jenen Filmen, die sich nicht erzählen lassen. Denn das Wichtigste liegt nicht in seiner Handlungslinie. Es liegt anderswo, in jener unendlichen Vielfalt kleiner Dinge, aus denen der Alltag zusammengesetzt ist. Ein Angriff, ein Diebstahl, ein Brand, ein dörfliches Fest, Tränen der Liebe und der schmerzlichen Revolte. Ereignisse wie diese, kleine und große Dramen filmt Hou Hsiao-hsien mit einer bewundernswerten Empfindsamkeit, mit Distanziertheit, mit Gespür für Entdramatisierung; es gelingt ihm, die Ereignisse von ihrer anekdotischen Enthüllung zu befreien." (Michael Egger)

So., 28.7., 18.00 / Mi., 31.7., 20.00

 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 29.06.2002 © aptum1997-2002 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de