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Videotanz

Mit dem wachsenden Interesse an der Kunstform Bühnentanz hat sich seit Beginn der 80er Jahre eine neue Facette des zeitgenössischen Tanzes herausgebildet, die anfangs unter so verschiedenen Namen wie "choréo-cinéma", "television dance", "ciné-danse", "Kamera-Choreographie" aufgetreten ist und nun meist unter der Bezeichnung "Videotanz" den Tanz (und den Film) bereichert. Insbesondere in Frankreich, den USA, England, Belgien, aber auch Deutschland haben Choreographen und Filmemacher oder Videokünstler sich zusammengetan, um miteinander die Möglichkeiten ihrer beiden Künste neu zu erproben und zu erweitern oder auch in ganz anderen Sparten wie Musik-Clip oder Werbespot zu experimentieren.

Die sehr unterschiedlichen Filme geben Einblicke in die Tanzästhetik verschiedener Kompanien und Choreographen. Gleichzeitig zeigen sie, wie Tanz- und Filmkunst - mit Impulsen aus Musik und Performancekünsten, aus Bildender Kunst und Videokunst sowie aus Musikclip- und Werbeästhetik - zu neuen zeitgenössischen Ausdrucksformen finden.

Die Reihe zu Videotanz wird - thematisch ausgeweitet - im September/Oktober fortgeführt, auch im Zusammenhang mit mobil(e), dem ersten Tanzfestival, das vom 27. September bis 6. Oktober in der ganzen Regio stattfindet.

kuspokusu · Reines d'un Jour
Enter Achilles · Love Sonnets

 


 

Kuspokusu

(Stück für Stück)

Regie: Michael Caban; Choreographie: Michael und Simon Caban; Musik: Art of Noise, E. Clapton, B. Eno, Enigma u.a.
Tschechien 1998 51 Min.

 

Sieben Tanzvisionen der Ballettkompanie Krec: einfache Choreographien, klare Kameraführung, wilde Bildbearbeitung, grelle Farben, maximale Verfremdung. Sieben anspielungsreiche Bilder, die mit Humor, Ironie und Kitsch auf die Ideale unserer Zeit Geld, Jugend, Fitness antworten und im siebten Bild in einer Art Fruchtbarkeitsritus gipfeln. Die Jury des renommierten Dance Screen Wettbewerbs nannte den Film "gemein und witzig, surrealistisch und mechanisch - ein durchorganisiertes Delirium" - und hat ihn mit einem ersten Preis ausgezeichnet .

 


 

Reines d'un Jour

(Königinnen für einen Tag)

Regie: Pascal Magnin; Choreographie: Marie Nespolo, Christine Kung; Solisten: Marie Nespolo, Christine Kung, Véronique Ferrero, Mikel Aristegui, Antonio Bull, Roberto Molo;
Schweiz 1996 26 Min.

 

Gefangen zwischen Himmel und Erde, unter Kühen und Einheimischen, wälzen sich sechs Körper über die Almhänge der Alpen.

Ein sinnlicher und zugleich fröhlicher Tanz mit hohem visuellen Anspruch. Eine Hommage an die Schönheit der Natur.

Sa., 11.5., 20:00 mit einer Einführung von Eva Wagner/ So., 12.5., 18:00

 


 

Enter Achilles

Regie: Clara van Gool; Choreographie: Lloyd Newson; Company DV 8 Physical Theatre
Großbritannien 1996 50 Min.

 

Der Gruppenname DV 8 steht für "Dance and Video 8" und assoziiert gleichzeitig "to deviate" (abweichen). Physical Theatre, der Untertitel der Gruppe, ist inzwischen auch Bezeichnung für den von DV 8 Mitte der 80er Jahre begründeten Bewegungsstil, der aus der Contact-Improvisation schöpft und sich durch athletische und risikoreiche Bewegungen auszeichnet. Die von Lloyd Newson und der Gruppe DV 8 erarbeiteten Stücke behandeln oft tabuisierte Themen wie Homosexualität, Gewalt und sind geprägt von einer überwiegend männlichen Sichtweise. Lloyd Newson behält seine Stücke aber nicht im Repertoire der Gruppe, sondern lässt sie nur als filmische Neuinterpretation weiterleben.

ENTER ACHILLES ist in einem Pub angesiedelt, in dem sich acht Männer begegnen. Aus Annäherung und Aggression, Zärtlichkeit und Drohung entwickeln sich Beziehungen, die zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu schweben scheinen.

 


 

Love Sonnets

Regie: Thierry De Mey; Choreographie: Michèle Anne de Mey; Musik: Domenico Scarlatti
Belgien 1994 30 Min.

 

Energiegeladen, großzügig und fröhlich sind die Choreographien der Belgierin Michèle Anne de Mey. In LOVE SONNETS sind Teile ihrer Bühnenchoreographie Sonatas 555 zu Musik von Domenico Scarletti neu zusammengestellt und von dem Komponisten und Filmemacher Thierry de Mey in eine karge Steinbruchlandschaft und ein verfallenes Gemäuer verlegt. Die Grenzenlosigkeit des Landschaftsraums öffnet und bereichert die klaren räumlichen Muster und Dialogformen der Choreographie.

Sa., 25.5., 20:00 mit einer Einführung von Eva Wagner / So., 26.5., 22:15

 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 31.03.2002 © aptum1997-2002 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de