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Werkschau Klaus Wildenhahn im Kommunalen Kino
November 2001 · Dezember 2001 · Januar 2002: Kinoauge Arbeit · Februar 2002: Kinoauge Geschichte · März 2002

 


 

Werkschau Klaus Wildenhahn

 

Freier Fall: Johanna K. · 5 Bemerkungen zum Dokumentarfilm · Ein kleiner Film für Bonn (Teil 1)

 


 

 

Freier Fall: Johanna K.

Regie, Buch, Ton & Musik: Klaus Wildenhahn; Kamera: Gisela Tuchtenhagen; Schnitt: Annemarie Lang-Johannsen; mit Johanna K. BRD 1992 96 Min.

 

Johanna K. hieß früher einmal Jacobus Johannes, die Fallhöhe zwischen immer neuen Lebenswirklichkeiten ist ihr inzwischen vertraut. Vom Brückenbauingenieur zur Stripteasetänzerin und Prostituierten, schließlich der freie Fall ins Nichts. Halbwelten, Zwischenwelten, Scheinwelten: ganz allmählich kommen die Irrungen und Vertracktheiten bei Johanna K. zum Vorschein, mal selbstironisch, mal traurig, jedoch nicht so, dass es mutlos machen würde.

Von den unverbindlichen Urlaubsbildern über die privaten Videos der Ex-Prostituierten entwickelt sich der Film zu einer Reflexion über das Leben. Der Mut Johanna K.‘s, sich zu offenbaren, hat nichts Exhibitionistisches, und das liegt sowohl an ihrer Persönlichkeit als auch an der Kunst Klaus Wildenhahns.

Fr., 8.3., 20:00 / So., 10.3., 18:00

 


 

 

5 Bemerkungen zum Dokumentarfilm

Regie, Exposé & Kamera: Gisela Tuchtenhagen; Idee & Redaktion: Angelika Wittlich; Ton: Klaus Wildenhahn; Schnitt: Hella Vietzke BRD 1974 63 Min.

 

Der Film zitiert Texte aus dem Buch’Über dokumentarischen und synthetischen Film’. Der Film zitiert Ausschnitte aus aus dokumentarischen Filmen. Der Film zeigt Filmemacher und Redakteure, die von ihren Arbeitsbedingungen berichten.

 

 

Ein kleiner Film für Bonn (Teil 1)

Regie, Filmerzählung: Klaus Wildenhahn; Kamera: Rainer Komers, Gisela Tuchtenhagen; Ton: K. Wildenhahn; Schnitt: Margot Neubert-Maric BRD 1999 60 Min.

 

April ’99 : "Noch einmal Augenzeuge sein, aber nicht notwendigerweise Zusammenhänge verstehen. Am täglichen kleben, dem unübersichtlichen, ohne Metaphysik. Etwas außer Atem, nicht selbst betroffen und doch hineinverwickelt und nicht fähig, sich zu lösen. Noch einmal die schöne Neugier, zuhören, merkwürdig Vertrautes. Oberflächen. Die kleinen Zwischenräume. Dann vorbei."

Teil 1: Die Bonner Regierung packt. Bilder werden von den Wänden genommen, Schreibtische leergeräumt; Umzugskartons werden verladen, leere Korridore, Pläne, auf denen die Einrichtung des Büros in Berlin zu sehen ist. Aus dem Fenster der Blick auf den Rhein. Bonn ist vieles, auch: die Stadt der kurzen Wege und der kurzen Kontakte.

Der Presseclub — am 30. Juni wird er zugemacht. Ein Kellner geht nach 27 Jahren, 2 Monaten und 21 Tagen. Die Fahrbereitschaft des Bundestages. Die aufgereihten Fahrzeuge werden zum 30. Juni abgemeldet — die Autos verkauft. Abschiedsbriefe, auf denen man aufmunternde Reden hört und Tränen sieht; die Bonner Sommerkonzerte, immer wieder der Rhein, die Melancholie der verlassenen Räume.

Fr., 22.3., 19:30 Abschluss der Werkschau in Anwesenheit von Klaus Wildenhahn

 

 


 

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