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März 2002

Jack Smith - ein Mythos · Marie Menken - Poetin & Pionierin der US-amerikanischen Avantgarde

 


 

Jack Smith - ein Mythos

Jack Smith gilt als legendärer Filmemacher, theatralischer Genius und exotischer Kunstvertreter. Neben einigen Fragmenten gelang ihm nur ein Film in eigener Regie: FLEAMING CREATURES. 1963 war dieser Film ein Skandal und wurde anfangs nur privat in Hotelzimmern vorgeführt, bis er - nach mehreren gerichtlichen Verboten - zu einem auch kommerziell erfolgreichen Experimentalfilm und absoluten Kultfilm des New Yorker Undergrounds der 60er & 70er Jahre wurde. Er erwies sich als Vorbild für nachfolgende Künstler, geschätzt und geehrt von Andy Warhol, Susan Sonntag, Jonas Mekas, Ken Jacobs und vielen anderen. Jack Smith war Schauspieler, Autor und vor allem Performer. Transvestie und orientalischem Kitsch galt seine ganz besondere Leidenschaft.

Chumlum

Regie: Ron Rice; mit Jack Smith u.a.
USA 1964 OF / 28 Min.

Ein Traumland in Barock und Rokoko, Leute (Schauspieler, Visionen, Menschen), die sich in die Räume, Köpfe und Körper der anderen hinein- und herausweben.

 

Fleaming Creatures

Regie: Jack Smith; Musik: Tony Conrad; mit Francis Francine, Sheila Bic, Joel Markman, Dolores Flores
USA 1963 OF / 45 Min.

FLEAMING CREATURES zählt zu den wichtigen Beiträgen des Kinos zur Pop-Art. Die Dichte des Filmes entsteht aus einer reichen Collage. Eine Frau in Weiß (ein Transvestit) hält eine Lilie, eine hagere Frau steigt aus einem Sarg und entpuppt sich als Vampir, möglicherweise männlich; eine wunderbare spanische Tänzerin (auch ein Transvestit) erscheint und so geht es weiter. Eine ganze Sammlung von Frauen und Männern taucht auf, meistens in leuchtende, billige Frauenkleider von der Stange gekleidet, posieren und stellen sich zur Schau, tanzen miteinander, spielen Szenen der Wollust, sexueller Raserei, Romantik und Vampirismus - zu der Begleitung einer Musik, die aus lateinamerikanischen Pop-Favoriten, Rock´n Roll, kratzendem Violinspiel und vielem anderen besteht.

Di., 5.3., 20:00 mit Einführung

 


 

Marie Menken - Poetin & Pionierin der US-amerikanischen Avantgarde

Marie Menken war Malerin, als sie 1945 begann, Filme zu machen und ihre leichten Filme hatten nichts von der Schwere und Symbolik vieler ihrer Zeitgenossen, sie war ihrer Zeit voraus. Kritiker warfen ihr Naivität und Bedeutungslosigkeit vor, andere lieben genau deshalb Ihr Werk, weil es nichts anderes sein will, als kleine Filme, die nichts verkaufen wollen und keinen Marktwert haben, die einfach so sind wie sie sind.

Menken sagte: "Da gibt es kein warum für mein Filmemachen - ich mag einfach das Zwitschen der Maschine, und weil es eine Erweiterung der Malerei für mich war, versuchte ich es und ich liebte es. Beim Malen mochte ich nie das Statische - immer suchte ich nach etwas, was sich durch eine Lichtquelle oder einen Standpunkt verändern könnte und so war es ganz natürlich für mich, die Kamera zu nehmen. Beim Filmemachen ist jedes Bild ein Bild und was für eine Freude ist das! Und es bewegt sich, während das Gemälde da ist, stillsteht, für alle Zeit".

Teil II:

Arabesque for Kenneth Anger, USA 1961, 4 Min.

Andy Warhol `s Silver Flotations, Regie: Willard Maas, USA 1966, 5 Min.

 

Andy Warhol; USA 1965, 22 Min.

Excursion; USA 1968., 5 Min.

Lights; USA 1966, 6 Min.

 

AI - YE (Mankind); Regie: Ian Hugo, USA 1950, 24 Min.

Watts with Eggs; USA 1963, 3 Min.

Wrestlers; USA 1964; 9 Min.

Di., 19.3., 22:00 / Sa., 23.3., 20:00 mit Einführung

Teil 1 lief im Februar

 


 

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