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Februar 2002

Vermischte Werke aus Deutschland 1998 - 2001 · Marie Menken - Pionierin der US-amerikanischen Avantgarde

 


 

Vermischte Werke aus Deutschland 1998 - 2001

Brynntrup / Cmelka / Sachs u.a.

Dieses Programm ist eine Zusammenstellung neuer Film und Videokunst von deutschen oder in Deutschland lebenden Künstler. Dabei sind die neuesten Filme von Matthias Müller und Michael Brynntrup, die schon längst zu den bekanntesten und international erfolgreichsten Kurzfilmemacher Deutschlands zählen. Ergänzt wird das Programm durch drei Filme der jungen Künstlerin Kerstin Cmelka, die in Frankfurt an der Städelschule studiert. Ein etwas älterer Film von Stephan Sachs wird auf die Arbeit einer seiner Schülerinnen Corinna Schnitt treffen. Neben diesen auf 35mm und 16mm gedrehten Filmen zeigen wir auch zwei auf Video produzierte Arbeiten: ein Werk von dem in Deutschland unterrichteten Franzosen Jean Francois Guiton und ein Video von Volker Schreiner.

Die Arbeiten sind sehr unterschiedlich und doch verbindet sie alle eine eigene Bildsprache und ein eigenes Formbewußtsein. Im Großteil der Werke spielt eine rhythmische und musikalische Struktur eine große Rolle. Das Programm will nicht einen Überblick über aktuelle Tendenzen in Deutschland geben, es ist einfach eine kleine Auswahl von künstlerischen Arbeiten, die wir zu einem vielseitigen Abendprogramm ausgewählt haben.

NY ´NY´n why not

von Michael Brynntrup; Musik: Jay Ray; mit Kaspar Kamäleon, Glennda & Brenda, D, 1999, 4 Min.

Brynntrup macht hier einen Ausflug zur Christopher Street und dem Rhythmus der 90er Jahre.

Et in arcadia ego

von Kerstin Cmelka, D, 2000, 3 Min.

Zwei Personen und doch die gleichen bewegen sich in einer Landschaft, die der Realität entrückt erscheint.

Achtung - Die Achtung (Concentration Chair)

von Michael Brynntrup; Musik: Robert Henke; mit Mario Brendel, René Broussard, D, 2001, 14 Min.

Brynntrup beschreibt diesen Film mit einem Zitat von Kant: "Dass alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel".

Achtung

Rack

Video von Volker Schreiner, D, 2000, 6 Min.

Drei Kameras, drei Etagen in einem Treppenhaus, drei Orte, eine Zeit. Eine rhythmische Montage.

Mit mir

von Kerstin Cmelka, D, 2000, 3 Min.

Eine Frau liegt im Bett, dieselbe Frau tritt in Interaktion mit ihr. Eine Choreografie für Doppelbelichtung.

 

Raus aus seinen Kleidern

Von Corinna Schnitt, D, 1998/99, 7,5 Min.

Diese Arbeit dürfte wohl am meisten dem entsprechen, was man gemeinhin mit Kinokurzfilm verbindet. Eine kleine Geschichte, dokumentarisch, inszeniert, ein Fake? Gehört Wäsche in einen Trockner?

Quay Landing

von Stephan Sachs, D, 1998, 9 Min.

Leider immer noch Sachs neuester Film. Nach vier Jahren immer noch mit Freude zu sehen. Lebende Schaufensterpuppen in Los Angeles; sehen und gesehen werden am Strand. Körperkult, alles in Form eines visuellen Gedichts von musikalischer Struktur.

Tramage

Video von Jean-Francois Guiton, D, 1999,12 Min.

Rhythmus ist sowohl das Thema als auch die Form des Videobandes. Alles, was in der Stadt geschieht, ist im Vorbeigehen begriffen.

In einem Raum

von Kerstin Cmelka, D 2000, 3 Min.

Zwischen Ebenen aus Doppelbelichtung, alternierenden Brennweiten usw. bewegt sich eine Person.

Nebel

Nebel

von Matthias Müller; Musik: Claus van Bebber; Deutschland, Österreich & Luxemburg 2000, 12 Min.

Der Film setzt die GEDICHTE AN DIE KINDHEIT von Ernst Jandl visuell um.

Di., 5.2., 20.00

 


 

Marie Menken - Pionierin der US-amerikanischen Avantgarde

Marie Menken (1910-1971) dürfte nach Maya Deren zu den bekanntesten Experimentalfilmemacherinnen der USA gehören. Sie kommt von der Malerei und bringt diese Erfahrungen mit in Ihre Filme ein. Zum größten Teil gehören sie zur visuellen Poesie. Sie gilt als erste Künstlerin, die mit der Kamera improvisierte und in der Kamera geschnitten hatte, Techniken die später Jonas Mekas und andere berühmt machten.

Menken filmte mit ihrem ganzen Körper, mit ihrem ganzen Nervensystem. Wenn man ihre Filme sieht, sind die Details ihrer Bilder eine Sache - eine andere, vielleicht viel wichtigere, ist die Bewegung und der Rhythmus.

Menkens Filmideen sind oft verbunden mit ihren Freunden. Sie entstanden oft spontan aus einem Anlass heraus, auf einer Reise oder plötzlichen Stimmung.

Die Filme (Ihr Werk/ Teil 1):
 

Visual Variations on Noguchi, USA 1945, 4 Min.

Glimpse of the Garden, USA 1957,5 Min.

Hurry! Hurry!, USA 1957, 5Min.

Dwightiana, USA 1959, 4 Min.

 

Eye Music in Red Major, USA 1961, 5 Min.

Arabesque for Kenneth Anger, USA 1961, 4 Min.

Bagatelle for Willard Maas, USA 1961, 6 Min.

Sidewalks, USA 1961, 6 Min.

 

Mood Mondrian, USA 1961, 5 Min.

Drips in Strips, USA 1961, 4 Min.

Notebook, USA 1962, 11 Min.

Moonplay, USA 1962, 5 Min.

Go, Go, Go!, USA 1963, 11 Min.

Di., 19.2., 22.00 / Fr., 22.2., 20.00 (alle Filme in OF)

Teil 2 zeigen wir am 19. und 22. 3.

 


 

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