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Pornografie und Film

 

All you can eat · Safe is desire

 


 

All you can eat

(Homosexuelle) Pornografie und Bildwelten im künstlerischen Film

Fireworks, Kenneth Anger, USA 1947, 15 Min.; Un chant d’amour, Jean Genet, Frankreich 1950, 25 Min. ; All You Can Eat, Michael Brynntrup, Deutschland, 5 Min.; Loverfilm, Michael Brynntrup, Deutschland 1996, 22 Min.; Removed, Naomi Uman, USA, Mexiko 1999, 6 Min.

Das Programm All You Can Eat — zusammengestellt von Ulrich Wegenast anlässlich seines gleichnamigen Vortrags am 20.12.01 in der Freiburger Universität - beschäftigt sich mit homoerotischen Bildwelten (Kenneth Anger, Jean Genet und Jack Smith) und der künstlerischen Reflexion homosexueller Pornographie (Michael Brynntrup). Einerseits zeigen Filme wie Fireworks oder Un chant d’amour, welche Auswirkung diese Filme auf eine homosexuelle Ästhetik hatten. Gleichzeitig wird die Frage gestellt, ob man Homosexualität überhaupt als ästhetische Kategorie verstehen kann. Der emanzipatorische Gehalt dieses Films ist jedoch offensichtlich. Michael Brynntrup setzt sich wiederum mit kommerzieller homosexueller Pornografie auseinander, die er ironisch verarbeitet und teilweise wieder in private Zusammenhänge stellt. Das Programm versteht sich jedoch nicht ausschließlich als homosexuelles Kaleidoskop und richtet den Blick auf künstlerische Arbeiten, die die mit der Pornografie einhergehende Skopopholie zum Thema machen. So ist im Programm u.a. der Film Removed von Naomi Uman zu sehen — unlängst bei der Viennale und beim Stuttgarter Filmwinter ausgezeichnet —, der Pornografie zum Platzhalter und zur Leerstelle macht, indem Uman mit Nagellackentferner weibliche Pornodarsteller auf gefundenen Heteropornos auslöscht und die männlichen Protagonisten mit weißen Flecken zurückläßt...

Fr., 21.12., 20.00 / Sa., 22.12., 22.30


Safe is desire

fatale videos, blush entertainment...

San Francisco 1993 OF / 60 Min.

Safe is Desire stellt lesbischen safer sex in dem suggestiven Fatale Video Style dar — reine Lust und Leidenschaft mit Herz. Die wunderbaren Aufnahmen, das Drehbuch und die Darstellung des Films werden negative Einstellungen zu safer sex für Lesben in Frage stellen... Safe Sex ist großartiger Sex!

Allie und Dione sind verliebt, aber safer-sex-Probleme bedrohen ihre neue Beziehung. Sie besuchen einen Sex Club in San Francisco, wo sie lesbischen Sex im 90er Stil sehen, in einer lustvollen orgienartigen Szene, eine wunderbar verspielte Vorführung der Safe Sex Sluts und andere ziemlich perverse/verrückte/abartige/schräge — sowie sichere — Spielarten des lesbischen Sex. Verpackt in eine kleine Story, ist SAFE IS DESIRE ein Aufklärungsfilm über safer sex. Zudem ist der Film ein Zeitdokument über wahrhaftig stattgefundene safer sex shows in San Francisco.

Mi., 5.12., 22.00 / Fr., 7.12., 22.00

 

In Zusammenarbeit mit der Freiburger Frauenforschung (ZAG) der Universität Freiburg im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Entfesselung des Imaginären — Zur neuen Debatte um Pornografie"

 



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