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Mittwochskino: Lebenswelten von MigrantInnen in Europa

In dieser Reihe widmen wir uns Filmen, in denen Lebenswelten von MigrantInnen in Europa aus deren eigener Sicht als Spiel- und Dokumentarfilme gezeigt werden.

Unterschiedliche interkulturelle Erfahrungen und Konflikte, aber auch Chancen der Begegnungen und Toleranz lassen eine Vielfalt von Lebensentwürfen und verschiedene Europas entstehen.

 

La faute à Voltaire · Wie Zucker im Tee · Waalo Fendo · Bye Bye

 


 

La faute à Voltaire

Regie & Buch: Abdel Kechiche; Kamera: Dominique Brenguier; Schnitt: Tina Baz Legal & Annick Baly; Kostüme: Catherine D’Halluin; mit Elodie Bouchez, Sami Bouajila, Aure Atika, Bruno Lochet Frankreich 2000 OmU / 128 Min.

 

Paris. Jallel, ein tunesischer Immigrant, verkauft Früchte in der Metro und Rosen in Restaurants. Wenn die Polizei auftaucht, muss er sich verstecken. Er ist einer jener Unsichtbaren, die einst voller Hoffnungen in ein vermeintliches Eldorado aufgebrochen sind. Jallel ist ein sans papier. Er lebt unter denen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen sind und pendelt zwischen Wohnheimen und Hilfsvereinen für Einwanderer.

In einem Café lernt er die schöne Nassera kennen, eine tunesische Kellnerin, die ihm eine ,arrangierte Hochzeit‘ verspricht. Im letzten Moment aber verschwindet sie. Für Jalles bricht eine Welt zusammen. Eines Tages begegnet er Lucie.

La faute à Voltaire erhielt den ,Goldenen Löwen’ für das beste Erstlingswerk in Venedig 2000.

Mi., 5.12., 20.00

 


 

Wie Zucker im Tee

Buch & Regie: Hatice Ayten; Kamera & Schnitt: Konstanze Bemberg; Musik: Elhamdulillah, Burhan Öcal & Jamaaladeen Tacuma u.a.
Deutschland 2001 70 Min.

 

Eine Reise durch Metropolen, als Orte verstanden, in denen sich ‘fremde‘ Kulturen begegnen. Der Film gleitet von einem Protagonisten zum anderen, von einer Stadt zur nächsten, stellt türkische MigrantInnen aus Kultur und Politik vor, die Themen wie Integration, Ausgrenzung, Identität und Kultur in ihre Arbeit einfließen lassen.

Fatih Akin, der Jungregisseur (KURZ UND SCHMERZLOS, IM JULI), versteht sich selbst als "deutscher" Filmemacher, weil er in der deutschen Sprache zu Hause ist und weil er Hamburg liebt. Die Autorin Emine Sevgi Özdamar zitiert ihren Brecht und spricht von der Sehnsucht, das "System" ihres Vorbildes zu studieren. So viel Selbstverständlichkeit und Normalität geben im Dokumentarfilm von Hatice Ayten fast alle Befragten zu Protokoll. Für den Kaberettisten und Comic-Zeichner Muhsin Omurca sind MigrantInnen in Deutschland wie "Zucker im Tee", und es ist an der Zeit, dass der Tee bereit sein muss, die Zuckerstücke in sich aufzunehmen.

Mi., 12.12., 20.00

 


 

Waalo Fendo

(Wo die Erde gefriert)

Regie: Mohammed Soudani; Buch: M. Soudani, Saidou Moussa Ba; Kamera: M. Soudani, Alessio Viola; Schnitt: Paolo Gebhard & Giorgio Garini; Musik: Giovanni Venosta; mit Saidou Moussa Ba, Bara Ngom, Souleymane Ndiaye, Oumar Ba, Mamadou Ba u.a.
Schweiz 1997 OmeU / 63 Min.

 

Der Spielfilmerstling des im Tessin lebenden Algeriers Mohammed Soudani handelt von den jungen Männern aus Senegal, die nach Italien reisen, dorthin, wo die Erde gefriert, um als Kleinhändler und Schwarzarbeiter über die Runden zu kommen; erzählt von Yaro, der sich vom Westen Reichtum und eine Zukunft verspricht, die ihm sein Land niemals wird bieten können. Zwei Jahre vergehen; Yaro schreibt seiner Familie einen Brief, in dem er sie bittet, seinen jüngeren Bruder Demba nach Italien kommen zu lassen, wo sie zusammen leben und arbeiten werden, um mehr Geld zu verdienen. Wenige Wochen nach Ankunft Dembas wird Yaro in der Nähe des Mailänder Hauptbahnhofs ermordet. Sein jüngerer Bruder will den Grund dafür verstehen und wissen, wer verantwortlich ist. Dank der Hilfe Théos, einem nahen Freund Yaros, und anderer Immigranten, nimmt uns Demba mit auf eine Reise durch Mailand und Süditalien, wo Mafiosi und ehrliche Männer oft eins bilden...

Mi., 19.12. 20.00 / Sa., 22.12. 18.00

 


 

Bye Bye

Buch & Regie: Karim Dridi; Kamera: John Mathieson; Schnitt: Lise Beaulieu; Musik: Steve Shehan & Jikmy Ohid; mit Sami Bouajila, Nozha Khouadra, Ouassini Embarek, Philippe Ambrosini u.a.
Frankreich 1995 OmU / 105 Min.

 

Bye Bye ist ein zärtliches und vitales Portrait der in Frankreich lebenden Nordafrikaner. Der Film erzählt von Rassismus und Liebe und von dem Versuch, zwischen der französischen und der arabischen Kultur einen eigenen Weg zu finden.

In Panier, dem dichtgedrängten, von maghrebinischen Einwanderern geprägten Stadtteil von Marseille, geraten die Brüder Ismael und Mouloud in Turbulenzen: Ismael arbeitet auf einer Baustelle und beginnt ein heimliches, stürmisches Verhältnis mit der Freundin seines Kumpels. Mouloud soll eigentlich zurück zu den Eltern, die überraschend nach Nordafrika zurückgekehrt sind. Wie Ismael fühlt sich Mouloud aber als Franzose. Zusammen mit seinem Cousin taucht er unter. Ismael setzt alles daran, ihn wiederzufinden...

Genauso wie Karim Dridi das Stadtviertel aus den Innenperspektive zeigt und bestimmte Klischees über Marseille vermeidet, bleibt seine Kamera den Menschen nah, widersetzt sich der Film Stereotypen.

Mi., 26.12., 20.00 / Sa., 30.12., 22.15



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Zuletzt bearbeitet am 01.12.2001 © aptum1997-2001 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de