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Medea

Regie: Pier Paolo Pasolini; Buch: P. P. Pasolini nach der Tragödie von Euripides; Kamera: Enno Guarnieri; Musik: P. P. P.; mit Maria Callas, Laurent Terzieff, Guiseppi Gentile, Massimo Girotti u.a.
F / I / BRD 1969 DF / 110 Min.

Die der antiken Sage entlehnte Geschichte der Medea, die als verstoßene Gattin fürchterliche Rache übt, wird von Pier Paolo Pasolini als Tragödie des Menschen zwischen barbarisch-sakraler und zivilisiert-rationalistischer Kultur interpretiert.

Es geht um den Konflikt zwischen der alten Religion und der atheistischen modernen Welt, hat Pasolini zu Medea erklärt, aber der antike Stoff läßt sich auch als Parabel auf den Bruch zwischen der Dritten Welt und dem kolonialistischen Westen verstehen.

Der Film erscheint zunächst fremd und hermetisch in seinem mythologischen Figurenspiel, aber er hat zugleich eine eigene faszinierende Sinnlichkeit und ist für mancherlei zeitgemäße Interpretation offen.

Magie und Ratio, Barbarei und Zivilisation, alte Religiosität und atheistische Moderne will Pier Paolo Pasolini mit Medea (Kolchis) und Jason (Korinth) gegenüberstellen. Auch dritte Welt und westlichen Kolonialismus, wobei Medea Unterwerfung, Anpassung und Revolte deutlich zeigt, auf welcher Seite der Regisseur steht ... Die archaisch strenge Montage ist von seltener Schönheit und Vollkommenheit. Und Maria Callas als Medea recht eindrucksvoll ihr Profil in mythische Landschaften (Wolf Donner, DIE ZEIT).

Im Rahmen des Freiburger Medea-Projekts. Medea-Premiere im Freiburger Theater ist am 15. Dez. 2001

Fr., 7.12., 20.00 / Sa., 8.12., 18.00 / So., 9.12., 22.00



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