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Frühe und Letzte Filme von Hannes Popp

Hannes Popp, der dieses Jahr sein Kunststudium in Braunschweig als Meisterschüler bei Birgit Hein und Gerhard Büttenbender beendet, begann seine künstlerische Laufbahn eigentlich als Bildhauer. Er widmete sich aber bald mit solcher Intensität dem Film, dass er sein in Einzelbildern aufgenommenes schwarz-weißes Material sogar selbst entwickelte. In seinen frühen Arbeiten beschäftigt er sich auf ganz spezielle Art und Weise mit der medialen Bilderflut und damit, wie sie mit der speziellen Ästhetik des 16mm-Materials reflektiert werden kann, was in dem Film Shanghai gipfelt, in dem eine Szene einer realen Hinrichtung mit einem Ausschnitt aus einer Burlesque kombiniert wird. Besonders aber interessierten ihn Fragestellungen an den Film wie: Was sind die Grenzen von Film? Was unterscheidet ihn von anderen Künsten? Wie weit ist Film reduzierbar? Antworten schuf er zum Beispiel mit zwei leider verschollenen Filmen, die er ganz ohne Kamera herstellte, vor allem aber mit den hier im Programm vertretenen drei Filmen ohne Titel. Diese Filme sind sogenannte Letzte Filme, sie bestehen nicht mehr aus konkreten Bildern. Die drei Filme, deren "Darsteller" Reis, Faden und Farbkarten sind, entfalten ihre Faszination für die Zuschauer in einem meditativen, ruhigen Fluss, während sie die Leinwand für die Bilder vor unserem geistigen Auge reinigen.

Filmprogramm

  • Skateboarding is not a crime, 1996, 16mm, 5 Min., s/w, stumm
  • Off the Wall, 1996, 16mm, 5 Min., s/w, stumm
  • Shanghai, 1998, 16mm, 5 Min., s/w, Ton
  • o.T., 2000, 16mm, 5 Min., s/w, stumm
  • o.T., 2001, 16mm, 15 Min., s/w, stumm
  • o.T., 2001., 16mm, 27 Min., Farbe, stumm

Kuratiert von Florian Krautkrämer

Di., 16.10., 20.00

 


 

Mosaïc

Regie & Animation: Deborah Phillips; Außenkamera: Thomas Bartels; Musik: Wolfgang in der Wiesche; Montage: Sala Deinema; Gesang: Saadet Türköz; D. Suissa, J. Wizman Deutschland 2001 45 Min.

 

In dem Film MOSAïC verschmelzen islamische und jüdische Gegenstände und Architektur miteinander. Bilder wurden gesammelt (Zeichnungen, Photos, S8 & 16mm Filmmaterial sowie verschiedene Objekte) in 6 Ländern: Türkei (Istanbul), Uzbekistan (Buchara & Samarkand), Marokko (Fes & Casablanca), Spanien (Al-Andaluz), Iran (Esfahan) und Ägypten (Kairo).

MOSAïC besteht aus 5 Kapiteln. Assemblagen aus Ornamenten nehmen die Tradition beider Kulturen auf. Nichtfigurative Kunst aus Schrift, Geometrie und botanischen Mustern vereint Islamisches und Jüdisches.

"MOSAïC ist ein jüdischer Film, weil er zum Fragen einlädt, statt Lösungen vorzuschlagen. Er ist ein islamischer Film, weil er eine Pracht zelebriert, die einlädt zum Nachdenken. MOSAïC ist ein künstlerisches Projekt für den Frieden, das kommentarlos Grenzen überschreitet und an vergangenes Zusammenleben erinnert. Der Film drückt die Hoffnung aus, daß dies in der Zukunft wieder möglich wird." (Deborah Phillips).

Das Programm wird ergänzt durch weitere Kurzfilme von Deborah Phillips.

Deborah Phillips studierte freie Kunst in Perugia, New Brunswick und Braunschweig, sie war bisher in Ausstellungen beteiligt in New York, London, Hamburg, Braunschweig, Bremen, Berlin, Budapest und Verona.

Di., 30.10., 20.00 zu Gast: Deborah Phillips / Do., 1.11., 22.00



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Zuletzt bearbeitet am 03.10.2001 © aptum1997-2000 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de