Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
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Junges Kino aus Israel

Besonderes Kennzeichen: Die Frische

Die kleine Reihe, die zur Zeit durch Kommunale Kinos in Deutschland tourt, eröffnet ein Panorama des israelischen Kinos der neunziger Jahre und erlaubt direkte Einblicke in die israelische Gesellschaft. Die taz aus Berlin urteilte: "Denn sie zeigen die Lebendigkeit wie Zerrissenheit der einzigen Demokratie im Nahen Osten mit einer Frische, die man den meisten deutschen Filmen wünschen würde."

So präsentiert "Mit den Augen des Westens" als tragisch-komisches Roadmovie eine bizarre Vater-Sohn-Beziehung. "Saint Clara" erzählt die fantastische Geschichte einer 13-Jährigen, die mit ihren übersinnlichen Kräften eine ganze Stadt in Anarchie stürzt. Typisch für die israelischen Filme der neunziger sind die Figuren in "Urban Feel". Den menschlichen Beziehungen, chaotisch und brüchig, hält der Regisseur Jonathan Sagall den Spiegel vor.

Zum Start der Tournee durch die Kommunalen Kinos brachte es die Schauspielerin und Grande Dame des israelischen Kinos Gila Almagor auf den Punkt: "Es ist gut, dass gerade in diesen Tagen Filme aus meinem Land gezeigt werden, von dem man sonst so viel Trauriges hört". Im Film könne man sehen, dass es auch in Israel um das Gleiche gehe wie in aller Welt. "Wir lieben und wir trennen uns, wie alle anderen Menschen auch".

Das Spielfilm-Programm wird ergänzt durch neun Kurzfilme von Studenten der Filmhochschulen von Jerusalem und Tel Aviv. Alle Filme sind in Originalfassung mit Untertiteln zu sehen. Das Filmprogramm ist auf Initiative der Botschaft des Staates Israel und der Kulturabteilung des israelischen Außenministeriums in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband kommunale Filmarbeit entstanden.

 

URBAN FEEL · MIT DEN AUGEN DES WESTENS · SAINT CLARA · Studentenfilme aus Jerusalem und Tel Aviv

 


 

URBAN FEEL

(Kesher ir)

Regie: Jonathan Sagall; mit Daphna Rechter, Sharon Alexander, Jonathan Sagall, Asi Levy u. a. Israel 1998 OmU / 103 Min.

 

In der Ehe von Eva und Robby kriselt es schon seit ein paar Jahren. Robby ist Hypochonder und Steuerberater, Eva neigt dazu, sich ständig zu entschuldigen und arbeitet in einem Laden, der sich auf Sexspielzeug spezialisiert hat. Gemeinsam haben sie einen Sohn, Jonah, einen blassen, achtjährigen Jungen.

Ein unerwarteter Besucher bringt ihren faden Alltag durcheinander: Evas Jugendliebe Emanuel - nicht uncharmant, aber mit einem Hang zum Alkohol - steht nach acht Jahren plötzlich vor der Tür. Er will wissen, was aus Eva geworden ist, seit sie seinen spießigen, aber zuverlässigen Freund Robby geheiratet hat. Emanuel drängelt sich in Evas und Robbys Leben und richtet sich bei ihnen häuslich ein - ungerührt von der Verwirrung, die er damit stiftet.

Mi., 12.9., 22.00 / Do., 13.9., 20.00

 


 

MIT DEN AUGEN DES WESTENS

(Leneged enayim ma'araviot)

Regie: Joseph Pitchadze; mit Eyal Schehter, Liat Glick, Ezra Kafri, Carmel Betto, Yehuda Lazarovitch u. a. Israel 1996 OmU / 95 Min.

 

Das tragische Roadmovie erzählt die Geschichte Gary Razumovs. Der junge Architekt lebt in Berlin; die Brücken zu seiner Heimat und damit zu seiner Vergangenheit hat er abgebrochen. Da ruft ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters zurück nach Israel. Bei seiner Ankunft in Tel Aviv muss er feststellen, dass man ihn hereingelegt hat: sein Vater, ein Wissenschaftler, der seit zwanzig Jahren wegen Spionage im Gefängnis sitzt, ist keineswegs tot, sondern ausgebrochen. Wolf, ein unangenehmer, von seinem Job besessener Sicherheitsoffizier, und sein junger Assistent Carmi machen Gary unmissverständlich klar, dass er Israel nicht verlassen wird, bevor sein Vater nicht wieder hinter Schloss und Riegel sitzt. Gemeinsam mit Tom, einer jungen Schauspielerin, die er in Tel Aviv kennenlernt, wird Gary in die Suche nach dem Vater hineingezogen. Mit dem Auto machen sie sich auf den Weg nach Süden. Sie ahnen nicht, dass ihnen Wolf und sein treuer Adlatus an den Fersen kleben. In der Negev-Wüste steuert die Menschenjagd auf ihren Höhepunkt zu, und Gary muss sich seiner traumatischen Vergangenheit stellen.

Sa., 15.9., 20.00 / So., 16.9., 18.00

 


 

SAINT CLARA

(Clara hakdosha)

Regie: Ori Sivan und Ari Folman; mit Lucy Dubinchek, Halil Elohev, Johnny Peterson, Maya Mayron u. a. Irael 1995 OmU/ 87 Min.

 

1999. Die Welt steht am Rande des Chaos. In einer israelischen Industriestadt in der Mitte des Nichts zeigen sich bei Clara, der dreizehnjährigen Tochter einer Familie russischer Bärenjäger, übernatürliche Kräfte und stürzen die ganze Stadt in Anarchie. Die Schule brennt, Claras Klassenkameraden planen 'die Revolution', Lehrer träumen von wilden Nächten mit Edith Piaf, und ein Erdbeben droht, alles zu zerstören. Gerade als Clara zur Heiligen erhoben werden soll, sieht sie sich vor die Wahl gestellt, ihre magischen Kräfte zu behalten oder sich zu verlieben und sie zu verlieren.

Der Film basiert auf einem Roman von Pavel und Jelena Kohout.

Di., 18.9., 20.00 / Mi., 19.9., 22.00

 


 

Studentenfilme aus Jerusalem und Tel Aviv

Im israelischen Bildungssystem haben Film und Fernsehen seit langem einen hohen Stellenwert. Bereits Schüler erhalten in bestimmten Gymnasien systematischen Unterricht und können mit professioneller Ausrüstung erste praktische Erfahrungen sammeln. So kommen sie bereits gut vorbereitet an die Filmhochschulen des Landes. Die Nachfrage ist seit Jahren unverändert groß, und zahlreiche weitere Optionen ergänzen das Bildungsangebot. Hier liegt der Grundstein für den kontinuierlichen Erfolg israelischer Studentenfilme auf zahlreichen internationalen Festivals. Wir stellen eine Auswahl von preisgekrönten Filmen vor, die in den letzten Jahren an der Film- und Fernsehhochschule "Sam Spiegel" Jerusalem und an der Universität Tel Aviv entstanden sind.

 

Hochschule für Film und Fernsehen
"Sam Spiegel" Jerusalem:

  • COCKFIGHT (Krav tarnegolim), Regie: Sigalit Lipshitz / 2000, 14 Min.
  • OPERATION YY (Mivtzah YY), Regie. Oded Lotan / 2000, 18 Min.
  • THE OTHER CHEEK (Baderech lemala), Regie: Yuval Zafrir / 1999, 16 Min.
  • SUDSHADSH, Regie: Nimrod Shanit / 2000, 10 Min.
  • PERSONALl GOALS (Goal atsmi), Regie: Ran Carmeli / 1996, 16 Min.

Universität Tel Aviv,
Abteilung für Film und Fernsehen:

  • CURTAINS (Vilonot), Regie: Itzchak Wolf / 1997, 13 Min.
  • SHADE (Suca), Regie: Amir Tausinger / 1997, 13 Min.
  • AND NOW RACHMANINOW (Achshav Rachmaninow), Regie: Daniel Syrkin / 1998, 11 Min.,
  • NOFAR, Regie: Yaniv Tal / 1997, 4 Min.
  • NACHMAN LEIMINER - EXPRESS MAIL, (Nachman leiminer - Doar express) Regie: Y. Froelich, G. Liberman / 1997, 12 Min.

Sa., 22.9., 20.00



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Zuletzt bearbeitet am 19.08.2001 © aptum1997-2001 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de