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Am Rande der Erzählungen - Filmavantgarde der 60er Jahre aus Österreich

Den fünf Filmen ist gemeinsam, dass sie etwas vermitteln und somit narrative Elemente enthalten. Sie setzten aber gegen die etablierten Formen des "Erzählens " den lustvollen Umgang mit anderen filmischen Formen und Möglichkeiten. Es sind Meisterwerke der Innovation, was Bildbewußtsein und Ökonomie, Struktur und Umgang mit den Möglichkeiten des Materials anbelangt.

P.R.A.T.E.R. · 10/65 SELBSTVERSTÜMMELUNG · SONNE HALT! · 22/69 HAPPY END · UNSERE AFRIKAREISE

Di., 11.09., 20.00

 


 

P.R.A.T.E.R.

Regie: Ernst Schmidt jr.; Texte & Sprecher: Ernst Jandl; Kamera: Walter Funda; Musik: Wirkliches Jazztrio
Österreich 1963/66 21 Min.

Das Hauptinteresse Schmidts gilt den Menschen, ihren Gesichtsausdrücken und Blicken. Der Film stellt eigentlich eine Beobachtung des Praters da - aber auch nicht. Der Ton wird ständig ein- und ausgeblendet und Bild und Ton wirken wie Bruchstücke. Selbst die knappen Texte von Ernst Jandl werden nicht verschont.

 

10/65 SELBSTVERSTÜMMELUNG

von Kurt Kren; mit Günter Brus
Österreich 1965 5 Min.

Die filmische Auflösung einer legendären, nur für die Kamera veranstalteten Aktion von Günter Brus. Liebesvolle, fast bedächtig, melancholische Blicke auf verletzte Körper und Seelen.

 

SONNE HALT!

Regie: Ferry Radax, Buch, Texte & Stimmen: Ferry Radax & Konrad Bayer; mit: Konrad Bayer, Ingrid Schuppan, Suzanne Hockenjos
Österreich 1959/62 26 Min.

Konrad Bayer spielt eine Doppelrolle als Seemann und Dandy. So wie seine Monologe nur in ihrer Gesamtheit einen Bezug ergeben, arbeitet auch Radax in der Bildebene. Ein Film von wunderbarer poetischer Intensiität.

 

22/69 HAPPY END

von Kurt Kren
Österreich 1969 5 Min.

Kren filmte in Kinos diverse Spielfilme von der Leinwand ab, ohne durch den Sucher zu blicken. Den im Kino ausgesparten sexuellen Höhepunkt fügte Kren hinzu.

 

UNSERE AFRIKAREISE

von Peter Kubelka
Österreich 1966 13 Min.

Obwohl Kubelkas Hang zur Subversion bekannt war, beauftragte ihn eine Reisegruppe ihre Afrikasafari zu dokumentieren. Kubelka arbeitete fünf Jahre an der unglaublich exakten Bild- und Tonmontage. Der Film stellt seine Geldgeber als wichtigtuerische, geistlose und grausame Eindringlinge bloß.

 



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