Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
Urachstr. 40
79102 Freiburg
Tel. 0761 - 709033

kino@freiburger-medienforum.de

 

Frischluftkino am Waldsee

Zweierlei Freiluftkino von uns in diesem Jahr: Zum einen können und wollen wir auch nach 18 Jahren nicht vom idyllischen, traditionellen Frischluftkino am Waldsee lassen und setzen unsere Zusammenarbeit mit der Waldseegaststätte fort (immer donnerstags und freitags vom 19. Juli bis 10. August). Nach 18 Jahren haben wir aber auch Lust, Neues auszuprobieren und gehen anschließend für ein Wochenende zum BürgerInnenverein und Filmclub ins Rieselfeld (dazu mehr hier).

Bei Regen im Kommunalen Kino!

Tatis Schützenfest · Sein oder Nichtsein · 2001 - Odyssee im Weltraum · Kikujiros Sommer

 


 

Tatis Schützenfest

Jour de Fête

Regie: Jacques Tati; Buch: J. Tati, Henri Marquet, René Wheeler; Kamera: Jacques Mercanton, Marcel Franchi; Musik: Jean Yatove; mit J. Tati, Guy Decomble, Paul Frankeur u.v.a.
Frankreich 1947
Colorierte Neufassung von 1963 DF / 82 Min.

 

Schützenfest in einem französischen Provinznest: Lampions, Karussels, Wurfbudenglück - die Attraktion aber ist ein Kinozelt. Dort sieht François, der Briefträger dieser kleinen Gemeinde, einen Kurzfilm über die amerikanische Post und ist überwältigt von der Schnelligkeit seiner Kollegen. Die Schausteller bringen François in Schwung - "Rapidité, rapidité!": Francois fühlt sich nach jahrzehntelangem, beschaulichem Dienst bei seiner Ehre gepackt. Schluss mit den behäbigen Zustellfahrten, den Schwätzchen mit den Empfängern. Sein klappriges Dienstrad wird ihm zum Motorrad, zum Postzug und zum Flugzeug. Doch sein Arbeitseifer hat ein jähes Ende, als er im Bach landet.

Als Tatis JOUR DE FETE 1948 erschien, galt die Kritik dem Amerikanismus. Der totale Geschwindigkeitsrausch aber, bei dem die Unterscheidung in Amerikanisch und Nichtamerikanisch wegfällt, erhöht noch den parodistischen Reiz von Tatis erstem Spielfilm.

Do., 19.7., 22.00/ Fr., 20.7., 22.00


 

Sein oder Nichtsein

To be or not to be

Regie: Ernst Lubitsch; Buch: Edwin Justus Mayer, nach einer Idee von Melchior Lengyel; Kamera: Rudolph Maté; Musik: Werner R. Heymann; Schnitt: Dorothy Spencer; mit Jack Benny, Carole Lombard, Robert Stack, Felix Bressat u.a.
USA 1942 DF / 98 Min.

 

In dieser grandios kalkulierten Film-Groteske ist Lubitsch das scheinbar Unmögliche gelungen, Ernst und Scherz, Grausamkeit und Komik auf der höheren Ebene des reinen Spiels zu vereinen.

August 1939. Am Warschauer Theater wird die Aufführung eines Antinazistücks verboten. Hitler soll nicht provoziert werden. Also steht wieder "Hamlet" auf dem Spielplan. Doch die Wehrmacht marschiert, Warschau wird besetzt. Ein angeblich polnischer Patriot entpuppt sich als Gestapoagent. Und nun beginnt eine höllische Eulenspiegelei. Es geht um Sein oder Nichtsein, aber auch um Sein und Schein und nebenbei um eine private Eifersuchts-Dreiecksgeschichte: Die Schauspieler - mithineingerissen in den Strudel der Ereignisse - spielen in der gefährlichen Wirklichkeit das, was sie auf der Bühne nicht spielen durften: Gestapo-Funktionäre, deutsche Offiziere und Geheimagenten. Einer mimt sogar "ihn" selbst, den Schnurrbartträger aus Braunau. Sie verhindern, dass Widerstandskämpfer verhaftet werden, und retten ihre eigene Haut - in Hitlers Flugzeug - nach England...

Do., 26.7., 22.00/ Fr., 27.7., 22.00


 

2001 - Odyssee im Weltraum

2001 - A Space Odyssee

Regie & P: Stanley Kubrick; Buch: S. Kubrik, Arthur C. Clarke; Kamera: Geoffrey Unsworth; Schnitt: Ray Lovejoy; Musik: Aram Khatchaturian, György Ligeti, Johann Strauss, Richard Strauss; mit Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Daniel Richter, Margaret Tyzack
1 GB 1968 DF / 149 Min.

 

Am Anfang sitzen schwarzbehaarte Affen schreiend und grunzend vor ihrem Wasserloch, bis einer einen Knochen als Waffe entdeckt, und den "Aufbruch der Menschheit" einleitet. Am Ende - Millionen Jahre später - stirbt der Astronaut Bowman einen einsamen Tod auf dem Jupiter. Dazwischen suggeriert Stanley Kubrick Weltraum-Gefühle, läßt über zwei Stunden ein grandioses Universum aus Satelliten, Planeten und Raumschiffen, ein Meer aus Licht und Farbe auf der Leinwand entstehen: ein Märchen in Cinerama, Panavision und Metrocolor aus dem Jahre 2001 nach Christus.

Der Fortschritt feiert in dem Science-fiction-Film in Computern und technischen Konstruktionen Triumpfe. Die Allmacht ist jedoch dem menschlichen Geist auch in Kubricks Jahre 2001 versagt. Denn ein schwarzer Stein mit magischer Ausstrahlungskraft, Symbol wohl für Metaphysisches und Unendliches, gibt den Zukunftsmenschen dasselbe Rätsel auf wie den affenartigen Urwesen. An ihm scheitert die Menschheit in Kubricks Version, damals wie morgen.

Do., 2.8., 22.00/ Fr., 3.8., 22.00


 

Kikujiros Sommer

Kikujiro no natsu

Regie & Buch: Takeshi Kitano; Kamera: Katsumi Yanagishima; Schnitt: T. Kitano, Yoshinori Ota; Musik: Joe Hisaishi; mit T. Kitano, Yusuke Sekiguchi, Kayoko Kishimoto, Kazuko Yoshiyuiki u.a.
Japan 1999 DF / 116 Min.

 

Den japanischen Regisseur Takeshi Kitano kennt man als Erzähler gewalttätiger Gangsterballaden und Polizeifilme. Mit KIKUJIRO ist ihm eine vollkommen neue Facette seines Werks geglückt: eine erfrischende Komödie. Er schickt einen unreifen Erwachsenen, Kikujiro, und einen unglücklichen neunjährigen Jungen auf die Reise in eine andere Stadt, in der der Junge seine Mutter besuchen will. Der Humor in KIKUJIRO lebt von seinen minimalistischen Gesten, seinem watschelnden Gang und seinen unvorhergesehenen Reaktionen. Die Reise mit ihren neuen Bekanntschaften führt die beiden am Ende zu einer behutsamen Annäherung.

Mit Kapitelüberschriften, Fotos und Gemälden hat Kitano seinen Film unterteilt, so dass er wie ein japanisches Bilderbuch wirkt, in dem die Geschichte eines Sommers aufgezeichnet wird, die Story einer merkwürdigen Freundschaft zwischen einem kleinen und einem großen Jungen, zwischen zwei Suchenden.

Do., 9.8., 22.00/ Fr. 10.8., 22.00



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Zuletzt bearbeitet am 27.06.2001 © aptum1997-2000 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de