Kommunales Kino im alten Wiehrebahnhof
Urachstr. 40
79102 Freiburg
Tel. 0761 - 709033

kino@freiburger-medienforum.de

 

Mittwochskino: Maghreb

Filme aus den Maghreb-Staaten Tunesien und Algerien. In Zusammenarbeit mit dem Colloquium Politicum an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zur Veranstaltungsreihe

'Clash of Civilizations' oder friedliche Kooperation?
Die EU und ihre südlichen Nachbarn (Teil I: Maghreb)

 

Sama - Die Spur · Zeit der Männer · Honig und Asche · Cheb - Flucht aus Afrika

 

 


 

SAMA - DIE SPUR

(La trace)

Regie & Buch: Néjia Ben Mabrouk; Tunesien / Belgien 1982-88 OmU/ 90 Min.

 

Entgegen der traditionellen, strengen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau bevorzugt Sabra bereits als zehnjähriges Mädchen typische Knabenspiele. Ihre Mutter führt sie zwar in die zukünftige Rolle als Frau ein, erzählt ihr aber gleichzeitig von den vielen Entbehrungen, die ihr eigenes Leben gekennzeichnet haben. Sabra weiß, dass sie sich nie einer solchen Hierarchie unterordnen kann. Sie geht in die Stadt, um zu studieren. Aber auch hier bekommt sie die Diskriminierung als Frau zu spüren. Sie entschließt sich fortzufahren und verbrennt alle Bücher, um keine Spuren zu hinterlassen. Irgendwo in Europa wohnt ihr Bruder, bei dem sie einzieht.

Mi., 6.6., 20.00/ Do., 7.6., 22.15

 


 

ZEIT DER MÄNNER

(La saison de hommes)

Regie & Buch: Moufida Tlatli; Kamera: Youssef Ben Youssef; Schnitt: Isabelle Devinck; Musik: Anouae Brahem; mit Rabiaa Ben Abdallah, Sabah Bouzouita, Ghalia Ben Ali, Hend Sabri, Ezzedine Gennoun u.a.
Tunesien / Frankreich 2000 OmU / 124 Min.

 

Aicha ist eine junge Frau von der Insel Djerba. Mit 18 Jahren heiratet sie Said, der elf Monate im Jahr in Tunis arbeitet. Wie die Frauen von Saids Brüdern lebt Aicha nun im Haus seiner Mutter unter deren strenger Aufsicht. Sie möchte mit nach Tunis gehen, doch Said verlangt, daß sie ihm zuerst einen Sohn gebiert. So bleibt Aicha in den ersten Jahren ihrer Ehe in Djerba, wo die verheirateten Frauen die alljährliche Heimkehr ihrer Männer aus Tunis wie ein Fest, wie eine zweite Hochzeitsnacht begehen. Doch nach einem Monat ist die "Zeit der Männer" wieder vorbei. Im Lauf der Jahre bringt Aicha zwei Töchter zur Welt und endlich auch Aziz, den ersehnten Sohn, der es ihr erlaubt, nach Tunis zu ziehen. Aber der Sohn ist behindert und Aichas Leben in der Hauptstadt wird zum Alptraum. Sie erkennt, daß sie selber für ein eigenbestimmtes Leben kämpfen muß. Mit ihren beiden halberwachsenen Töchtern sucht sie nach einem Weg, den starren Fesseln der Tradition zu entkommen. Nach der "Zeit der Männer" ist jetzt die Zeit der Frauen gekommen ...

Mi., 13.6., 20.00 Vortrag von Rebecca Hillauer: 'Frauen(t)räume - Lebens(t)räume: Arabische Regisseurinnen, vom Stummfilm bis zum neuen arabischen Kino. anschl. Freiburger Erstaufführung von ZEIT DER MÄNNER, mit Diskussion

weitere Vorstellungen: Do., 14.6., 22.00/ Sa., 16.6., 18.00/ So., 17.6., 22.00

 


 

HONIG UND ASCHE

(Miel et Cendres)

Regie: Nadia Fares; Buch: Nadia Fares & Yves Kropf; Kamera: Ismael Ramirez; Musik: Jean-Francois Bovard; mit Nozha Khouadra, Amel Ledhili, Samia Mzali, Lara Chaouachi Schweiz / Tunesien 1996 OmU / 80 Min.

 

Der vielfach preisgekrönte Debütfilm HONIG UND ASCHE erzählt aus weiblicher Sicht die Geschichte dreier arabischer Frauen aus Tunesien, gefangen zwischen Tradition und Moderne. Ein einfühlsamer Film über die Schwierigkeit weiblicher Selbstverwirklichung in teils unterschwelligen, teils rigiden patriarchalen Verhältnissen: Die Ärztin Naima, die Universitätsabsolventin Amina und die junge Leila versuchen, ihr Leben und ihre Beziehungen mit Männern zu gestalten.

Durch Montage und fließende Übergänge sind die Schicksale der drei Frauen so miteinander verwoben, daß die Gegenwart der jüngsten die Vergangenheit der ältesten sein könnte.

Mi., 20.6., 20.00/ Sa., 23.6., 18.00

 


 

CHEB - FLUCHT AUS AFRIKA

Regie: Rachid Bouchareb; Buch: Abdelkrim Bahloul, R. Bouchareb & Christian Zerbib; Kamera: Youssef Sahraoui; Musik: Safy Boutella; mit Mourad Bounaas, Nosha Khouadra, Piere-Lou Rajot u.a.
Frankreich / Algerien 1981 OmU / 82 Min.

 

Merwan, ein junger Berber, der die algerische Staatsangehörigkeit besitzt, wird ausgewiesen, obwohl er seit achtzehn Jahren in Frankreich lebt. Von einem Tag auf den anderen findet er sich in Algerien wieder, einem Land, dessen Sprache und Sitten ihm fremd sind. Unvorbereitet wird er sich dessen bewußt, als die algerischen Behörden seinen Ausweis einziehen und ihn anschließend in den Süden schicken, um ihn durch die Mühle des Militärdienstes zu drehen. In der feindseligen Umgebung einer mitten in der Wüste gelegenen Kaserne läßt man ihn ohne Schonung sein Anderssein spüren. Merwan, nirgendwo zu Hause, steht vor einem Dilemma: Er möchte ein Land verlassen, das ihn gegen seinen Willen zurückhält, um in ein Land zurückzukehren, das ihn gegen seinen Willen abgeschoben hat.

Mi., 27.6., 20.00/ Do., 28.6., 22.00



schreib mir mal! e-mail ans Kommunale Kino
kino@freiburger-medienforum.de
Startseite Kommnunales Kino Freiburg

Zurück zur
Startseite


Zuletzt bearbeitet am 24.05.2001 © aptum1997-2000 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de