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New York Portrait
Chapter I - III

von Peter Hutton
I: USA 1977/78 ohne Text / 15 Min.
II: USA 1982 ohne Text / 13 Min.
III: USA 1990 ohne Text / 18 Min.

Dreiteiliges Portrait des Lebens in New York mit seiner Straßenpoesie, seinen kleinen Absurditäten und seinen alltäglichen Katastrophen.
Huttons Filme haben etwas von einer Zurückwendung zur persönlichen Innerlichkeit, wie sie eher für die Avantgarde der 50er und 60er Jahre typisch war als für den Film der 80er Jahren. Seine Filme sind jedoch nicht rückschrittlich, vielmehr entwickelt er eine Tradition weiter und gibt ihr seine eigene Handschrift. Seine Filme sind ein Tagebuch, das sich von spontan wahrgenommenen Fragmenten der Erfahrung bis hin zu sorgfältiger konstruierten Eindrücken von Landschaft und Stimmung entwickelt.
"Huttons Filme sind sehr expressiv, lyrisch und romantisch. Sie sind wunderschön gefilmt, mit Kompositionen, die an Photographien von Stieglitz und Matthew Brady erinnern." (Karen Cooper)

Die Resonanz von Augenblicken II

von Karola Schlegelmilch; mit Ibrahim Sanou; Sprecherin: Heidrun Siebert
Deutschland 2001 30 Min.

Die Filmaufnahmen zu diesem Film entstanden in Westafrika, Paris und verschiedenen Teilen Deutschlands Es sind Augenblicke körperlichen Vergnügens: afrikanische Kinder beim Sackhüpfen, Badende in der Brandung, eine koreanische Tanzgruppe im Schatten. Viele der Motive mischen spielerische mit existentiellen Momenten: die Akteure einer Stuntshow laufen routiniert brennend über die Bühne, eine sentimentale Szene aus einer Krankenhaussoap ...
Der Film ist viel mehr als "nur" das Sammeln von kurzen Momenten wie in einem thematisch geführten Tagebuch, er versteht es, eine Collage herzustellen aus Alltagsmomenten in verschiedenen Ländern, die alle um Freizeit, Vergnügen, Ablenkung kreisen und doch auch immer Bestandteil des Lebens und der Erfahrungen sind. Sei es die Erzählung über das Empfundene bei einem Badeausflug oder das Betreten der neuesten Jahrmarktsattraktion auf der EXPO in Hannover. DIE RESONANZ VON AUGENBLICKEN II ist kein Dokumentarfilm und auch kein Essayfilm, er gehört ganz in die Tradition des Filmpoems.

Di., 5.6., 20.00 / Mi., 6.6., 22.00


Spectres of the spectrum

Regie & Buch: Craig Baldwin; Kamera: Bill Daniel; Musik: John Watermann, Korla Pandit, Dominic Frontiere, Isao Tomita, DJ Spooky; mit Sean Kilcoyne, Caroune Koebel
USA 1999 OF / 88 Min.

S. O. S ist eine energiegeladene, aktivistische, wissenschaftliche Fantasie-Collage-Allegorie über autonomen Widerstand gegen die Globalisierung der Kommunikationsindustrie - ein Film, der US-Amerikas militärisch-industrielles Wunder verspottet, der die High-Tech-Raubritter kritisiert, und der sich für menschliche Neugier und Erfindungsgabe einsetzt.
Das Ganze findet 2007 statt in einem verdorrten Wüstenaußenposten außerhalb von Las Vegas. Dort kämpf eine junge, telepathisch begabte Frau um das Überleben auf einem alten Bombenfeld, während ihr Vater sich in einen Schlackenkasten verkrochen hat und per Piratensender Schmähreden über den schwebenden elektromagenetischen "Pulse" verbreitet.
Der Film SPECTRES OF THE SPECTRUM bewegt sich irgendwo zwischen Trash und großer Filmkunst. Das klingt nach Widerspruch, aber der ganze Film besteht aus einer Fülle von Widersprüchen. Craig Baldwin gehört bereits zu den großen Klassikern des Found-Footage-Films, seine Lust fremdes Filmmaterial zu verwenden, die ursprünglichen Inhalte zu vernichten und die Bilder in neue Sinnzusammenhänge zu setzen scheint kaum eine Grenze zu kennen. Und doch gehört Baldwin zu den ganz wenigen Found-Footage-Filmemachern, die immer wieder auf konkret Narrative Strukturen setzen. Er beläßt dabei immer auch viel Raum für frei assoziative Reaktionen. Ein anderer Widerspruch bei diesem Film: Nach unserem Wissen zum ersten Mal verläßt sich Baldwin nicht ganz auf sein Found Footage, sondern arbeitet auch mit selbst inszenierten Materialien.

Di., 19.6., 22.00 / Do., 21.6., 22.00



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Zuletzt bearbeitet am 24.05.2001 © aptum1997-2000 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de