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Portraits de femmes

Frauengestalten im zeitgenössischen französischen Film.

Eine Reihe in Zusammenarbeit mit dem Bureau du Cinéma Berlin und dem Institut Français Freiburg.


LA DILETTANTE

Regie: Pascal Thomas; Buch: Jacques Lourcelles; Kamera: Christophe Beaucarne; mit Catherine Frot, Barbara Schulz, Marie-Christine Barrault, Sébastien Cotterot Frankreich 1998 OmeU / 118 Min.

Fast ohne Geld zieht Pierrette bei ihrem Sohn ein, der in der Banlieue in einer kleinen Ein-Raum-Wohnung wohnt. Von dem Einzug seiner Mutter scheint er eher überrascht als erfreut zu sein. Er lebt sein normales Leben weiter und arbeitet als Praktikant in der Fabrik nebenan.

Viele neue Bekanntschaften, viele neue Beschäftigungen ... Wie wird Pierrette, unabhängige Frau, die Selbstmitleid und Fürsorge über alles verachtet, das Gleichgewicht bewahren - zwischen Tochter und Sohn, den sie beiden gern helfen würde, aber die längst nicht mehr auf ihre Hilfe angewiesen sind, einer kurzen Leidenschaft zu einem Priester, einer Affäre mit einem Antiquar, die sie ins Gefängnis bringen wird ...

Pascal Thomas ist in Frankreich Spezialist für bitter-süße Komödien, die mit einer Prise Ernsthaftigkeit gewürzt sind. Ein charmanter Film, ein bißchen exzentrisch, subtil geschrieben und dargestellt. Catherine Frot ist perfekt in der Hauptrolle.

Fr., 13.4. 20.00 / Sa., 14.4., 22.00



RIEN À FAIRE

Regie: Marion Vernoux; Buch: Marion Vernoux und Santiago Amigorena; Kamera: Dominique Colin; mit Valérie Bruni-Tedeschi, Patrick Dell'Isola, Sergi Lopez, Florence Thomassin Frankreich 1999 OmeU / 105 Min.

Ein Mann. Eine Frau. Verheiratet... aber nicht miteinander. Beide sind arbeitslos. Er seit ein paar Wochen, sie seit 14 Monaten. Den ganzen Tag nichts zu tun. Sie werden Freunde, dann Liebende. Ihre Freundschaft wird ohne jegliche Absicht zu Liebe. Einer geheimen Liebe: frech, leichtsinnig, unvorhergesehen im Arbeitslosenalltag. Eines Tages aber findet der Mann Arbeit ...

Die Regisseurin filmt Langeweile ungefällig und ohne Mitgefühl. Sie interessiert sich für jede Einzelheit des Alltags, beobachtet die Zerbrechlichkeit manch einer Geste, die zu fieberhaft ist, um nicht eine Wunde verbergen zu wollen, und zeigt mit diesem Film ein genaues psychologisches Portrait der beiden Liebenden.

So., 15.4., 18.00 / Mo., 16.4., 20.00


LE BLEU DE VILLES

Regie: Stéphane Brizé; Buch: Florence Vignon und Stéphane Brizé; Kamera: Jean-Claude Larrieu; mit Florence Vignon, Mathilde Seigneur, Antoine Chappey, Philippe Duquesne Frankreich 1999 OmeU / 105 Min.

Solange und Ihr Mann führen ein ganz ruhiges Leben in der Provinz. Mylène, Freundin von Florence und Wetterfee, befindet sich in der Stadt, um ihre Biographie zu signieren. Beide treffen sich eines Abends. Essen, ein Drink im Club, vertrauliche Gespräche. Nach der Abreise von Mylène wird es Solange klar, daß sie in ihrem Leben etwas verpaßt hat. Sie wollte Sängerin werden, ist aber Polizistin. Statt Auftrittsrobe trägt sie Uniform, ihr Publikum sind beleidigende Autofahrer. Ihr Alltag ist ihr plötzlich eintönig, ihr Mann zu fade, ihre Arbeit zu demütigend.

Brizé hat viel Zärtlichkeit für seine Figuren übrig und verachtet sie nie. Sie erhalten von ihm ausreichend emotionalen Spielraum, um sich dann allein zu entfalten. LE BLEU DE VILLES ist ein Film ohne überzogene Ansprüche, aber unglaublich bewegend und erfrischend.

Mi., 25.4., 22.00 / Fr., 27.4., 20.00


HAUT LES COEURS

Regie: Solveig Anspach; Buch: Solveig Anspach und Pierre Erwan Guillaume, Kamera: Isabelle Ravazet; mit Karin Viard, Laurent Lucas, Julien Cottereau Frankreich 1999 OmeU / 110 Min.

Zum ersten Mal schwanger erfährt Emma, daß sie an Brustkrebs erkrankt ist. Der Arzt rät ihr zu einer Abtreibung, weil die Behandlung eine Schwangerschaft ausschließt. Simon, ihr Lebensgefährte, regt sie zu einem Besuch bei einem Facharzt an. Doktor Morin behauptet, daß eine Behandlung während der Schwangerschaft durchaus möglich sei. Ihr kranker Körper wird zu einer Quelle des Lebens: Sie muß jetzt für zwei kämpfen ... Der Filmtitel ist genauso schön wie treffend, wie der Film selbst: Immer nach vorne schauen, egal was passiert. Der Film treibt den Zuschauer dazu, die Sicht der Heldin anzunehmen und sich mit ihrem Schicksal auseinanderzusetzen. HAUT LES COEURS ist tief und erschütternd, aber er ähnelt auch seiner Heldin: Er gibt nicht auf und fordert die ganze Aufmerksamkeit des Zuschauers.

Sa., 28.4., 20.00 / So., 29.4., 22.00



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Zuletzt bearbeitet am 28.03.2001 © aptum 1997/98 Schreib mal wieder webmaster@aptum.de